Vorletzten Sonntag dort zu Besuch gewesen, ist es das schönste Museum über Bewegtbildmedien, welches ich kenne.
Geschichte wird visuell und haptisch gegenwärtig. Allerdings hatte mich de trotz historischer Kinostühle extra eingerichtete Kinosaal enttäuscht, welcher eher konventionell gebaut ist mit einer flachen und hochgerückten Bildwand, für welchen allerdings ein angestellter alter Filmvorführer angekündigt war. Tatsächlich kommt ja nur noch zur gelegentlichen Anlässen, das auf der Leinwand nicht gerade originell kaschiert lediglich Kurzfilme aus der DEFA Produktion laufen, und die von einem Tisch Beamer in Endlosschleife.
Für andere Fachbereiche gab es immer motivierte Studenten, welche Kontakt zu Publikum hielten und die Geräte praktisch vorführten. Also grandios.
Aber beim speziellen Kinobereich ist so etwas natürlich zu erwarten, dass die meisten nur noch auf Bewegtbilder auf der Frontwand fokussiert sind, und dann abgelenkt sind vom eigentlichen Geschehen im Bildwerferraum. Genau dies lässt dann die Bilderwerferräume verwaisen. Einer der Aufsichtskräfte meinte lakonisch, dasd jetzt eben automatisiert seinl, verstand aber nach einem längeren Gespräch mein Anliegen.
Das ganze befindet sich in den ehemaligen Produktionswerken der ostdeutschen Zeiss Ikon, den späteren Pentacon-Werken.
Unbedingt sehenswert.
Schließt für zwei Jahre. Unbedingt vorher noch einmal besuchenswert!
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/museum-sanierung-technische-sammlungen-schliessung-100~amp.html
Sehenswert nicht nur für Filmtechnikenthusiasten.
Ich war als Kind und Jugendlicher häufig in den alten Ausstellungsräumen in der Königsstraße.
Mechanische Musikinstrumente (u.a. das Pianola, der Kassettenrekorder Anfang 20 Jahrhundert), Computer aus der Steinzeit und für mich am beeindruckendsten eine Sonderausstellung mit Hologrammen.
Unbedingt empfehlenswert.
In jeder Beziehung überragend (im unübersehbaren Gegensatz zur Neueröffnung der Deutschen Kinematik in Berlin).