In der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 15. Juni 2026 wird der Trend zur Rückkehr von analogem Filmmaterial in Hollywood-Blockbustern thematisiert. Der Artikel vergleicht diese Renaissance des 35mm- und 70mm-Films mit einer ,,Manufactum-Phase" des Kinos, die auf haptische Qualität und bewusste Limitierung statt digitaler Beliebigkeit setzt.
Die erste Hälfte des Artikels kündigt den ersten vollständig in IMAX gedrehten Spielfilm an und rekapituliert die Produktionspraxis des Christopher Nolan mit bekannten Schlagworten.
Das Fazit des Artikels:
"Den Trend zum Monumentalkino gab es schon einmal, damals, als das Fernsehen aufkam. Das Kino mühte sich, den Leuten etwas zu bieten, was sie zu Hause nicht bekamen. Also schufen die Studios bombastische Werke, gern mit historischen Stoffen und möglichst im Großformat gedreht, um auf noch größere Leinwände noch schärfere Bilder projizieren zu können. Heute, da die Kinos erneut zittern, diesmal vor den Streamern, werden analoge Filmproduktionsformate wie Vista Vision wieder entdeckt, für die man Kameras benötigt, die so riesig und schwer, so entsetzlich kompliziert in der Handhabung sind, dass man, wie Lol Crawley für "The Brutalist", direkt einen Kamera-Oscar dafür gewinnt.
Tritt das Blockbuster-Kino in die manufactum-Phase ein fragezeichen wenn es dabei hilft, den Längenwuchs zu begrenzen, wäre das eine gute Nachricht."