Kaschierung Kino

Begonnen von Apache Apache, 10.10.25, 02:02

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Digital braucht im richtigen Kino definitiv keine schwarze Kaschierung seitlich an der Bildwand. Und das selbe gilt auch im Heimkino mit digitaler Projektion.

Filmgärtner

Ich bin da hin und hergerissen, aber im Grunde genommen ist man schneller ein flexibler.

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Reflektionen so wie bei analog gibt es nicht mit einer digitalen Projektion.

Filmgärtner

Bleibt dann aber doch ein window boxed, letter- oder pillarboxed-Bild.

Ja im Budget ausgeben will da kann, könnte sich sogar für unabhängige kaschierungeinstellungen bauen für Ost, Nord, Süd, West.

Ein anderes Thema drängt sich noch in den Vordergrund: die eventuell biegsam gebaute Kaschierung für gekrümmte Leinwände, doppelt gebogen: einmal entlang der Kurve und andererseits auch etwas tonnenmäßig nach außen, um einen Bild Beschnitt zu vermeiden (der ja auch in dem Karlsruher Kino mit der Südkurve kannst du erheblich ist und auch bei unserem Modell ab November).

Ich mache das aber vom Erfolg abhängig, sowohl dem Publikum als auch an der technisch überzeugenden Lösung, schon einmal auf der Seite eines Home Cinema Anbieters ausführlich diskutiert wurde. Aus eigenem Portemonnaie werde ich dafür keine Unsummen ausgeben.

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Bildrand ist links und rechts bei einer digitalen Projektion absolut sauber also braucht man auch keine seitliche Kaschierung. Vorhang bei einer riesigen gebogenen Bildwand bietet da schon eine recht imposante Wirkung.

Filmgärtner

Es gibt dann schon noch gewisse Crossreflexionen von den nicht abgedeckten weißen Arealen auf die eigentliche Projektionsfläche. Allerdings sehr gering.

Kaschierung global macht eigentlich Sinn: es müsste also unendlich, also direkt von den Bildrändern ausgehenf bis in den Raum rundum so wie über die Decke und bis zur Erde alles mit einem und dem gleichen cache verhüllt werden, um völlig unabgelenkt und ohne Störungen sich auf das Bild zu konzentrieren.
Alles, was ihm entgegen steht, also natürlich auch Köpfe der Zuschauer und der Vorsitzer oder dekorelemente im Raum, notausgangsleuchten sichtbare Ornamente an der Decke und was ist alles noch geben mag sind tatsächlich Störfaktoren in der Bildwahrnehmung.

Obwohl ich ein Gegner der Black Box Bewegung bin.

Das ist eine sehr schwierige Debatte.

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Duesseldorf Europa UFA

Nun aus welchem bildlich technischen Grund diese reflektierende Umrandung an den vier Seiten im vorderen Bereich dieser Bildwand? Und diese vier seitlichen Kaschierungen sind ja schwarz vor dieser Bildwand!





Quelle Bilder Schauburg Karlsruhe

Filmgärtner

Heute um 13:42 #7 Letzte Bearbeitung: Heute um 13:57 von Filmgärtner
Diese Bilder sind nicht von Schauburg Karlsruhe, sondern Herr C. hatte sie einmal für deren Marketingzwecke (Preview von "As time goes bye", also für eine dann nie veröffentlichte Publikation zur Verfügung gestellt - möglicherweise seine Zusage später für die Buchherausbringung zurückgezogen, aber für die Internet-Reduktion belassen.

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Die Frage ist nun hoch interessant. Nur einmal hatte ich mich damit kurz befasst und dazu auch eine Einlassung gelesen.
Grob erinnert: durch diese Kassettierung erreicht man eventuell eine noch stärkere "Fensterwirkung" des Panoramabildes. Evtl. wirken dadurch Objekte weit im Hintergrund (der einzelne Kamelreiter in der Zentralperspektive in "Lawrence of Arabia" um noch einen weiteren Sprung nach hinten versetzt.

Diese Vermutung ist rein spekulativ, evtl. auch eine Fehlinterpretation meinerseits.

(Bei unserer kleinen Studio Curved Screen würde ich so etwas später einmal hinzufügen, wenn der Etat gegeben ist. Ansonsten müsste man sich eine kleinere Versuchsanordnung zuhause bauen.