Am 18. und 24.12.21 ist im Gartenbaukino in Wien "Tschitty Tschitty Bang Bang" (deutsch synchronisierte Fassung) wiederzuerleben.
Der britische Film wurde 1968 vom James-Bond-Produzenten Albert R. Broccoli und vom Regisseur Ken Hughes in 65mm Super Panavision gedreht und für die Massen-Kinoauswertung auf 35mm Technicolor-Druckkopien auf das anamorphotische Scope-Format reduziert, was zu einem der qualitativ bestaussehendsten 35mm-Filme der 60er Jahre führte.
https://www.gartenbaukino.at/nc/programdetail/program/tschitti-tschitti-baeng-baeng-2.html?tx_asprogram_detail%5Baction%5D=show&tx_asprogram_detail%5Bcontroller%5D=Program
https://m.youtube.com/watch?v=Xm5KQLcmD00
Der Verein Kinomuseum Berlin e.V. hat sich seit März 2021 im Alexa Shopping Center eine Plattform gesucht und folgende Gerätschaften mit Test-Filmvorführungen reaktiviert: Philips DP70 mit Tellerbetrieb, Monolichtton, Dolby A-Lichtton, Dolby SR Lichtton, Dolby Digital Ton für die 35mm Formate und 6-Kanal Magneton zu 70 Millimeter und künftig DTS hoffentlich.
Also eine einsatzfähige Anlage.
In der Bildgalerie auch eine Bauer U4 für 35 mm: Mono-Lichtton, Dolby A Stereo, Dolby-SR und Dolby Digital. Kein 70mm, weil einige Teile des 70mm-Umrüstsatzes derzeit nicht auffindbar sind.
https://www.facebook.com/groups/35mm.Projektor.Film/permalink/1718921264979607/
www.kinomuseum-berlin.de
info[at]kinomuseum-berlin.de
"Licorice Pizza" auf 35mm in mehreren Städten Europas, in Dublin und in Glasgow, in Berlin und in Wien
(und sieht, zumindest dem Trailer folgend, lichtbestmmerisch nicht allzu schlecht aus!)
https://lighthousecinema.ie/showing/showing-65928
https://www.broadway.org.uk/index.php/whats-on/licorice-pizza-35mm
https://fb.me/e/4a1fJJQro?ti=cl
Die 70mm-Kopie hat es mindestens dreimal über den Teich geschafft.
https://m.youtube.com/watch?v=Dt2QeHRE6Vo
Bild einer 35 mm Annonce: https://www.belcourt.org/films/licorice-pizza-35mm-preview/
Video einer aktuellen 35mm-Vorführung auf einem Kinoton-Projektor mit ST200 Teller Anlage und einem Isco Bluestar Anamorphic Vorsatz, vermutlich in London:
https://www.facebook.com/groups/162857924442634/permalink/1027857521275999/
LICORICE PIZZA auf 35mm ab dem 27. Januar 2022 im Filmtheater in den Hackeschen Höfen in Berlin, Kino 1 (auf einer etwa 8 Meter großen Scope-Bildwand). Zeitgleich der digitale Start zum Vergleich.
Sollte die Filmkopien mit einer klassischen, allerdings sehr alten Methode hergestellt worden sein, also sowohl ohne digitale Zwischenstufen oder ohne Duplikatnegativ, sondern als eine Direktkopie, könnte die Bildgüte der 35mm-Kopie sogar besser sein als die optische Umgruppierung auf 70 mm, und darüber einen geringeren Bildbeschnitt verfügen.
Aero American Cinémathèque: WEST SIDE STORY, 70mm.
Am 9. Januar 2022 um 19:30 Uhr.
Unter Anwesenheit einer der Hauptdarsteller, George Chakiris (Jahrgang 1932), welcher eine Einführung hält und auch Autogramme erteilt.
(Aufgrund der authentischen Phrasierung der Sänger in Anlehnung an die Bronx im angenehmen Kontrast stehend zum gekünstelt-stylischen Gesang im Remake von Steven Spielberg von 2021!)
Siehe auch das Fassadenbild zur Weltpremiere 1961 im Chinese Theatre: https://www.facebook.com/201380546539178/posts/5000107926666392/
In der Cinémathèque Francaise de Paris wird am 29.12.2021 "Spartacus" gezeigt, am 2.1.2022 "Lawrence of Arabia". Beide in den umkopierten 70mm-Dupversionen von 1990 bzw. 1987 mit Dolby SR Magnetton.
Am 3. Januar ebendort erstmalig auf dem Kontinent " in 70mm "Once upon a time in Hollywood" mit DTS-Ton.
Alle Filme in englischer Originalfassung.
https://www.cinematheque.fr/cycle/plein-les-yeux-saison-4-596.html?fbclid=IwAR2sbi-EOnBUFUt5SI2h4yYXLpQWyoaacJrfF8KdxPWmyJ8b2_-DoD17sVw
Am 28.12.2021 weihen die Filmtheater in den Hackeschen Höfen ihre neue 35mm-Anlage ein mit der DTS-Vorführung im englischen Originalton des ersten "Matrix"-Films von 1999, wobei die letzte Generation an Projektionsanamorphoten von Isco ("Blue Star anamorphic") zum Einsatz kommt.
"Licorice Pizza" ab dem 27.1.2022 auch als 70mm-Blowup-Kopie im Deutschland.
Zunächst annoncierte Schauburg Karlsruhe, den Titel exklusiv zu spielen https://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorf/page/190/#comments
, wie immer dann doch nicht exklusiv, sondern es gibt auch diesmal gleichberechtigte Mitspieler, bspw. den Delphi-Filmpalast am Zoo in Berlin und Savoy Filmtheater Hamburg.
Reportiert wird, dass die Filmkopie von "Licorice Pizza' nicht von einem Digisat ausbelichtet wurde wie beispielsweise bei den Titeln "Murder on the Orient Express" oder "Tenet", sondern direkt vom Originalnegativ gezogen wurde, welches aber auf 35mm-Film aufgenommen wurde.
Obwohl es sich um ein sogenanntes "blowup" von einem kleineren Format handelt, ist nicht auszuschließen, dass der Bildeindruck dennoch natürlicher und von den Texturen her unverfälschter als zuletzt bei die beiden oben genannten Titeln ist.
Der Vorteil indes der ausbelichteten Kopien besteht darin, dass das bereits durch das grading szenenweise ausgeglichene Digisat fast ohne Korrekturen im Duplikatnegativ übernommen werden kann.
Dem natürlichen Prozess der fotochemischen, bei ",Licorice Pizza" fast ausnahmslos analogen Kopierung entspricht dann allerdings, dass nach der Nullkopie stets mehrere Korrektkopien bis zum Stand der hinreichend auskorrigierten Theaterkopie gezogen werden werden müssen. Abhängig vom Geschick des Lichtbestimmers können dies drei Korrekturkopien bis - im schlimmeren Falle bereits erlebt - 12 Korrekturkopien sein.
So wurde dem Vernehmen nach bereits in einem der amerikanischen Kinos nach zwei Wochen Spielzeit die 70mm-Kopie ausgetauscht gegen eine mechanisch bessere, weniger zerkratzte. Und dabei der "Vorteil" herausgekehrt, nunmehr auch in den Genuss einer lichtbestimmerisch korrigierten Kopie zu gelangen.
Was wiederum erkennen lässt, dass seit etlichen Jahren unzureichend korrigierte Theaterkopien zum Einsatz gelangen, aus Kostengründen sicherlich.
So werden wir uns, um die Liebe zum fotochemischen Film zu erhalten, weiterhin mit unausgeglichenen Szenen hinsichtlich der Helligkeits- und Farbwerte abfinden müssen.
In der Skizzierung der Vorführbedingungen ist die 70 mm-Projektionsgröße im heutigen Delphi-Filmpalast etwas kleiner geworden gegenüber der Hauptbetriebszeit des Formats zwischen 1958 und 1983. Andererseits wurde in den letzten Jahren ein höchst ausgeklügeltes Sound- und Lautsprecher-System installiert.
Ebenfalls hat es im Schauburg-Kino Karlsruhe vor etwa drei Jahren einen Wechsel der Beschallungsanlage gegeben, als ein rein digital prozessorgesteuertes System der Firma Alcons Audio eingeführt wurde.
Nicht mehr bei 70mm-Einsätzen dabei sind einige Kinos der Astor-Lounge-/C1-/Zoo-Palast-Kette von Hans-Joachim Flebbe.
Über die Vorführbedingungen etwa im Berliner Zoo Palast hagelte es in den sozialen Medien und auf der Facebook-Seite das Berliner Grosskinos Beschwerden über unzureichend gewartete DP 75-Projektor Anlagen, bei denen entweder das Bild wackelte oder beständig flimmerte, aber auch die Bildschärfe zu wünschen übrig ließ. Dem Publikum wurde dann kommuniziert, der Grund liege darin, dass es eben nicht digital, sondern die alte Technik sei, die das bewirke, was allgemeines Kopfschütteln erntete.
in70mm.com ist eine verdienstvolle Internet-Enzyklopädie und zugleich eine Chronik der filmtechnologischen Entwicklungen, aber auch der Zeitzeugen und der Sicht des Publikums. Zugleich ist der Herausgeber Thomas Hauerslev aktiv beteiligt an kurrenten Filmveranstaltungen und Festivals, welche die letzten Plattformen zur Darstellung eines herausragenden kinohistorischen Erbes sind.
Wie im Internetportal Kinofilm-Forum ist es eine Intention, differenzierte und divergente Zeitzeugenaussagen zu sammeln. Welche auch im Widerspruch zueinander stehen können, was demokratischer Konsens ist.
Dennoch hinterfrage ich Aussagen von Premieren-Besuchern neuester 70mm-Veranstaltungen, insofern deren Eindrücke und Beschreibungen in einem Widerspruch zu filmtechnologischen Normen und auch ästhetischen Kriterien stehen.
Dieser Hinterfragung liegt zugrunde eine Einsicht in einer nicht interessengeleitete und nicht-kommerzielle Suche nach dem Kern der Intention.
Der Eindruck entsteht, dass einige der Reportierenden (und bisweilen noch Zeitzeugen einer perfekten und standardgemäßen 70mm-Darbietung auch von Klassikern gewesen sind - zumindest in ihrer Jugendzeit) sich in ihrer Nostalgie erheblich irren könnten.
Aussicht der Nostalgie entsteht eine unverbrüchliche Loyalität zum unübertroffenen 70mm-Film, womit zum einen die Maxime verteidigt wird, dass alle derzeitigen auf 70mm kopierten Filme zu loben seien, zumal es sich um eine aussterbende Spezies handelt.
Vor dem Hintergrund aber immer einfallsloserer Kameraführung wie auch fragwürdigerer Filmkopierwerksarbeit in den letzten Jahren, ist es notwendig, Vergleiche anzustellen.
Hier eine zu diskutierende Passage:
"Seeing "Licorice Pizza" in 70mm was an outstanding experience. At the beginning of the movie, you notice a little flickering of the image that you are not used to see. Then you start to adapt to this projection which is more "alive" than numeric (digital) projection. The colors of the 70mm [print] are very warm and the faces of the characters are very defined. You can see every detail of sets and clothes. I have the feeling that the 70mm projection gives more impact to the movie and i would say "Licorice Pizza" was an excellent movie.
I hope that we can see more 70mm prints in the future."
Auf YouTube heißt es in einem Leserbrief:
"Reist nach Karlsruhe in die Schauburg um den Film analog zu sehen! Ich hatte jedenfalls schon lange keine so pure Freude mehr an einem Film. Die Farben, das Licht, die Schauspieler, das reisst mehr mit als jeder Actionfilm! Und die Körnigkeit auf der 70mm Kopie berauscht einen dann noch mehr..."
https://m.youtube.com/watch?v=RIbzYd5fhz0
Das geht dann doch zu weit.
Verrückter geht's nicht?
Der Film mag originell sein.
Die Farben aber können keine definierte Gestaltung haben: denn es handelt sich um eine fehlerhafte Ausbelichtung vom Digisat, zudem gibt es seit 20 Jahren (leider) keine garantierbare Entwicklungsqualität mehr beim fotochemischen Film, worin genau die Problematik des Unterfangens liegt.
Wenn es dann noch heißt, die herrliche Körnigkeit des 70mm-Bildes hätte eine ästhetische Qualität, dann hat jemand die Grundlagen der Filmformate und der Filmtechnik, ja das Ideal alle Erfinder, Techniker und Ingenieure, nicht verstanden, denn ein Bild ist optimalerweise feinkörnig und scharf abzubilden: genau das wäre auch die Intention des hier erwähnten 70mm-Filmformats.
