Mit exponierter, in sich stimmiger und "bis auf's I-Tüpfelchen" elaborierter Ästhetik wartet JOHN WICK 4 auf (inhaltlich aber unter dem Niveau des Schwachsinns angesiedelt).
Es hat sich seit Jahren kein Film in dieser Weise hervorgetan.
Den Beleuchtern und dem Kamerateam wünscht man auch in Zukunft viel Glück und Durchsetzungsfähigkeit.
Beim ersten Teil hatte ich den Kinosaal verlassen nach dem zweiten Akt. Die restlichen Teile kenne ich nur vom Filmplakat und von den gezeigten Trailern im Werbeblock der Kinos.
Außergewöhnlich dunkle Bilder oder unverständliche Töne - darüber verbreitet der "Standard" Spekulationen:
https://www.derstandard.de/story/3000000180476/der-blockbuster-s228uft-im-heimkino-ab
Spitzenprodukt aus der klassischen Zeit des Schwarz-weiß-Films, leider hat bedauerlicherweise nicht die Qualität des Hauptfilms:
Gedreht mit verbesserten Todd AO-Objektiven auf 65 mm, gelabelt in Dimension 150.
Aber auch hier wurde die legendäre 150° Linse nicht eingesetzt.
In Deutschland leider keine 70 mm Kopien, vielleicht hatte die Fox kalte Füße bekommen nach den 70mm-Starts von "Meine Lieder meine Träume" oder "Star", welche hierzulande gnadenlos untergegangen waren.
Das Drehbuch schrieb der noch junge Francis Ford Coppola, den Score Jerry Goldsmith.
Eine vor 25 Jahren immer Auftrag der AMPAS gezogene neue 70 mm Kopie, diesmal aber mit DTS, sah recht ansprechend aus (bis auf ein paar lichtbestimmerische Ungereimtheiten bei den Schneeaufnahmen, für den Coloristen stets eine Herausforderung).
Zitat von: Filmgärtner am 18.02.25, 12:54Sahen Filme früher besser aus? Das fragt sich ein Youtuber:
https://www.slashcam.de/news/single/Warum-sehen-so-viele-neue-Hollywood-Filme-oede-aus--19196.html
50 Jahre "Barry Lyndon":
https://theconversation.com/barry-lyndon-at-50-why-kubricks-most-overlooked-masterpiece-deserves-another-viewing-248484?fbclid=IwY2xjawJZ1wJleHRuA2FlbQIxMQABHXfXeGrIxGr62Ku0rJi6ZpxZggmi_Kwjo04SPuafk6EN1tJID5lBkw-Mmg_aem_-U8eo1fjfgyUQ_EDOaFVjQ
Eine Kostümdesignerin der Wunderklasse, Milena Canonero (Cotton Club, Grand Budapest Hotel, Barry Lyndon, Dick Tracy, Megalopolis, Uhrwerk Orange:
https://www.watson.ch/leben/frauen-der-geschichte/643296501-1970-kochte-milena-canonero-fuer-kubrick-der-rest-ist-filmgeschichte
1960 hatte Chris Marker mit "Die Beschreibung eines Kampfes", zeitgleich zum 70 mm-Monumentalfilm von Otto Preminger, "Exodus", den jungen Staat Israel thematisiert.
Zu dieser bedeutenden Dokumentarfilm-Dokumentation gibt es jetzt eine Ausstellung in Israel:
https://taz.de/Schau-zu-Chris-Marker-in-Jerusalem/!6108275/
Und ein Verweis auf die Retrospektive vor sieben Jahren:
100 interessante Einstellungen:
A QUIET GIRL (IR 2022)
https://www.ardmediathek.de/tv-programm/693a502173b0446848172054
Einst herausfragend fotografiert und in 70 mm Kopien gestartet, existiert dieser Titel heute nur noch als schäbiges, miserabel transferiertes und gegradetes Digisat. A lost film:
BARABBAS
Ja und auch sogar der super acht Einteiler mit Stereoton.
BARABBAS - 8MM
(https://i.ibb.co/BVpJNSd9/IIII.jpg)
https://www.imdb.com/de/title/tt0055774/technical/?ref_=tt_spec_sm (https://www.imdb.com/de/title/tt0055774/technical/?ref_=tt_spec_sm)
Irgendwie Irrelevant - Super Acht
Und welche Art von Stereo ist nun auf diesem super acht Einteiler? Split in zweikanal vom Sechskanalton oder etwa nur die beiden links und rechts Hauptspuren?
Der Titel hatte sechs Kanal Magnetton und wurde eben für Super 8 und vielleicht auch Video zusammengemischt auf zwei Kanäle, was nicht so schwer ist, solange man die Phasenrichtigkeit beachtet.
Eine Hommage einer mit digitalen Medien aufgewachsenen Generation mit den richtigen Gedanken, Fragestellungen und Themen: durchaus bemerkenswert aber mit dann doch für den Irrtümern gesegnet. Wenn man über das Ziel hinaus schießt, droht auf die Gefahr etwas zu verklären. Also der Standardsatz "heute unmöglich produzierbar" weil Zeit, Geld und die richtige Filmkornsuppe fehle, ist dann doch nicht aufrecht erhaltbar.
EMPIRE OF THE SUN (1987):
Wahrscheinlich der letzte gut fotografierte Spielberg-Film?
Unglaublich sowas und warum spamst Du hier andauernd das Forum zu mit solchen bildlich unrealistischen Vergleichen aus dem Videokanal? Und die Filme von Spielberg boten nur gut abfotografierte Bilder!
Wieso: EMPIRE OF SUN ist tatsächlich stylish fotografiert.
Den politischen Inhalt wollte ich mir keineswegs zu eigen machen. Herr Spielberg hat mir politisch nichts zu sagen.
(Hatte diesen Film sozusagen bei der Europa- oder Deutschland-Premiere während der Berlinale am Zoo selber auf 35 mm vorführen müssen. Es gab leichte Buhrufe im Publikum.)
Liebevoll beabsichtigt auch dieser Vergleich (bis auf den Fehlgriff leider mit der Farbpalette, wo man sich auf eine im Kontrast absaufende grünstichige Fassung leider beruft, wo keine bessere Quelle verfügbar ist).
Erfreulich, dass die jetzige Generation überhaupt uralte Filme entdeckt und zunehmend den Respekt vor Nolan und Cameron verliert oder derer müde wird.
Steven Spielberg
Filmemacher legt bei seinen Filmen sehr viel Wert auf Bild und Ton.
Als Vorgeschmack für "Dune 3":
https://www.facebook.com/share/r/19AKEvSy59/