Das war so nicht, und man kann sich auch irren, aber du lieferst wieder einmal den entscheidenden Gedankenanstoß, sozusagen die weiterführende Frage.
Auf der Royal Palast Europa-Center hatte ganz außen seitliche Kabinen: wurde geplant von Nicolaus Reisini von der Cinerama Inc. Wie auch zwei Jahre zuvor der Cinerama Dome in Los Angeles.
Und dennoch wurde beide Häusern keine 3-Streifen-Projektion mehr eingebaut, wohl hätte sie dann nach dem Cinrmiracle-System operiert.
Jetzt wird es wirklich spannend, extrem spannend. Ja auch das Auditorium des MGM nach vorne breiter verlief, was ist was es sonst nur im Royal Palast gab, könnte man darüber rätseln, ob MGM sich diese Variante offen halten wollte.
Das ist somit bereits Geschichtswissenschaft.
Eigentlich hatte MGM doch erst ab 1961 mit Produktionsbeginn von HOW THE WEST WAS WON auf Cinerama gesetzt.
Es liegen aber ebenso Entwicklungen der MGM von 1953 vor, kurz nach der Einführung von Cinerama, wie man mit Arnoldscope (35mm horizontal laufender Film auf 12 Perf-Schritt) alles über trumpfen könnte oder verbessern könnte. Kurz danach ein Stück man sich für MGM Kamera 65 mit einem ähnlichen Seitenverhältnis, aber nach dem überraschenden Erfolg von Todd AO zumindest mit nun erhältlichen 65 mm Kameras.
Man müsste also Kontakt zu den Architekten von 1955 (also nicht den deutschen Architekten Gerhard Fritzsche sondern die amerikanischen Ratgeber), um dahinter zu steigen.
Dennoch gab es aber auch in etlichen Kinos ganz außen kleinere Kammern und eben auch Luken für farbige Scheinwerfer. Das wird es vermutlich gewesen sein, aber selber habe ich sie nicht mehr gesehen.