Wer andererseits das grobe Korn liebt, möge einen Film in Super 16mm aufnehmen, welches zudem über eine bessere Schärfentiefe verfügt.
Da offenbar alle anstrebenswerten bildtechnischen Ziele bei "Licorice Pizza" nicht erreicht worden sind, muss halt die Kinostandortwerbung herhalten, um einer missglückten Filmkopie die höheren Weihen zu verleihen.
Vor diesem Hintergrund werden auch die Errata im Marco Gomes Artikel zum Savoy Hamburg umso deutlicher:
https://szene-hamburg.com/70-millimeter-film-savoy-kino/
Am 6.2.2012 zeigt das Eulenspiegel Filmtheater in Essen "Charlie und die Schokoladenfabrik" von Gene Wilder aus dem Jahre 1971 auf 35mm. Sehenswert ist natürlich auch dass drei Jahre später gedrehte Remake von Tim Burton.
Das klassische 50er Jahre Filmtheater beherbergt in Foyer auch eine film- und kinohistorische Ausstellung.
Vor Beginn der Vorstellung soll es auch eine Einführung oder Erklärung zum Wesen des 35mm Films im Kino geben und der bestehenden Projektionsanlage: diese besteht unter anderem aus einem klassischen Philips DP70 Projektor für 35 mm 70 mm Wiedergabe, welcher erst vor kurzem beispielhaft von der Firma Kinotechnik Höger überholt wurde, als mit "Joker" sogar ein 70mm Start gebucht wurde.
https://filmspiegel-essen.de/filme/1971-charlie-und-die-schokoladenfabrik/
26.1.2022 bringt das Kino Arsenal in Berlin den Tim-Burton-Klassiker "Edward Scissorhands" von 1990.
Nach der seit Jahrzehnten unbefriedigenden Situation mit der Farbqualität bei 70mm-Altfilmkopien (Eastman Color Color fading) wie auch in neueren Kopierungen etwa der letzten 20 Jahre, liegt hier nun eine Filmkopie vor, welche auf dem neueren, gering fadenden LPP Stock gezogen wurde doch so einer Zeit, in der die Serienkopierung in der Industrie noch gut ausgelastet und damit noch intakt war.
Wie für den Zeitraum zwischen 1971 und 1991 fast ausnahmslos üblich, handelt es sich jedoch um eine sogenannte blowup
-Kopie vom 35mm-Negativ. Das Tonformat ist Dolby A-Magnetton.
Stilistisch paaren sich Elemente aus Technicolor-Klassikern wie "The Wizard of Oz", mit Verfremdungen aus der Zeit des Expressionismus, mit Screwball Comedies aber auch mit Anspielungen an die family plots eines Steven Spielberg oder Robert Zemeckis.
In der Apotheose könnte man womöglich sogar eine Anspielung an David Leans Szene eines vereisten Hauses in "Doktor Schiwago" wiedererkennen:
https://m.youtube.com/watch?v=d9PlKlirxT4
https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/8825/2923/kontakt.html
https://m.youtube.com/watch?v=TBHIO60whNw
Bildquelle: http://ww1.123movieshq.org/
Ab dem 27. Februar 2020 läuft "Death on the Nile", Kenneth Brannaghs neueste 65mm Produktion, in einer vom Digisat ausbelichteten 70mm-Kopie im Arcadia vor Mailand auf 30 Meter Bildbreite. Die derzeit größte, für das 5-perf 70mm-Format nutzbare Bildwand in Europa.
Save the date:
Im Centrum Panorama Varnsdorf werden während des Festivals vom 20. bis 22. Mai 2022 unter anderem die alte Premieren-Kopie von PLAY TIME auf 70mm gezeigt wie auch zwei Sensurround-Filme auf 35mm zur Aufführung gebracht.
Das Fim Gorum in New York, ein Independent Kino seit 1970, erhielt über die Japan Foundation 16 rare (und normalerweise exorbitant teure) Ausleihen von 35mm-Kopien mit Toshiro-Mifune-Filmen von Akira Kurosawa:
https://filmforum.org/series/toshiro-mifune
Während DEATH ON THE NILE
https://m.youtube.com/watch?v=ij2ztHOOe9s
in zwei der drei deutschen Premieren-Theatern in Hannover, Essen und München in die dritte Spielwoche geht, steht auch der Termin für das
15. 70mm FILM FEST KRRR! in Krnov (vormals Jägersdorf) in der Tschechischen Republik: 1.-3. April 2022.
Vorlesungen: Am Freitag wird ein Vortrag über die Narration in Spielfilmen vorbereitet. Ein Vortrag über Cinema 180 ist für Samstag um 17 Uhr vorgesehen. Der Vortrag von Aleksas Gilaitis aus Litauen über den sowjetischen Propagandafilm und seine Projektion ist für Sonntag geplant. Der 65-mm-Horror-Kurzfilm "Daughter of Dismay" ist ein weiteres Vorhaben.
Unter unter den Langfilmen stehen bereits die Titel
SILVERADO
https://m.youtube.com/watch?v=DnvbcPmRsKI
so wie
ALFRED THE GREAT
https://m.youtube.com/watch?v=v1MQZ74HMIg
auf dem Plan.
Kontaktadressen für Ergänzungen und wesentlich genauere Angaben:
https://www.krrr.cz/
https://m.facebook.com/KRRRRRRRRRR/?fref=nf
https://m.youtube.com/watch?fbclid=IwAR0H_EwLSCYaRSIOd17tYkEyCp1LJEaeyByiB8JyMmxiNzox4fDPQctXmXk&v=N6igIYak6rs&feature=youtu.be#
Paul Thomas Anderson in 35 mm:
BOOGIE NIGHTS
so wie
THERE WILL BE BLOOD
Im Gartenbaukino Wien:
https://fb.me/e/e6cVDxmre?ti=as
Kino Arsenal - Berlin:
David Finchers ALIEN 3 (O.V.)
3.3.2022, 20:00 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=XpVyLsbBCpk
http://www.robots-and-dragons.de/news/17709-alien-3-was-aus-der-fortsetzung-hatte-werden-konnen
Am 31.5.2022 läuft im Academy Museum in Los Angeles STAR WARS.
In der weitgehend authentischsten Version, die vorstellbar ist - das Gegenteil von Special Editions oder Wiederaufführungen respektive Digisaten.
Es handelt sich um eine 70mm direct blow up-Kopie vom 35mm-Originalnegativ mit ungewöhnlicher Schärfe (eventuell wurden weltweit nur 30 Kopien gezogen in dieser Weise). Allerdings muss man mit einem gewissen Color Fading leben, das typisch ist für das Eastman-Color-Verfahren dieser Zeit.
Auch besitzt diese Kopie den frühen Dolby-A-Magnetton mit baby boom-Subwoofer-Signalen.
https://www.academymuseum.org/en/programs/star-wars-017f31fd-10cf-e26f-6c54-ed20a5ac0d79
KRRR!!!
Das 70mm Festival in Krnov, ehemals Jägersdorf, zeigt in diesem Jahr in 70mm:
Friday 1 April 2022
13:00 Alfred the Great (1969) 122 min.
16:00 Kong: Skull Island (2017) 118 min.
19:15 Opening + Grease (1978) 110 min.
Saturday 2 April 2022
9:00 Kelly's Heroes (1970) 144 min.
12:00 Lunch
13:30 Lecture on Distribution by Michael Málek
14:15 Daughter of Dismay (2019) 9 min.
15:00 Silverado (1985) 133 min.
18:15 Chorus Line (1985) 113 min.
21:00 Death on the Nile (2022) 127 min.
Sunday 3 April 2022
9:00 A lecture by Aleksas Gilaitis
10:15 Grand Prix (1966) 176 min.
14:00 Chip Ahoy + Beauty and the Beast (1991) 7+84 min.
"Ben Hur" (1959).
Verkleinerungskopie von 65 mm.
Gedupte Vorführkopie auf 35mm mit deutschen Untertiteln.
15 4.21, 13:00 Uhr, Schauburg, Karlsruhe.
De facto handelt es sich um eine der fragwùrdigsten Fassungen, welche die Kopierwerks-Geschichte aufzubieten hat: stark unausgeglichene Lichtbestimmung, all zu grobes Korn, zu steiler Kontrasf, etwa um 30 % beschnittenes Bildformat, mangelnde Schärfe, in Sprach-Direktionalität zurückgenommener Stereoton.
Werbetext des Hauses:
"William Wyler setzte 1959 mit seiner Verfilmung des Romanklassikers ,,Ben Hur" in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe. Die menschlichen Mühen, die hinter diesem Monumentalfilm stehen, lassen sich von der schweißglänzenden Stirn seines Hauptdarstellers ablesen. Das Werk unterstützt seine zutiefst christliche Botschaft durch eine atemberaubende Bilderschau und erhabene musikalische Klänge. Selten gab es eine ähnlich kunstvolle Verstrickung von Historiendrama und Mythos, die uns in den abenteuerlichen Strom vergangener Zeiten reißt und von den Geschehnissen berauscht wieder auftauchen lässt. Ein Gigant von einem Film. (Jonas Göken)".
Normalerweise hält man sich aus anderer Leute Angelegenheiten heraus, aber wenn man sieht, wie Lieblingsfilme, die man ja hat, vermarktet und offeriert werden, tut es weh.
Selber betrifft es einen zwar nicht mehr substanziell, denn man hat den Film von anno dazumal in guter Erinnerung, aber man leidet eben für Andere, und Andere oder Nachwachsende haben so etwas m. E. nicht verdient.
Was ist der Kern einer solchen Veranstaltung?
- das Zitieren von production values?
- die Monstranz einer Umkopierung von vor 20 Jahren?
- christliche Wertevermittlung im Sinne des American way of life?
- Historiendrama und Mythos?
- SR.D-Ton?
- gröbstes Korn und sprunghafte Licht-Bestimmung?
Es ist stets auffällig, wenn Kinos ihr Marketing über Verantwortlichkeit gegenüber der Filmgeschichte stellen, mit Superlativen werben, die dann in der umgesetzten Veranstaltung nicht mehr zum Tragen kommen.
Die Alternative wäre gewesen: Einsatz einer 70mm-Kopie, wie auch auf anderen europäischen Festivals möglich, oder in der Ermangelung einer solchen Fassung: Spielen einer 35mm-Technicolor-Fassung.
https://www.academymuseum.org/en/programs/2001-a-space-odyssey-017f31f0-10ff-855a-ee09-58692a191451
Erklärungen zu dieser seit 2018 im Einsatz befindlichen Version wären meines Erachtens angemessen, und kritische Kommentare zu dieser seit 2018 virulenten "neuen" Duplikat-Version dürften Bände füllen.
Aber solange Film "knistert", der Projektor ausgestellt wird und Kubrick im Titel noch lesbar ist, ist die Welt in Ordnung?
Kenner des Films entsetzt das "Absaufen von Details" (gängiger Kopierwerksbegriff) in dunklen Szenen, ein durchgehend gelb-grüner Farbstich und eine völlige Verfärbung der Weißflächen so wie ein nunmehr "doppeltes Dup" mit entsprechenden Schärfeverlusten etc.
Die gleiche Version wurde auch in Deutschland seit 2018 eingesetzt, etwa in der Lichtburg Essen, Zoo Palast Berlin oder Schauburg Karlsruhe.
In letzterem Haus läuft diese verstörende Version neuerlich am 18. April 2022, obwohl man ebensogut die etwas ältere, farblich verblasst-rötliche, jedoch in der Schärfe überragende deutsche Premierenkopie hätte einsetzen können. Sehr schade!
7. PANORAMA WEEKEND - Centrum Panorama Varnsdorf (Tschechische Republik)
vom 20. Mai - 22. Mai 2022.
Das bisher traditionell im Herzen des Neisse-Filmfestivals eingebettete historische Festival bedient auch in diesem Jahr sowohl seltene 70mm- wie Soundformate.
Die neueste Errungenschaft ist die Anschaffung eine Sensurround-Anlage. Auf ihr werden die Filme "Schlacht um Midway", "Achterbahn" und "Erdbeben", in 35mm vorgeführt werden.
In 70mm sind in diesem Jahr die Blow ups von "The Untouchables", "Aliens" zu sehen.
So wie die auf Large-Format-Negativen gedrehten Titel "Play Time", "Porgy and Bess" so wie "Der grosse Wall" in zeitgenössischen Vintage-Kopien, etwas gefadet, aber noch original vom Kameranegativ (ohne Dupschritte) hergestellt und daher von vorzüglicher Schärfe.
(//)DER GROSSE WALL - im Centrum Panorama Varnsdorf
In der Reihe (... diese müsste noch gegründet werden) der "lost and forgotten panoramic films" eine fernöstliche Perle:
THE GREAT WALL (Jap 1962, "Super 70 Technirama")
https://m.youtube.com/watch?time_continue=2&v=bOR35TaeZqg&feature=emb_logo
"Zur Zeit des Bürgerkriegs 230 v. Chr. formiert König Cheng seine Armee, mit deren Hilfe er schließlich die anderen Herrscher besiegt. Er vereinigt China zu einem großen Kaiserreich, an dessen Spitze er selbst unter dem neuen Namen Shi Huang Ti steht. Mit eiserner Hand sorgt er für eine Absetzung der bisherigen Feudalherrschaft, indem er einen Verwaltungsapparat installiert. Damit sind seine Pläne aber noch nicht beendet. Nach einem Überfall auf seinen Palast, der seiner Frau das Leben kostet, befiehlt Shi Huang Ti den Bau einer großen Mauer von Ost nach West, die China vor zukünftigen Angriffen schützen soll. Straßen und Kanäle werden auf des Kaisers Veranlassung ebenso durch Zwangsarbeiter gebaut. Aus dem Volk heraus, das unter der Last zusammenzubrechen droht, entwickeln sich immer wieder Verschwörungen, die den Tod des Kaisers zum Ziel haben. Aber die Attentäter bleiben zunächst erfolglos."
Zit. aus: https://dirtypurple.home.blog/2019/09/24/hd-der-große-wall-1962/
(Inspektion der Filmkopie vor ein paar Jahren in der Kühlkammer:
- für ihr hohes Alter nicht rosarot, eher angenehm dicht
- kaum mechanische Abnutzungen.
- deutsch synchronisierter Mono-Magnetton
- Betrachtung des Bildfeldes und Randumfeldes: nicht in "Super Technirama 70" gedreht [oder wie annonciert in "Super 70 Technirama"], sondern sphärisch im Vista-Vision-Format, leicht aufgeblasen auf 70 mm in aspect ratio 2.2:1
- Keine Dupkopie, sondern eine qualitativ überlegene Direktkopie vom Originalnegativ mit der bisher besten Schärfewiedergabe)
Bei derselben Produktionsgesellschaft entstand zwei Jahre zuvor "Buddha" in 70mm, in der mythologischen Tradition sehr nahe an "'The Ten Commandments" von Cecil Blount DeMille. (Wir sind auf der Suche nach einer Kopie unter Bemühung japanischer Kontakte.)
Eine fast komplette Filmreihe über Ginger Rogers und Fred Astaire im Berliner Arsenal-Kino, März 2022: https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmreihe/cheek-to-cheek-filme-mit-ginger-rogers-und-fred-astaire/#future-25
Das Prince Charles Cinema in London zeigt am 25. und 27. März eine ausgewählte Kopie von "A Clockwork Orange".
Sie trägt den Stempel "SK approval" und soll beweisen, dass damit der ursprüngliche Look des Films erhalten geblieben ist.
Anhand der grünlich und schief ins Licht gehaltenen Clips kann man dies wahrlich schwer erkennen.
Auch hatte SK meines Wissens selten Filmkopierwerke aufgesucht und daher in den letzten zwei Jahrzehnten seinen Mitarbeiter Leon Vitali beauftragt, Neukopierungen zu testen.
Am fachkundigen Auge von Vitali dürfen wiederum mehr als Zweifel angemeldet werden, wie unter anderem seine letzten Editionen, beispielsweise die Home Cinema Version von "2001", belegten, deren Herstellung und mehr als anfechtbare Güte er mystifizierte.
Aber es kann niemals schaden, ein Filmtheater aufzusuchen und sich selber einen Eindruck zu verschaffen.
Bildquelle: We've got an absolute stunner of a 35mm print of Stanley Kubrick's A CLOCKWORK ORANGE in store for you this weekend! Catch the classic on 25th & 27th March, as part of our Kubrick on Film season. 🎟️ https://bit.ly/3woivFj
Panorama Weekend im Centrum Panorama (Varnsdorf vom 20.5.-22.5.2022) bringt
ALIENS - DIE RÜCKKEHR
USA 1986, deutsche Fassung, Dolby-A-Magnetton [Wiedergabe via hochwertige Dolby Model 363, Cats. 300. Neue Lautsprecheranlage].
Ungefadeter LPP print in korrekter Lichtbestimmung, welcher in Los Angeles in den DeLuxe-Laboratories gefertigt wurde, allerdings in der Cameron-typischen blauen Beleuchtung der Sets abgestimmt ist.
Synopse:
"Nach 57 Jahren wird Ellen Ripley (Sigourney Weaver) endlich aus dem Kälteschlaf geholt. Vor einem Untersuchungsausschuss berichtet sie über die Vorkommnisse auf der "Nostromo" und über die Alien-Eier auf dem Planten LV-426. Auf diesem Planeten siedeln inzwischen sogar Menschen, zu denen jedoch vor Kurzem jeder Kontakt abgebrochen ist. Eine Militärmission wird vorbereitet, die nach dem Rechten sehen soll - Ripley ist als Beraterin vorgesehen. Zunächst sträubt sie sich, doch letztendlich stimmt sie zu. Es dauert nicht lange, bis die Truppe in einen blutigen Kampf gegen eine Vielzahl von Aliens verwickelt wird..."
zit. aus: https://www.filmstarts.de/kritiken/2167.html
https://www.youtube.com/watch?v=y-5QzvSeUfo&feature=emb_logo (https://www.youtube.com/watch?v=y-5QzvSeUfo&feature=emb_logo)
Ein Kriegsfilm? Letztlich möge das Publikum die Subtexte herausfinden.
"Die meisten Filme über Amerikas Kolonialismus nach dem Zweiten Weltkrieg sind bemerkenswert frei von Gier als Motiv. Pro-Kriegs-Propagandafilme wie 12 Strong (2018) zeigen, wie die Amerikaner in fremde Länder wie Afghanistan im Namen der Sicherheit und des Humanismus einmarschieren und nicht, um den Leuten ihr Hab und Gut zu stehlen. (...) Die imperiale Gewalt ist unbefleckt von Gewinnstreben. Der Krieg in Antikriegsfilmen ist ein Albtraum. Aber Albträume kann man nicht kaufen.
Aliens (1986), der 57 Jahre nach Alien (1979) spielt, scheut sich weniger, die Art und Weise anzusprechen, wie der Krieg mit einem blutigen Zischen aus dem Bauch des Kapitalismus hervorbricht. (...)
Die Menschen sind für Ripley kapitalistische Verräter; die Außerirdischen führen einen einfacheren, reineren Krieg um das Überleben der Spezies. Man könnte dies als einen Kommentar zu Kolonisierten und Kolonisatoren lesen, mit den Menschen als den fremden Eindringlingen und den Außerirdischen als Analogie zu den Vietcong, die ihre Heimat verteidigen. Regisseur James Cameron sagte, der Vietnamkrieg habe ihn zu seiner Darstellung der prahlerischen, redseligen Marinesoldaten inspiriert, die zum Kampf gegen die Monster entsandt werden. "Na, ihr Süßen, worauf wartet ihr noch? Frühstück im Bett? Es ist ein weiterer glorreicher Tag im Korps!" (...)
Ein Kampf zwischen rivalisierenden Kolonialmächten in den 1980er Jahren klingt wie eine Analogie zum Kalten Krieg, mit den Menschen als den geldgierigen Ausbeutern, die von den Interessen der Konzerne in den Konflikt hineingezogen werden, und den Außerirdischen als dem kommunistischen, abweichenden, insektoiden Bienenstock. Die Außerirdischen haben ein gemeinsames Brutgebiet. Sie unterwerfen das individuelle Fleisch dem monströs-abartigen Kollektiv. Sie pflanzen ihre Brut als fünfte Kolonne in deinen Brustkorb. Sie könnten es auch Genosse Facehugger nennen."
[Übs. aus folgender Originalquelle: https://medium.com/arc-digital/alien-money-5934e8ca2a85 ]
Ein feministischer Film? Letzlich ist auch die Geschichte des Feminismus komplexer.
"Aliens, einer der erfolgreichsten Filme mit Altersfreigabe, war wahrscheinlich nie dazu gedacht, ein Leuchtturm der feministischen Hoffnung zu werden. (...) Aliens ist keine Frauengeschichte, aber es ist eine Frauengeschichte, und das war vielleicht etwas, von dem die Produktionsfirma 20th Century Fox nicht dachte, dass sie sich ein zweites Mal darauf verlassen könnte. (...). Ripley ist dazu da, die Geschichte zu tragen und uns auf eine Reise mitzunehmen. Sie ist nicht geschminkt oder in schmeichelhafte Kleidung gekleidet, ihr Haar weht nicht, und obwohl sie in Unterwäsche auftritt, tun dies auch die Männer. (...)
Während Ridley Scotts Original den Weg für die Figur als unwahrscheinliche Actionheldin geebnet haben mag, war es Camerons Aliens, der sie als Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Geschlechter festigte. Aliens ist ein kulturell bedeutendes feministisches Artefakt, weil hier nicht ein Geschlecht über das andere triumphiert. Die Weiblichkeit wird nicht kompromittiert, um in eine Männerwelt zu passen, auch nicht im Angesicht einer terrorisierenden außerirdischen Spezies. Beide Geschlechter spielen eine gleichberechtigte Rolle im Kampf ums Überleben."
[Übs. aus folgender Quelle: https://the-dots.com/projects/aliens-at-30-in-praise-of-james-cameron-s-feminist-masterpiece-343908 ]
Weiterführende Links: https://medium.com/@petitangebrun/is-alien-still-a-feminist-film-8f9e93271d7d
Dokumentation:
https://texasarchive.org/2014_00560
Die Reihe WIEDERENTDECKT im Deutsch-Historischen Museum (Zeughaus Kino) zeigt monatlich potentielle Klassiker, in 35mm- und auch 16mm-Formaten:
In 2022 bisher folgende Titel:
Freitag
04. MÄRZ 2022
18.30 Uhr
Barcarole
Barcarole (D 1935), R: Gerhard Lamprecht, B: Gerhard Menzel, K: Friedl Behn-Grund, D: Gustav Fröhlich, Lída Baarová, Willy Birgel, Will Dohm, Hilde Hildebrand, 88' · 35mm
Einführung
Freitag
04. FEBRUAR 2022
18.30 Uhr
Marianne – Meine Jugendliebe
Marianne – Meine Jugendliebe (BRD/FR 1955), R/B: Julien Duvivier, K: Léonce-Henri Burel, M: Jacques Ibert, D: Marianne Hold, Horst Buchholz, Udo Vioff, Michael Verhoeven, Isabell Pia, 108 · 35mm
Einführung
Freitag
07. JANUAR 2022
19.00 Uhr
Ziel in den Wolken
Ziel in den Wolken (D 1938), R: Wolfgang Liebeneiner, B: Philipp Lothar Mayring, Eberhard Frowein, nach dem Roman Das Ziel in den Wolken von Hans Rabl, K: Hans Schneeberger, Eberhard von der Heyden, M: Wolfgang Zeller, D: Albert Matterstock, Leni Marenbach, Brigitte Horney, Werner Fuetterer, Volker von Collande, 99' · 35mm
Einführung
https://www.dhm.de/zeughauskino/filmreihe/wiederentdeckt-2022/
Anfang April zwei 35mm-Vorführungen im Eva Kino in der Blissestr. in Berlin: zum einen einen Film von Theo Lingen und zum anderen einer von Gerhard Lamprecht:
Im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main eine Nicolas-Ray-Reihe, vermengt mit DCPs und 35mm-Kopien.
Das entspricht der Mischung heutiger kommunaler Kinos, um ein Stück weit auf das historische Kinoformat zurückzugreifen und in der anderen Hälfte bereits die Digisate mit vorzustellen.
Allerdings liegen drei Titel von Ray im 70mm-Format vor, zwei Titel wären innerhalb Deutschlands sofort greifbar gewesen ("König der Kõnige", "55 Tage in Peking"). Von "Land der langen Schatten" auf 70 mm hat man seit 1963 hingegen nichts mehr gehört.
Früher hatte das DFM regulär stets alle greifbaren 70mm Fassungen innerhalb der jeweiligen Reihe mit herangezogen.
Nach dem Managementwechsel des Hauses vor etwa zehn Jahren, aber auch dem Beginn des Repertoire-Spiels im unweit gelegenen Karlsruhe, hat man vermutlich den Einsatz von 70mm Fassung letzterer Örtlichkeit überlassen in der Annahme, am original large-format Interessierte würden die dort größere Bildwand. Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass es auch eine analytisch-wissenschaftliche Beschäftigung auf der Basis der Bildwissenschaft geben muss, sowohl im Kinosaal als auch im Bildwerferraum für geneigte Zuschauer. Ein Ansatz, welcher in einem kommerziell betriebenen Filmtheater nicht vermittelt werden könnte.
Heute
Sonntag 03.04.2022
20:30 Uhr
THE SAVAGE INNOCENTS
Weiße Schatten
Frankreich/Italien/Großbritannien 1960. R: Nicholas Ray. D: Anthony Quinn, Yoko Tani, Peter O´Toole. 110 Min. 35mm. OmspU
Original version with Spanish subtitles
"2001: A Space Odyssey" im Hamburger kommunalen Kino Metropolis in 35mm.
Nils Daniel Peiler, welcher auch eine "2001"-Ausstellung im DFM Frankfurt am Main mitkurariert hatte und ein Buch zum Film geschrieben hatte, hält eine Einführung.
Die angebliche Besonderheit der 35mm-Kopie wurde im Programmtext hervorgehoben, allerdings wird nicht begründet, aus welchen Eigenschaften die Filmkopie besteht, wo und wann sie angefertigt wurde, von welchem Negativ und in welcher Lichtbestimmung und mit welchem Tonformat.
Die noch verfügbare neuere Warner-Fassung, die ich vor 6 Jahren gespielt hatte, hatte eine Auflösung noch unterhalb des Niveaus der alten Blu-ray-Disc von 2008, einen starken Dup-Charakter sowie Verfärbungen der Weißflächen: grün-blau-grün in der Grundabstimmung.
Eine andere Fassung oder bessere gar wäre auch nicht ohne Weiteres heranzuholen und bedurfte eines vertieften fachlichen Einblicks und langjährig gepflegter Beziehungen.
https://www.metropoliskino.de/index.php?id=29
Im Hamburger Inselkino läuft am 24.4.2022 ein Festival des Super-8-Films:
https://m.facebook.com/events/465724958570879
Annonce aus Karlsruhe, seitens Schauburg:
"70mm Madness über Ostern im Schauburg Cinerama, Karlsruhe
Oster-Samstag 16.4.
14:30 Uhr
TOD AUF DEM NIL
deutsche Fassung - 70mm Kopie
--------------------------------------------------
Oster-Sonntag 17.4.
13:00 Uhr
LICORICE PIZZA
deutsche Fassung - 70mm Kopie
--------------------------------------------------
Oster-Montag 18.4.
12:00 Uhr
2OO1 - Odyssee im Weltraum
deutsche Fassung - 70mm Kopie
19:00 Uhr
Doube Feature
STIRB LANGSAM &
STIRB LANGSAM 2
deutsche Fassungen - 70mm Kopien - Dolby A Magnetton
presented on the curve ..."
Madness, Yippi Yeah, fucking loud.
Ein Vokabular, welches keine filmästhetische oder kinohistorische Aufklärung voran bringt, geschweige denn etwas über Kameraarbeit, Tonmischung oder Bedingungen der Filmkopierwerke beleuchtet.
In einem kommunalen Kino wäre eine solche Publikumsansprache undenkbar.
Das relativ neue Blackbox-Kino der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (führendes staatliches Archiv für das deutsche analoge Filmerbe) zeigt neben den aktuellen Aufgaben gängiger kommunaler Kinos (Länderreihen etc.) gelegentlich auch noch Repertoire auf 35mm-Sicherheitsfilm.
Hier zum 125. Geburtstag von Kurt Gerron EIN TOLLER EINFALL:
Synopse:
Paul soll eigentlich das Schloss seines Onkels während dessen Abwesenheit hüten, doch durch eine Verkettung von Missverständnissen und Zufällen, wandelt er den Herrensitz kurzerhand zu einem Hotel um. Personal wird engagiert und alles läuft prima, wären da nicht der Manager einer Revue-Tanzgruppe mit samt seiner charmanten Tänzerinnen. Diese verdrehen den männlichen Gästen den Kopf und verwandeln Schloss Birkenfels in ein Tollhaus. Mittendrin Paul, der wiederum von allen Frauen umschwärmt wird.
,,Filmhistorisch bedeutsam als eine der vergleichsweise wenigen Regie-Arbeiten Kurt Gerrons, der ein Multi-Talent mit außergewöhnlichen Entertainer-Qualitäten war, bis er 1933 aus Deutschland vertrieben wurde." (Lexikon des internationalen Films)
(https://www.murnau-stiftung.de/sites/default/files/movie/Ein%20toller%20Einfall%2003%20Quelle%20Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.jpg)
https://www.murnau-stiftung.de/filmtheater/kinoprogramm/ein-toller-einfall
22. Mai, 11:00 Uhr im Centrum Panorama Varnsdorf (während des dortigen jährlichen Panorama-Festivals):
PLAY TIME (F 1966-67. Mise-en-scène: Jacques Tati))
Review:
"To shoot the film, Tati's choice to use 70mm panoramic stock could not have been more appropriate, more so than any other Tati picture, which were all shot in a box-like aspect ratio of 1:1.33. While the wider strip of film allowed for a greater sense of detail within the frame, the director's choice was impelled by a desire to implement a rectangular widescreen format, since his other films has all been presented in the square 35mm standard of the era. Larger format film stock, especially 70mm, was usually reserved for larger-than-life box-office spectacles filled with grandiose imagery and crowd-pleasing adventure, such as Ben-Hur (1959) or Lawrence of Arabia (1962). Today, finding a movie theater with a 70mm projector capable of capturing its full visual bounty is rarer still. However, Tati described his implementation as follows: "What I find extraordinary is that the device allows the viewer to have a fuller appreciation of a mere pin dropping in a large empty room." And so, Tati's use of the frame does not direct the viewer toward the action as Hollywood spectacles do; rather, he carefully avoids close-ups, which he dreaded, and presents a whole environment onscreen in which the purpose of the scene is not emphasized or visually underlined. Our eyes are meant to explore, to regard the frame's inhabitants and take note of the countless little scenarios and gags that Tati has dreamed up for us. Such a methodology remains unique in cinema and a testament to Tati's art, and his ongoing pursuit to help his audiences identify the comic delights of everyday life.
(https://cinemontage.org/wp-content/uploads/2017/03/Playtime_Feature-678x381.jpg)
Bildquelle: https://cinemontage.org/jacques-tatis-playtime/
In a sense, Tati's film would most closely resemble Charles Chaplin's Modern Times (1938), in that both films present modern industrial and technological amenities through satire. "
Die Detailliertheit, reliefartige Wirkung und Tondynamik ging in einer 2000 analog in Frankreich restaurierten 70mm-Fassung verloren.
Nach anfänglicher Euophorie, denn mit einer Nachkopierung ließen sich immerhin unverblasstere Farben zum Vorschein heben, konnte ein Verständnis dafür geweckt werden, daß die brillante Frontmischung des alten 6-Kanal-Magnettons in seiner Dynamik, Balance und Präsenz durch die neue DTS-Mischung weitergehend eingeebnet worden war: eher flach, ohne gesättigte Bässe und klare Höhen verlor sich die Dreidimensionalität des Raumklangs der 1960er Jahre.
Auch durch die Bildumkopierung über ein neues Interpositiv zum 65mm-Duplikatnegativ und letztlich in vierter Generation zum Originalnegativ hatten Bildschärfe und Auflösung gelitten.
Was zudem an (tendentiell ungesättigter) Farbe in der restaurierten 70mm-Version in Erscheinung trat, waren nirgendwo mehr die Eastman-Color-Farben der Premierenzeit von 1967/68. (Die Grundabstimmung zweier von mir mehrmals angeschauter 70mm-Neukopien war entweder grün-blau-grün oder blau-grün-blau entgleist, selbst das Schwarz war flau und verfärbt. Man hätte mehr erwarten können.) Sämtliche Spekulationen übrigens über eine Graustimmung des Films, die sich in den letzten 30 Jahren breitmachten, etwas via Filter bei der Aufnahme oder in der Filmkopierung sei ein grauer oder monotoner, gar ein entsättigter Look bezweckt gewesen (selbst Sophie Tatichef deutete hier etwas an), konnte jedenfalls meinerseits an keinem Punkt nachvollzogen werden. Die Originalfarben des Film müssen (nicht unähnlich der Weltraum-Odyssee von 1968) als sehr angenehm gesättigten Eastman Color erinnert werden: strikt neutral abgestimmt ohne Filterungen und Entsättigungen. Sofern in PLAY TIME Szenen mit starker Dominanz von Grautönen beeindrucken, sind sie auf monochrome Einfärbungen des Dekors zurückzuführen - niemals hätte dabei aber die normal gesättigten Hauttöne gelitten, wie in allen Versionen der letzten 30 Jahre zu beklagen wäre. (Vgl. auch das oben eingestellte Bild in all seiner Entstellung).
Der (mittlerweile verstorbene) Direktor der Viennale, Hans Hursch, wollte 2016 anhand einer Altfilm- und Archivkopie einigen Aspekten nachspüren, die man ansatzweise noch erahnen konnte. So kam es zum Einsatz der gefadeten Erstaufführungskopie der internationale Fassung von 1968.
Die Unterschiede und Verwerfungen wurden vor dem Publikum kurz erläutert, und einige, die den Film mehrmals gesehen hatten, fanden einige Aspekte der Altfassung besser im Rahmen einer 70mm-Diskussion.
Man sollte aber anerkennen und akzeptieren, daß für ein normales Publikum ein Film in Zersetzungszuständen stets schwer vermittelbar ist, und daß der einfache Unterhaltungs-Wunsch dem Veranstalter Kompromisse aufzwingt, ihn zum Einsatz generell neuer Fassungen zwingt.
Außerdem gibt es die Flucht des heutigen Publikums aus den vorderen Reihen in den hinteren Teil des Kinoparketts: von dort aus obsiegt das Sicherheitsgefühle, aus dem Winkel eines häuslichen TV-Betrachtung die nötige Distanz und Übersicht zurückzugewinnen. Mit anderen Worten: im hinteren Parkett-Teil bis jeder Film ausreichend scharf: der eine Film sieht aus wie der andere.
(Für Diejenigen, welche auch 2022 wieder das Festival im Centrum Panorama besuchen, könnte man anbieten, bei diesem Titel sich in das vordere Saal-Drittel, also recht nah an die Großbildwand, zu setzten, um ein wenig von der alten 70mm-Stimmung zu verspüren. >>> http://www.centrumpanorama.cz/cz/panorama-weekend-2022.html)
Aufgrund von Nachfragen, warum "Ben Hur" in einem Karlsruher Kino, das regulär auch 70mm-Filme mit 6-Kanal Magnetton sammelt, reduziert in einer neuzeitlichen 35mm Dolby-A Lichtton-Kopie liefe, anstatt wie am meisten erlebt und auch am erfolgreichsten in 70 mm Ultra Panavision 6-Kanal Magnetton, kommen vom Hause aus lediglich ausweichende statements, es handelte sich doch um die einzige neuzeitliche Polyester-Kopie mit Untertiteln.
Es ist die damalige Kopie von Neue Visionen Filmverleih, und das haben wir uns auch angeschaut - es wurden noch weitere Kopien gezogen, vom gleichen Negativ.
2383 - das Printmaterial -, wie von der Spielstätte als besondere Marke hervorgehoben, hilft da wirklich nicht weiter, weil man sich besser das desaströse Ergebnis dieser Version vor Augen halten sollte und den Gästen erklärt, wie es überhaupt soweit kommen konnte.
Hollywood Legion Theatre:
FRI. APR. 15-SUN. APR. 17: NOIR CITY HOLLYWOOD
FRI. APR. 15TH @ 7:00PM - TRY AND GET ME! (1951) ON 35MM - In-person introduction by Eddie Muller and Alan K. Rode
FRI. APR. 15TH @ 9:00PM - THE ARGYLE SECRETS (1948) ON 35MM - In-person introduction by Eddie Muller and Alan K. Rode
SAT. APR. 16TH @ 2:00PM - THE PROWLER (1951) ON 35MM - In-person introduction by Eddie Muller
SAT. APR. 16TH @ 7:00PM - THE ACCUSED (1949) ON 35MM - In-person introduction by Eddie Muller
SAT. APR. 16TH @ 9:30PM - CAGED (1950) ON 35MM - In-person introduction by Alan K. Rode
SUN. APR. 17TH @ 2:00PM - THE UNDERWORLD STORY (1950) ON 35MM - In-person introduction by Alan K. Rode
SUN. APR. 17TH @ 7:00PM - NO WAY OUT (1950) -
In-person introduction by Eddie Muller
SUN. APR. 17TH @ 9:30PM - THE BREAKING POINT (1950) ON 35MM - In-person introduction by Alan K. Rode
Karel Zemans ",Die Erfindung des Verderbens" (CSSR 1958) läuft im ältesten Kino der Welt, den Breitenseer Lichtspielen in Wien - 16mm-Fassung:
https://breitenseer-lichtspiele.at/event/jules-verne-die-erfindung-des-verderbens-16mm/
"Hateful 8" - anamorphe Projektion
29.+30.4.22
Polytechnisches Institut, Worcester, USA.
Eine Duplikat-Kopie, die aus diesem Grund nicht den authentischen Eindruck einer Ultra-Panavision-Roadshow vermitteln kann. Es gab nur eine einzige Kopie vom Originalnegativ, also an Direktkopie, und sie wurde auch nur ein einziges Mal vorgeführt, auf einer Pressevorführung in USA.
Somit konnte Tarantino seine vollmundigen Ankündigungen der Revitalisierung von 70mm-Roadshows allenfalls auf der kinotechnischen Ebene verwirklichen, in der Rekonstruktion der Vorführanlagen.
Immerhin eine Leistung, wenn auch nur für die gemacht, die aus irrationalen Gründen Film hochleben lassen: entweder weil sie Filmvorführer oder Techniker sind und es ihnen wichtiger ist, eine Anlage zu präsentieren als sich über die gezeigten Film fachgerecht zu äußern, oder weil sie auf Service-Honorare angewiesen sind.
https://www.eventbrite.com/e/wpi-lens-and-lights-presents-the-hateful-eight-in-ultra-panavision-70mm-tickets-321581277257
Filmforum Duisburg - erstklassig mit 16mm- und 35mm-Technik ausgestattet nebst Ingenieur im BWR bringt:
Donnerstag, den 21.4. eine Archivkopie von "Ödipussi" - im großen Haus. FP 20, 4 kW, Teller, 1:1,66, Mono (Unter dem Motto "Wo ist denn der Scherbolzen für den Trulleberg?")
Donnerstag, den 28.4. eine Archivkopie von "Pappa ante Portas" - im großen Haus. 1:1,66, Dolby A
(Unter dem Motto "Mein Name ist Lohse, ich laufe hier ein!")
Sonntag, den 1.5. eine Archivkopie von "Pippi Langstrumpf" - im großen Haus. 1:1,37, Mono
(Unter dem Motto "Zwei mal drei macht vier")
https://heimatkino.de/filmforum
https://www.rundschau-duisburg.de/?attachment_id=28645 (https://www.rundschau-duisburg.de/?attachment_id=28645)
Kino Arsenal - Institut für Film- und Videokunst zeigt:
GOYA
Regie
Konrad Wolf
UdSSR, DDR / 1971
134 Min.
mit
Mit Donatas Banionis, Fred Düren, Rolf Hoppe, Ernst Busch, Wolfgang Kieling
Originalsprache
Deutsch
Mo 02. Mai 20:00
DF / Arsenal 1
Konrad Wolfs Adaptation von Lion Feuchtwangers Roman ,,Goya oder der arge Weg der Erkenntnis" (1951), situiert in der Zeitenwende zwischen der spanischen Feudalherrschaft unter dem Kreuz eines fundamentalistischen Katholizismus und der zumindest unmittelbar nach der Revolution freiheitlich-bürgerlichen Gesellschaft in Frankreich, zeigt den spanischen Maler Francisco de Goya (1746–1828) als zerrissenen Künstler zwischen Königstreue und Karriere auf der einen, Kritik an Kirche und Staat auf der anderen Seite. "Goya" ist der künstlerisch bedeutendste der acht 70-mm-Filme, die zwischen 1967 und 1973 bei der DEFA entstanden – und eine ihrer aufwendigsten Produktionen. Die Parabel über das Verhältnis von Kunst und Macht wurde in zwei Sprachfassungen (deutsch und russisch) in einem Zeitraum von elf Monaten in Jugoslawien (Dubrovnik u.a.), Bulgarien, auf der Krim (Jalta) und im Kaukasus gedreht, mit Schauspieler*innen aus acht Ländern, 3.000 Kostümen, Waggonladungen von Requisiten und unter Einbeziehung von 120 Gemälden und Originalgrafiken Goyas. (hjf)
***
SPARTACUS, 24.4.22 - Hollywood Legion Theater Los Angeles
("brandneue Kopie" - wie immer das auch ausgehen mag).
Ständiges Repertoire auch in 35mm.
Hollywood Legion Theater: https://www.hollywoodlegiontheater.com/about-us
1. Bild:
http://cinematreasures.org/theaters/59564
2. Bild:
https://www.hollywoodlegiontheater.com/about-us
Zusätzlich zum 70mm- und zum Sensurround-Programm im Centrum Panorama Varnsdorf laufen auch für das Cinema 180 gedrehte Rummelplatz-Filme nebst Ausstellung und als Sahnhäubchen ein Aussschnitt aus dem allerersten 70mm-Film überhaupt, OKLAHOMA von 1955.
Die im diesjährigen "Panorama Weekend" (im Centrum Panorama Varnsdorf) eingesetzten 35mm-Archivfilmkopien sind dem "
Sensurround"-Tonformat gewidmet:
SCHLACHT UM MIDWAY (deutsche Sprachfassung)
20.5.2022 um 21.00 Uhr
Synopse:
Die kaiserliche Marine Japans ist bis 1942 ungeschlagen und hat die amerikanische Marine schwer geschädigt. Der japanische Chefstratege Admiral Yamamoto erstellt einen Schlachtplan, um die wenigen verbliebenen amerikanischen Flugzeugträger zu vernichten. Von den Japanern unentdeckt haben amerikanische Geheimdienstler den japanischen Verschlüsselungscode geknackt. Die Amerikaner wissen nun, was Yamamoto plant, und sind den Japanern einen Schritt voraus.
Erscheinungsdatum: 18. Juni 1976 (Vereinigte Staaten)
Regisseur: Jack Smight
Musik komponiert von: John Williams
Drehbuch: Donald S. Sanford
Produzent: Walter Mirisch
Kamera: Harry Stradling junior
ACHTERBAHN (deutsche Sprachfassung)
21.5.2022 um 13.45 Uhr
Synopse:
Ein Achterbahnunglück erweist sich als ein Sabotageakt, dem wenig später weitere folgen. Bei ersten Ermittlungen kommt der mit der Untersuchung beauftragte Inspektor Harry Calder einem Missetäter auf die Spur, der mit der Androhung weiterer gleichartiger Schreckenstaten eine Million Dollar erpressen will. Calder zieht den Spezialagenten Hoyt von der Bundeskriminalpolizei hinzu. Gemeinsam wollen sie die Geldübergabe bewachen. Doch die läuft schief und ein neuer Sabotageakt bahnt sich an.
Erscheinungsdatum: 10. Juni 1977 (Vereinigte Staaten)
Regisseur: James Goldstone
Musik komponiert von: Lalo Schifrin
Produzent: Jennings Lang
Kamera: David M. Walsh
Drehbuch: Richard Levinson, William Link
EARTHQUAKE (englische Sprachfassung)
21.5.2022 um 20.00 Uhr
Synopse:
Ein fürchterliches Erdbeben erschüttert Los Angeles. Bauingenieur Graff hat gerade eine folgenschwere emotionale Entscheidung getroffen, plötzlich zählt aber nur noch das nackte Überleben.
Erscheinungsdatum: 15. November 1974 (Ersterscheinung)
Regisseur: Mark Robson
Musik komponiert von: John Williams
Kamera: Philip H. Lathrop
Drehbuch: George Fox, Mario Puzo
Produzenten: Mark Robson, Jennings Lang, Bernard Donnenfeld
Anders als die verblassten Youtube-Trailer sind die 35mm-Cinemascope-Vorführkopien in den Farben von Technicolor zu sehen (dye-imbibition printing process).
- Weitere Panorama-Filme sind in Süd-Dtld. angedacht -
Panorama-Weekend vom 20.5.-22.5.22Adress/Adresse:
Centrum Panorama
West 2618
407 47 Varnsdorf
GPS
-Lok: 50° 54'16.139" N, 14° 37'49.049" E
info (a) centrumpanorama.cz
- Direkt am 3-Länder-Dreieck Deutschland/Polen/Tschechien
http://www.centrumpanorama.cz/cz/panorama-weekend-2022.html
Dokumentationen:
Im soeben neu eröffneten Filmrauschpalast in Berlin-Moabit läuft in 35mm jeweils um 20:00 Uhr
am 6.5.22 PEARL HARBOR, USA 2001 (englische F. mit norwegischen Untertiteln) so wie
am 7.5.22 COCTAIL, USA 1988, deutsche Fassung, https://www.filmstarts.de/kritiken/47504.html
THE CONVERSATION (USA 1974, Regie: Francis Ford Coppola).
Am 4.5.22 im Prince Charles Cinema in London.
Jüngst wurde in der Presse vermeldet
( https://thefilmstage.com/francis-ford-coppola-strikes-new-35mm-prints-of-the-conversation-for-nationwide-release/
Hollywood Theater Portland: https://hollywoodtheatre.org/events/the-conversation-new-35mm-print/ ), es seien von diesem Film neue Kopien gezogen worden. Vielleicht ist es sogar eine solche.
https://princecharlescinema.com/PrinceCharlesCinema.dll/WhatsOn?f=1258769
Im Gentofte Theater in Kopenhagen das zweite 70mm-Festival mit "Kong Skull Island", "Licorice Pizza", "Battle of the Bulge", "2010" und "2001".
https://www.biografmuseet.dk/bibliotek/festival/2022_gentofte/galleri/pages/DSC_6068.htm
Der Screenshot von "2001" erinnert mich an die "brandneue Kopie" von 2018. ("brand" abgeleitet von "verbrennen", was wäre besser? Diese Kopie lief im Zoopalast noch schadfrei über die Runden. Schon in der nächsten Spielstätte hagelte es Laufstreifen.
Sieht man auch in diesem Foto).
In Gentofte läuft am 11.5.22 zusätzlich noch GRAND PRIX auf dem Spielplan.
*
Ein seltenes 70mm Screening - man staunt:
Fine Arts Theatre, Beverly Hills, 7.5.22 14:00 Uhr:
ZOO SUIT (USA 1981)
in 70mm und in Sensurround plus.
Fine Arts Theatre spielt ab sofort alle zwei Wochen am Sonntag Nachmittag die breiten Filme.
Die Stätte wurde 1993 renoviert. 2009 geschlossen.
Dann wiedereröffnet - und kämpft seither gegen die Multiplexe:
https://www.latimes.com/local/la-xpm-2012-nov-13-la-me-fine-arts-theater-20121113-story.html
Bildquellen: https://fineartstheatrebh.com/
***
Nachbemerkung:
ZOO SUIT soll letztlich als DCP gelaufen sein. Weitere Informationen über die Existenz oder den Zustand der intendierten 70 mm Kopie liegen nicht vor.
THE FOG - 1979
Den Nebel des Grauens gibt es nun in einer neuen 35mm-Kopie:
https://www.hylandcinema.com/movie/the-fog
Im Rahmen der "KI-Biennale" (K.I. = Künstliche Intelligenz) zeigt die Lichtburg in Essen wieder einmal "2001: A Space Odyssey" in den neuen Kopie von 2018 (welche bereits in ihrer 2018 zweiten Spielstätte - nach einem unbeschadeten Einsatz im Zoo Palast - im nächsten Kino in einem einzigen Durchlauf massiv verschrammte: bis zu 15 Blank-Laufstreifen lassen sich zeitgleich zählen von der ersten bis zur letzten Rolle.
Zudem stimmen die Dichten und Nebendichten der Neukopie nicht, die Farbsättigung läßt zu wünschen übrigen, bisweilen glaubt man sich in einen "Zweifarbenfilm", der vor hundert Jahren gedreht sein könnte, zurückversetzt, es dominieren doch fast nur Opalgrün und ein unklares Weiss.
Weltweit sind alle Kopien dieses Jahrgangs annähernd gleich: der Regisseur hätte sich vermutlich im Grabe umgedreht.
Immerhin wurde 2018 aus zwei unterschiedlich erhaltenen Duplikatpositiven das Beste zusammengeschnitte für die Gewinnung eines neuen 65-mm-Duplikatnegativs (zu englisch: "Internegativ"), was eine vollkommen neuem aufwendige Lichtbestimmung nach sicht zog, die sichtbar bemüht war, die Raumschiffe aus den Farbstich bisheriger Filmkopien zu befreien und ihnen tendentiell wieder ihr Weiss zukommen zu lassen.
Der Ton ist tauglich von den Magnettonmastern auf DTS umgespielt worden und wurde bereits Ende 2000 digitalisiert und verbessert.
Zu erinnern ist außerden am den Cinerama Europa Palast in der Viehofer Strasse in Essen mit seiner einst 28 Meter breiten und 146 Grad gekrümmten Riesenbildwand, auf dem dieser Film seine beste Zeit hatte. Leider wurde der Europa Palast im Zuge eines CinemaxX-Neubaus am Berliner Platz vor zwei Jahrzehnten geschlossen und umgewidmet. Weder CinemaxX noch Lichtburg können bei Präsentation von 70mm-Filmen als auch nur entferntester Ersatz erachtet werden.
https://filmspiegel-essen.de/filme/1968-2001-odyssee-im-weltraum-70mm/
Im Filmtheater in den Hackeschen Höfen lief im April ALTERED STATES von Ken Russell: in 35mm. Ein neuwertiger Kinotonprojektor wurde vor knapp einem Viertel Jahr installiert.
Der in Deutschland etwas unglücklich als "Der Höllentrip" vermarktete Streifen beeindruckt durch psychedelische Szenen und eine unter die Haut gehende Filmmusik.
Gleichwohl sah man bereits zur Premierenzeit die Budgetbegrenzungen, die in den optischen Trickarbeiten offenbar werden.
Der Film ließ in London zur Premiere auch in 70mm und Dolby-A-Magnetton mit Subwoofer-Einsatz und Split-Surround.
https://www.hoefekino.de/filme/der-hoellentrip-25431/
Malling Bio in Arhus Dänemark
https://mallingbio.com/
zeigt im Juni 2022:
"IM JUNI WIRD EIN ALTES VERSPROCHEN
ERFÜLL
Drei Riesenfilme hintereinander im
kleinsten 70mm-Kino der Welt:
(Termine und Spielzeiten folgen bald)
Zwei "Neue" mit DTS/Datasat digital
Audio DUNKIRK (2017) und TENET (2020)
Ein "Vintage" mit einem 6-spurigen
magnetischen Sound. BLAKE EDWARDS'
THE GREAT RACE / Race of All Times
(1965) - speziell für alle, die schon länger
nach etwas Lustigem suchen, um die
vielen zutiefst seriösen Filme abzuwägen,
die seit der Wiedereröffnung auf dem
Bildschirm waren Es ist Corona. -Dann
atme tief ein und betritt die weltweit
größte Glücksspielfarce für die ganze
Familie!
Maling Bio ist das einzige Kino in der
Provinz, das diese Filme auf "echten"
70mm-Film zeigen kann!"
(Aus dem dänischen übersetzt)
Music Box in Chicago veranstaltet im Juni ein 70mm-Festival.
Der Ankündigungstext zeugt von längerer Beschäftigung mit der Thematik:
THE MUSIC BOX 70MM FILM FESTIVAL 2022
FRI, JUN 17TH, 2022 TO THU, JUN 30TH, 2022
Sponsored by MUBI
Passes & Tickets on Sale Friday, May 20th at Noon for Music Box Members & Monday, May 23rd at Noon for the General Public
Back in March 2020, the Music Box Theatre's 6th 70mm Film Festival was abruptly interrupted by COVID-19. We closed our theater the Monday of the second week of the festival and somberly packed up dozens of reels of film and shipped them back to the studios with the idea that we'd pick up where we left off "when things get better." It was a truly miserable week, not only because of the logistical hassle of canceling screenings, but also the uncertain future of the movie industry. How long would this last? Would independent movie theaters survive? Would the film labs and Kodak survive if production of new films halted? Will we ever be able to screen HELLO, DOLLY! again? Today, the answer to those questions is mostly positive, with the Music Box running more film than ever and audiences more excited about it. So two years later, we're going to try this again!
As the centerpiece of our 7th 70mm Film Festival, we're very proud to present two glistening new prints from Universal Studios (both made shortly before the pandemic shutdown): SPARTACUS, in a new 70mm print created from a 4K digital restoration, which has only screened once before; and AIRPORT, in a new print created directly from the original film elements. In fact, the Music Box Theatre will host the first public screening of this new print of AIRPORT, which has been unavailable in a good quality print for decades.
Also screening is a world premiere of a brand new 70mm restoration of HERE'S CHICAGO! THE CITY OF DREAMS, a travelog of Chicago from 1983. Restored by the Chicago Film Society from the only surviving 70mm print, this 13-minute film contains stunning footage of the City at its best. HERE'S CHICAGO will be paired with BRAINSTORM, also released in 1983 and directed by special effects wizard Douglas Trumbull.
Returning to the festival after a brief quarantine period is our 70mm print of 2001: A SPACE ODYSSEY, made specifically for the Music Box Theatre, plus 70mm heavyweights WEST SIDE STORY and LAWRENCE OF ARABIA. In addition, HELLO, DOLLY! returns for one last screening (in a particularly lovely archival print) after her 2020 screening schedule was cut short. Also on the schedule are Walter Hill's Western GERONIMO: AN AMERICAN LEGEND, John Carpenter's STARMAN, and Jim Henson's THE DARK CRYSTAL, all screening in gorgeous, vintage blowup prints from the year of their original release.
Despite renewed interest in 70mm, the format still requires great care in handling and presentation. Many of the prints screened in this festival are one of a kind and cannot be replaced, and a great many films we'd like to show are simply unavailable (though that doesn't mean we'll stop searching!). There is only one lab left in the world that can process and print 70mm film, and the success and continuation of the format depends on the interest of the public and the talents of the filmmakers, technicians, lab workers, and projectionists who bring these films to the screen.
COOL HAND LUKE (1967) in einer neuen 35mm-Kopie:
https://fb.me/e/5kQfLAViB?ti=cl
Inspiriert von der Filmkritikerin Frieda Grafe eine 35mm Reihe im Filmmuseum Wien:
FOOLISH WIFES (Erich von Stroheim, 1922) – in 35mm, live am Klavier begleitet von Elaine Loebenstein und eingeführt von Karola Gramann & Heide Schlüpmann
AVANTI! (Billy Wilder, 1972) – in 35mm, eingeführt von Sissi Tax
DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE (Fritz Lang, 1960)
EASY LIVING (Mitchel Leisen, 1937)
DOUBLE WHOOPEE (Lewis R. Foster, 1929)
DÉTECTIVE (Jean-Luc Godard, 1985)
https://www.filmmuseum.at/jart/prj3/filmmuseum/main.jart?rel=de&content-id=1216720898687&schienen_id=1648432226954&fbclid=IwAR27DRtcpJMiuNbsgDwkzez6jRvfW8jxv7q1iP-dG6BhfP2h49Tb4QEVqzE
Im "Fine Arts Theatre" in Beverly Hill soll der 70mm-Einsatz von ZOOT SUIT abgesagt worden sein - zugunsten eines DCPs.
Es wäre schade. Das passiert wohl allen Veranstaltern einmal. Aber es ist ja eine ganze Reihe angekündigt.
https://fb.me/e/1tYlJbhwH?ti=cl
Offenbar lässt man sich dort nicht entmutigen:
FINE ARTS 70mm film series
I know people are lovers of this fine film starring young Latinos Danny Valdez and Edward James Almos and directed by Luis Valdez. This fine film offers a 70mm magnetic audio track for this amazing soundtrack.
A kind of musical accompanying the story of the early 1940's and the effect that the "zoot suit" (a man's suit of long jacket and pegged pants, always worn with a long keychain that looped almost to the ankle.... the rebellious fashion of young men) had on the morals and attitudes of the people of that era.
CINEMA 180 -
Das ist eines der zugespitzten Themen auf dem Panorama-Filmfestival Varnsdorf 2022.
Die oft als "Rummelplatzfilme" bezeichneten Shorts wurden einst auf 160-Grad-Vierteldom-Bildwände in Zeltkinos projiziert.
Gedreht fast immer auf 65mm-Kodak-Negativ, wurde dabei eine 160-Grad-Omnivision-Aufnahmeoptik eingesetzt. Die Bildfrequenz betrug 30 Bilder die Sekunde, der Ton wurde im Commag-Verfahren auf 6-Kanal-Magnetton wiedergegeben.
Eine der Projektionslieferanten war die Schweizer Firma Contac Engineers von Walter Dätwyler, der teils umgebaute Wassmann, Bauer- oder Kinoton-Projektoren lieferte.
Bereits 2016 wurden auf dem 70mm Weekend im Centraum Panorama solche Filme gezeigt. Da die Filme auch auf konventionellen 70mm-Kinobildwerfern wiedergabefähig sind und nicht einmal die Masken neu ausgefeilt werden müssen, ergibt sich eine Kompatibilität in der Wiedergabe, die nur durch den Wechsel von einer Projektion auf eine Viertelkugel zur Standard-Breitwand sich unterscheidet.
Anbei Fotos von dieser adaptierten Projektion, aber auch einem Omnivision-Objektiv, welches für die damalige Originalprojektion in der Zeltkinos verwendet wurde.
Panorama-Filmfestival in Varnsdorf mit Besucherzuwachs in 2022.
Musicbox Theater, Chicago.
70mm-Festival vom 17. bis 30. Juni 2023:
Brainstorm, West Side Story, 2001, Lawrence of Arabia, Hello Dolly usw.
https://www.facebook.com/42646166995/posts/pfbid0p8GEDfNyAmGSroihvuhzC9wawVrvaJiuRgjamhxsqePyumrYPimJhPrtnhbkmnFul/
Eindrücke vom letzten 70mm Weekend im Centrum Panorama, eine filmhistorische Veranstaltung im Rahmen des Neiße-Filmfestivals.
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Nitratfilm-Festival im Kino des Kodak Hauses in Rochester:
https://www.eastman.org/nitrate-picture-show
Darunter Selznicks "Portrait of Jenny" der einst in Magnascope aufgeführt wurde) und andere Klassiker.
Zur Erklärung sei angemerkt: derartige Vorführungen sind wertvoll wegen einer Wiederbegegnung mit zeitgenössischen Originalkopien.
Andererseits ist in Cinéasten-Kreisen eine Mythisierung im Umlauf. Danach gäbe es einen silbriges Eigenleben im Nitratfilm, eine unnachahmliche Aura des Silberbildes.
Hier liegt eine Verwechslung vor, da die oftmals beachtliche Qualität allein darauf zurückzuführen ist, dass damalige Kopien vom Originalnegativ direkt gezogen worden waren.
Das Nitratmaterial allerdings hat nichts mit der ungewohnten Brillanz zu tun.
Das "Sommerville Theater" in L.A. zeigt seit heute sein viertes 70mm-Festival.
Darunter unerwartet auch zwei neue Kopien: von "Spartacus" und - vor Originalnegativ gezogen - von "Airport".
Höchst lobenswert auch der Einsatz einer alten rotstichigen Kopie aus den 1960er Jahren, womit trotz des Farbfadings meist das Gütesiegel unvergleichlicher Bildschärfe einhergeht: "Mutiny on the Bounty" (und zu erhoffen bei Einsatz von Ultra Panavision-Anamorphoten für den leicht gepresst aufgenommenen Film).
Weiterhin in USA noch immer populäre Blow-up-Kopien von "Once Upon A Time in America", "L.A. Conifdential", "Howard the Duck", "Vertigo" oder "The Last Action Hero".
Vorführer David Kornfeld stellt anhand von TesProvokateuren dem Publikum die Filmformate vor - etwas daneben liegt er jedoch in seiner Einschätzung, 70mm habe per se eine Auflösung, die im digitalen Zeitalter mit 18K verglichen werden müsse.
(Spräche er von 6- max 8K, so würde man ihm nicht widersprechen.)
https://www.wbur.org/news/2022/06/07/somerville-theatre-70mm-widescreen-film-festival?fbclid=IwAR3PZEViSKOTpqb4Pyurug_XMhssbCz8mfHhX2ntBBKpTzljkbUtgQlIl7o
"Alle reden übers Wetter", heute am 07.07.2022 um 21:30 Uhr im Filmarchiv Austria, Augarten in Wien
Und dort im Bioskop-Zeltkino!
Alle Vorführungen vom 35 mm-Original:
fb://photo/5447859328569670?set=a.338768256145495
In Kemnitz in Luckenwalde zeigt Gerhard Last am 13. August 2022 im dortigen Open Air Kino um 21:30 Uhr in 35 mm:.
In Karlsruhe Open Air Kino vor dem Zentrum für Kunst und Medientechnik/Hochschule für Gestaltung:
Hauptfilme in 35mm (Überblendung), Vorfilme in 16mm, inklusive Dias.
Offiziell (wie auch im Vorjahr) läuft das in Karlsruhe als "Kult-Sneak".
Fr., 29.7. City Lights (DF) – Vorfilm: Konzertissimo
Sa., 30.7. Easy Rider (OmU) – Vorfilm: To Speak or Not to speak
So., 31.7. Pappa Ante Portas – Vorfilm: Adolf Winkelmann, Kassel, 7.12.67, 11.54h
Do., 4.8. I Hired a Contract Killer (OmU) – Vorfilm: Fantasmatic + Stufen (Die Treppe)
Fr., 5.8. Deadlock (DF) – Vorfilm: Erlebnisse einer Puppe
So., 7.8. In the Mood for Love (OmU) – L'Etoile de mer
Text-Zitat: Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
Im Hamburger kommunalen Kino Metropolis eine Musical Reihe "That's Entertainment" im August und September 2022:
https://www.metropoliskino.de/index.php?id=28#4
8. Terza Visione-Festival das italienischen Genrefilms vom 20 bis 24 July 2022 im Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt am Main zeigt sein Programm auch diesmal ausschließlich auf Filmkopien in 35 16 mm.
Populäre Unterhaltungsfilme vergangener Kino Jahrzehnte, welche signifikant auch die Kinosozialisation beleuchten.
Es ist anzunehmen, dass dies auch in den Einführungsreferaten zum Ausdruck kommt:
https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/filmreihen-specials-juli-2022/8-terza-visione/
Die Regensburger Stummfilmwoche zeigt auch einige 35mm-Kopien in diesem Jahr:
Mi, 17.08. - Der Student von Prag
Do, 18.08. - Erotikon
Fr, 19.08. - Menschen am Sonntag
So, 21.08. - Abwege
https://www.stummfilmwoche.de/?fbclid=IwAR32czRJccD9xFYcI1qqKyGD20XedG-J4Rmusi9ltyu0LPgccgO6ti0i4Yc
Heute Abend, 20 Uhr, Möglichkeit zum Filmkopienstudium mit "Licorice Pizza", 20 Uhr, Kino Arsenal (Berlin) 70mm DTS-Version:
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/licorice-pizza-895/
Gedreht in 35 mm Scope, wurde der Film analog nachbearbeitet, umkopiert und auf 70 mm aufgeblasen. Einigen Kopien merkt man an, dass zu wenig Etat vorhanden war, um ausreichend Korrekturkopien anzufertigen, weil dies im schwankenden Licht und farbausgleich erkennbar ist.
Allerdings entspricht es einem Mythos zu behaupten, mit der künstlerisch verfremdeten Farbqualität sein die typischen 70er Jahre repräsentiert.
In einigen Spielstätten begann bereits nach wenigen Durchläufen sich die Schicht vom Filmträger abzulösen.
***
http://www.film-tech.com/vbb/forum/feature-info-trailer-attachments-real-credit-offsets/16713-licorice-pizza-2021
https://britishcinematographer.co.uk/michael-bauman-paul-thomas-anderson-licorice-pizza/
https://blog.son-video.com/en/2022/01/licorice-pizza-limited-70mm-screenings-of-the-new-movie-by-paul-thomas-anderson/
WONDERWOMAN am 12. und am 27.10. im Kino Arsenal Berlin (70mm DATASAT).
In der Einordnung der Kopienstufen durch die direkte 2K-Ausbelichtung (Scannen also der in 35mm auf Super 35 gedrehten Szenen, Composits mit CGI-Effekten über Digital Intermediate, Transfer zur Blu-ray Disc, zum DCP oder zur UHD-Disc bzw. Ausbelichtung auf 65 mm-Negativ zur Weiterkopierung über Schlupf auf 70 mm) erscheint die 70 mm-Kopie wie ein Ebenbild der Blu Ray Disc - "70mm"-Güten waren jedoch anders schon erlebt worden (in der Wunderpackung der UHD 4K- Version steckt auch nicht mehr drin).
Sind die besten Szenen noch in der Elfenwelt und in den naturalistischen Naturaufnahmen zu Beginn zu sehen, obwohl auch hier die Hauttöne und Grautöne wieder nicht neutral zu bekommen sind, schwenkt der Film in den Folgeszenen zur Farbentsättigung und zur Verfremdung.
Insgesamt aber keine schlechte Kopie, zumal im 70 mm-Bereich sich ganz andere Abgründe auftun.
Beim Publikumszuspruch waren die Erwartungen hoch, doch liefen zuvor "Dune" oder "T2" deutlich besser.
Wegen der düsteren Weltsicht und auch als feministischer Blockbuster enthält der britische Film einige Subtexte, die für ein amerikanisches Publikum möglicherweise unbequem rüberkommen, werden doch einige Amerika-kritische Breitseiten ausgeteilt.
Als problematisch darf die Tonwiedergabe der Kinostätte angesehen werden, aber auch vermutlicherweise ein Fehler der Sektorenblende, der zu Shutter-Effekten bei Schwenks führt. Der Bildstand kann ohnehin als suboptimal bezeichnet werden und die Abbildungsschärfe durch die Kabinenfenster und durch die Projektionsoptik sind problematisch.
70mm:
Neu:
BARDO
https://www.paristheaternyc.com/films/showtimes/?filmId=HO00004576
Filmed in Video [Alexa 65]
Ebenfalls neu ist NOPE, vermutlich im Nachspiel hergestellte Kopie, warum auch immer:
https://www.americancinematheque.com/now-showing/nope-70mm-world-premiere-11-3-22/
WINGS, USA 1927.
In 35mm im Hollywood Legion Theatre.
https://www.facebook.com/events/491410633027242/?ref=newsfeed
(Der Film wurde 1927 auch im Magnascope-Verfahren aufgeführt.)
16.11.2022, 20:00 Uhr
THE ABYSS (englische Originalfassung. 70mm LPP print - Blu ray nicht erschienen).
Kino Arsenal, Berlin
*
Im November 2022
Kino Gartenbau in Wien: David Cronenberg-Retrospektive in 35 mm, OmU
https://www.gartenbaukino.at/programm/specials/david-cronenberg-werkschau/
Am 16.11.22 läuft um 20 Uhr im Kino Arsenal in Berlin die 70 mm Fassung von "The Abyss" in englischer Sprache.
Leider jedoch ist nur die von der 20th Century Fox geschnittene Version die einzige spielbare 70 mm Version das im Normalformat mit Tonkasch (also nicht in Super 35!) gedrehten Films.
Fantastisch ist jedoch die sechs Kanal Dolby Magnetton Mischung und die interessante Story.
La cure traditionnelle de 70mm à la Cinémathèque Française en cette fin d'année. Au programme: Le dernier empereur, Greystoke, Les goonies, Batman, Licorice Pizza, L'or de Mackenna et Silverado. A partir du 28/12/22. Avis aux amateurs!
Das Retro-Cinema in West Sussex:
https://www.theguardian.com/film/2022/dec/16/celluloid-slindon-cinema-west-sussex?CMP=share_btn_fb
70 mm Festival im Gentofke Kino Kopenhagen im Januar 2023.
image.thumb.png.97c5b7cff84adfe01c0616429513aa8c.png
Selten gezeigt: THE WILD BUNCH.
Nach meinem Empfinden eine der schärfsten Filmkopien, die jemals von einem 35 mm-Negativ gezogen wurden.
40 WAGEN WESTWÄRTS oder auch NIKOLAUS UND ALEXANDRA aus dieser Zeit gehören ebenso dazu.
Darin sind die Potenziale selbst eines alten 35 mm-Kaltprozess-Negativs sofort erkennbar, persönlich würde ich eine solches 35 mm blow up sogar neueren 65 mm Produktionen vorziehen.
Jedoch gilt diese Bewertung nur für die Premierekopien.
Von einer Warner Wiederaufführungsfassung in den 1990er Jahren waren gegen nichts Gutes zu vernehmen: https://variety.com/1995/film/reviews/peckinpah-s-wild-vision-restored-after-26-years-99124511/
27. Januar, 20:00 Uhr - Kino Arsenal in Berlin:
Francis Ford Coppolas GODFATHER III
(Originalfassung mit schwedischen und finnischen Untertiteln. Aspect Ratio 1.85:1)
Im KommKino in Nürnberg findet Anfang Januar anläßlich des Hofbauer-Kongresses eine 35mm- und 16mm-Filmreihe statt:
https://fb.me/e/49HwlUHai
BEN HUR (1959), 7.4.23 in Schauburg Karlsruhe - 35mm.
Im Marketing mit einigen Sonderattributen angekündigt. Welche leider keine Qualitätsmerkmale sind in Anbetracht der prekären Geschichte des Films.
35mm Filmprojektion - Dolby A - Unikat 35mm Kopie in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln (gelasert, nicht geätzt) auf KODAK VISION Color print Material (2383) kopiert.
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zitiert aus https://www.filmvorfuehrer.de/topic/7470-35mm-vorf%C3%BChrtermine/page/61/#comment-383844
Im unklaren bleibt im Marketing, wo die Herkunft der Kopie sei, jedoch ist sie von Neue Visionen-Filmverleih, 2005.
Und weist seit diesem Jahr die nach meiner Erfahrung beeinträchtigste Bildqualität in sechs Jahrzehnten auf.
Bereits der Dolby-A-Lichtton ist ein beklagenswerter Down Mix (zeitgleich erschienen einige deutschsprachige 35mm-Kopien mit Mono-Lichtton, das Bild genauso entstellt): Extrem grabkörnig, die Farben braunstichig und entstellt sowie mit Farbkreuzungen versehen, der Kontrast viel zu steil.
"Kodak Vision" Print-Material, hier als Besonderheit einer angeblichen Unikatkopie angekündigt, bringt leider keine Vorteile, im Gegenteil. Denn das Material ist mehr kompatibel mit Heissprozess-Negativen.
Der Look des Films ist seither in allen Formaten und Medien zerstört.
(Für März 2023 kündigt sich eine UHD-Disc ab, auch hier ist Skepsis geboten nach Erfahrungen bereits mit der Blu-ray des vor 12 Jahren)
Ansatzweise erinnert einen immerhin die gefadete 70 mm-Version durchaus noch an ein Event Anfang der 1970er Jahre.
Die 35mm-Technicolor-Kopien ab 1959 waren bereits (vergleichsweise selbst für Technicolor-Standards) weich und leicht gelbstichig. Aber doch annehmbar. Einige wenige mit 4-Kanal Magnetton.
Dann überbunte 35 mm CRI-Kopien von Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 80er Jahre, nur Mono-Lichtton.
Eine Anthologie des Abgesangs.
https://schauburg.de/content.php?Film=6273
DERSU UZALA ("Uzala der Kirgise").
Regie: Akira Kurosawa.
UdSSR/Ja 1975
Am 28.03. im Kino Arsenal in Berlin um 19 Uhr.
Synopse:
"Das von Akira Kurosawa (,,Die sieben Samurai") [...] erhielt den Auslands-Oscar.
1902 unternimmt der russische Wissenschaftler Wladimir Arsenjew (Juri Solomin) eine Expedition durch die Taiga. Der kirgisische Nomade Dersu Uzala (Maxim Munzouk) dient ihm als Pfadfinder und rettet Arsenjew mehrfach das Leben. Acht Jahre später kehrt der Forscher zurück. Uzala ist alt geworden und droht zu erblinden. So nimmt er Arsenjews Einladung an, zu ihm in die ferne Stadt zu ziehen. Aber in der Enge eines Hauses glaubt der naturgebundene Uzala zu ersticken... In betörenden Panoramabildern erzählt Japans Meisterregisseur Akira Kurosawa vom Raubbau an der Natur und von der Begegnung zweier letztlich unvereinbarer Kulturen."
Zit. aus: https://www.cinema.de/film/uzala-der-kirgise,1310565.html
IM WESTEN NICHTS NEUES (2022) wurde von den "Filmtheater in den Hackeschen Höfen" in Berlin als 35mm-Filmkopie entdeckt und startet dort Anfang März aufgrund des Formats in Wiederauffühung, "Deutschlandexklusiv" verheißt die Annonce, aber bereits Ende März gehört auch "Schauburg Karlsruhe" zu den Einsatzorten und kündigt den Film in "CinemaScope" an.
"CinemaScope" bezeichnet jedoch ausschließlich das von der 20th Century-Fox 1953 herausgebrachte Verfahren, bei welchem mit anamorphotischer Aufnahmeoptik auf 35mm-Negativ fotografiert wird, anfänglich sogar im Seitenverhältnis 2.66:1.
Dies ist jedoch nicht anwendbar auf IM WESTEN NICHTS NEUES, welcher mit digitalen Kameras wie Alexa 65 oder Red Weapon Monstro und zudem nicht-anamorphotisch aufgenommen wurde. (Anamorphotisch ist hier lediglich die 35mm-Sonderfassung.)
Ohnehin erscheint eine Ausbelichtung eines digital aufgenommenen Films auf fotochemischen Film fast immer verlustanfällig hinsichtlich Schärfe und Farbbalance - Vorzüge herauszulesen entspringt in solchen Fällen also dem Aberglauben.
Künstlerisch wird der Film gefeiert als absoluter Antikriegsfilm mit sehr guten Schauspielern.
Kritisch ist er aber zu hinterfragen hinsichtlich zur freier Adaptionen des Romans, einer dem Suejt und der Zeitstimmung unangemessenen, "Technicolor like" aufgedrehten Farbsättigung und inszenatorisch zu vielen Anleihen an frühere Meister-Regisseure (am auffallendsten David Lean oder Stanley Kubrick).
Kostüm-Ungereimtheiten: Soldatenkostüme erschein oftmals zu sauber und unbenutzt in anbetracht der Scharmützel.
Auf mehrfachen Wunsch noch einmal auf 70mm-Film:
LAWRENCE OF ARABIA (GB 1962)
Nicht nur hier, sondern auch auf anderen Portalen wurden Überlegungen zum Look oder Klang jetziger und früherer Fassungen angesprochen.
Es wird angestrebt, auf dem Festival einen Überblick über die verschiedenen Varianten (nicht zuletzt auch 35 mm I.B. Technicolor) und Versionen zu geben, welche entsprechende Bildbeschreibungen, aber auch Erklärungen zu den Tonfassungen beinhalten.
Der Stand der Auffassung zum Look einer vermeintlichen "Originalversion" ist eigentlich nicht weit entfernt von Grover Crisp, dennoch liegt aktuell weltweit keine vollends befriedigende Variante vor, und einige Teile des Films lassen sich wohl nicht in der alten Güte wiederherstellen.
Die gezeigte Filmkopie enthält daher einige Informationen, die 1988 noch im Interpositiv gerettet werden konnten. (Halbwegs normal auf dem Stand der Kopierwerkstechnik von 1988 zustandegebracht, während der jüngste Digitaltrailer Szenen zum Vorschein bringen, die beinahe im Dunkeln abzusaufen scheinen, denn 2012 ist man Digitalisierung einen völlig anderen Restaurierungsweg gegangen.
Die Vor- und Nachteile jeweiliger Herangehensweisen sollen in einem Vortrag verständlich gemacht werden.
Zugleich gibt es eine Ausstellung zur historischen Figur des T. E. Lawrence mit zahlreichen authentischen Bildern. Aus einer nochmals anderen Sicht auch dieser Internetbeitrag:
Der Versuch einer kritischen Würdigung macht den Einsatz dieses Films nicht zu einer konventionellen Wiederholung, hoffen wir.
Wer ebenfalls Erinnerungen an diesen Monumentalfilm hegt, eventuell über historische Materialien verfügt oder auch Werbematerial, ist herzlich eingeladen, dieses mitzubringen und zu präsentieren. Nicht wenige würden sich darüber freuen.
-> Innerhalb des Festivals vom 25.- 28.5.2023.
Die Anreise- und Kontaktdaten:
Centrum Panorama
Západní 2618
407 47 Varnsdorf
GPS Loc: 50°54'16.139"N, 14°37'49.049"E. info(a)centrumpanorama.cz
https://www.centrumpanorama.cz/
https://www.facebook.com/CentrumPanoramaVarnsdorf
Der (noch keine Bestätigung) dritte geplante Beitrag auf dem Panorama-Weekend im Centrum Panorama Varnsdorf in der Anthologie der Kolonial-Epen ist
55 TAGE IN PEKING (USA/SP 1962 - produziert in Super Technirama 70 und 6-Kanal Magnetton. (Aufnahme auf horizontal laufendem 35mm-Negativ über acht Perforationen, optisch bei Rank umkopiert auf 70 mm-Kopie in einstmals brillanter Bildqualität).
Mit dem Thema hatte sich bereits Herbert Selpin in der NS-Produktion ALARM IN PEKING 1937 befasst, der nach dem Krieg als sog. Vorbehaltsfilm eingestuft wurde.
Die Samuel Bronston Produktion gilt als eines der kameratechnisch virtuosesten Historien-Gemälde überhaupt, mit 17 Millionen Dollar Produktionsaufwand zog man mit BEN HUR gleich: Perspektiven, Schnitte, einstudierte Kampfszenen, dreidimensionale Kulissen und polyphone Klangschichtungen (zugleich korrespondieren mehrere Themen: beispielsweise korrespondierend mit den teils feindseligen Dialogen im Kaiserpalast, im Hintergrund ein Vogelzwitschern) ziehen in den Bann und tragen eine fast hemisphärische Perspektive noch über die Ränder der Bildwand hinaus. ("Expanded Cinema" der 60's)
Von Tragik und Zerrissenheit künden die Szenen zwischen Kurt Kasznar und Ava Gardner oder auch Charlton Heston und dem chinesischen Mädchen.
Die geschichtliche Wahrheit vollzieht sich in martialischer Unbekümmertheit in Anbetracht des Einzugs der westlich-"zivilisierten" Mächte in die Verbotene Stadt - eine "asiatische Verschlagenheit" feiert wieder einmal fröhliche Urständ in einem amerikanischen Film.
In der deutschen Fassung gar mit "bum bum" und "trara" gegen den "Aufstand dunkler Mächte":
Nach EL CID, in welchem sich General Franco wiedergeboren fühlte (Franco, der mit dem deutschen Reichskanzler 1933-45 kooperierte, aber die Araber schonte, und dennoch um einen Bürgerkrieg nicht verlegen war), wurde auch 55 TAGE IN PEKING von der spanischen Armee unterstützt und steuerbegünstigt finanziert.
Regisseur Nicolas Ray hatte anscheinend Probleme, das alkoholisierte Drehteam und die dramaturgischen Fäden zusammenzuhalten, aber auch die Anleihen an John Ford-Western sind unverkennbar. Ray erlitt einen Zusammenbruch und wurde durch Guy Green und den begnadeten Action-Regisseur Andrew Morton (u.a. BEN HUR) ersetzt.
Die Kamera führte Jack Hildyard, unter anderem bekannt für HEINRICH V (1944), DIE BRÜCKE AM KWAI (1957) oder CASINO ROYALE (1966).
Nicht selten gilt: Die oft spekulativstem Filme entfalten bisweilen einen zwiespältigen, ästhetischen Reiz, der an die Qualitäten grosser Literatur heranreicht.
In dieser Samuel Bronston-Produktion bleibt auf ewig:
großes Kino!
(Aus persönlicher Sicht war dies die vollkommenste Bild- und Tonwiedergabe, die ich im damaligen Royal Palast in Berlin anläßlich einer Wiederaufführung 1982 erleben durfte.)
- Deutsche Fassung, mit Color Fading überlebt -
55-Tage-in-Peking.jpeg
Ivan Skoluda als treibende Kraft in Krnov bespielt auch das von Pavel Tomecek (Kino Mir, Krnov/Krrr!') entdeckte Open Air "Amfi Theater" in Banska Bistrica (in der Slowakei) als weiteren Festivalstandort.
Hier ein Bericht vor drei Jahren (unter den Einschränkungen damaliger Maßnahmen) mit allgemeinen Informationen über die Spielstätte:
https://mybystrica.sme.sk/c/22415342/letne-kino-na-amfiteatri-predsa-len-od-1-juna-startuje-svoju-6-sezonu.html
Das analoge Open Air-Programm in 2023 sieht wie folgt aus:
2023 Schedule
30. June - 2. July 2023 8. Annual Festival 70mm, 35mm and 16mm Films, Banská Bystrica
Day shows at the SNP Museum.
Friday 30.06.2023
21:30 Blade Runner 1982 70mm
Saturday 01.07.2023
10:00 Duel 1971 16mm
14:00 If a Thousand Clarinets 1964 35mm
17:00 Le Bal 1983 35mm
21:30 Batman 1989 70mm
Sunday 02.07.2023
10:00 MacKenna's Gold 1969 16mm
14:00 Witchhammer 1969 35mm
17:00 Crouching Tiger, Hidden Dragon 2000 35mm
21:30 The Untouchables 1987 70mm
Demnächst im Centrum Panorama Varnsdorf:
GANDHI (GB/Indien 1982)Anamorphotische Aufnahme in 1:2.35 auf 35mm Panavision-Panaflex Gold-Kameras. Entwickelt wurde das Originalnegativ in den Technicolor Laboratories in London. Dolby-A-Magnetton. Blow up-Kopierung auf 70mm in 1:2.21. Vorgeführt mit Meopta UM70-Projektoren, Dolby CP750, Dolby Cat. 363.
Englische Originalfassung. 188 Minuten. Ausgezeichnet mit 8 Oscars.)
Synopse:
"Von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung benötigte das Projekt 20 Jahre, bis es schlussendlich verwirklicht wurde. Der Regisseur Richard Attenborough (1923-2014) befürchtete, dass es für die Botschaft dann schon zu spät sein könnte. Doch er erkannte, dass es 1982 in Zeiten des Kalten Krieges für die Aufforderung zu einem friedlichen Widerstand und sich dem Vorbild Mahatma Gandhis anzuschließen, dafür noch nicht zu spät war. Dass der Film auch in dieser Zeit noch funktionierte, bestätigte der Oscar-Regen, der über ihn niederging, so auch der Oscar für die ,Beste Regie', der einzige, den Sir Richard Attenborough im Laufe seiner Karriere erhalten sollte. Bereits 1976 zum Ritter geschlagen, machte er sich auf, der historischen Person mit der er sich intensiv beschäftigt hatte, ein Denkmal zu setzen. (...) Realisiert wurde der Film vom 20.11.1980, beginnend in Indien bis zu den letzten Studioaufnahmen in London, am 10.5.1981. Gerade für seine wirklich monumentale Inszenierung mit dem Einsatz von bis zu 200.000 Statisten hat er sich in das filmische Gedächtnis gebrannt. So verwundert es auch nicht, dass er dafür die meisten Oscars gewinnen konnte. Darunter waren u.a. der Oscar für ,Bester Schnitt' (John Bloom) und für die 'Beste Kamera' von Billy Williams (*1929). Der Kameramann, welcher bei über 40 Filmen tätig war, wählte für ,,Gandhi" den Stil von realitätsnahen Fotografien und beruft sich dabei auf Zeitdokumente. Er lässt das natürliche Licht und die Farben für sich sprechen ohne auf Unschärfe o.ä. zurückzugreifen. Das dies so einfach möglich war, verdankt er auch den Drehorten. Der Film wurde an 87 Originalschauplätzen in Indien gedreht. In diese ist dann vermutlich auch der Großteil des Budgets von 22 Millionen Dollar geflossen. Verdientermaßen bekamen dafür die Szenenbildner Stuart Craig, Robert W. Laing und Michael Seirton den Oscar zugesprochen. Unerwarteterweise für das damalige Publikum gewann auch das Kostümdesign von John Mollo und Bhanu Athaiya einen Oscar. Zusätzlich war der Film noch für den ,Besten Ton', die ,Beste Filmmusik' und die ,Beste Maske' nominiert. Aber auch bei anderen wichtigen Preisen ging der Film nicht leer aus. So erhielt er u.a. vier Golden Globes und fünf British Academy Film Awards."
zit. aus: https://testkammer.com/2019/05/04/gandhi-1982/
gandhi-german-movie-poster.jpg
Heute abend CHEYENNE AUTUMN (70mm, gefadet) um 19:30 Uhr im Berliner Arsenal-Kino:
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/kinoklassiker-vom-altmeister-des-westerns
Mehrere 35-mm Vorführungen im Filmtheater in den Hackeschen Höfen: eine der kommenden ist am 02.06 23 "Perfect World" von Clint Eastwood, deklariert jedoch als "Cevin Costner Hommage":
https://www.hoefekino.de/filme/perfect-world-30479/
Im Gartenbaukino in Wien gibt es am 4.6.23 eine 70mm-Vorführung der neuen Kopie von AIRPORT (USA 1970).
Sie wurde bei FotoKem in Burbank vom Originalnegativ in 65mm auf 70mm-Printfilm kopiert.
Anschliessend geht diese Kopie zurück in die USA.
Zuvor wurde sie in Europa während des 70mm-Festivals Krrr! in Krnov im April 2023 und im Oktober 2022 in Schauburg Karlsruhe auf einem Festival eingesetzt.
https://www.gartenbaukino.at/programm/airport/
27.6.23, 19:30 Uhr:
INTERSTELLAR (70mm, OV)
- im Kino Arsenal, Berlin.
Eine Einführung innerhalb dieser 70 mm-Reihe legt einen Schwerpunkt auf das Thema des Filmplots (von Filmemacher Christopher Nolan).
Eventuell wäre auch die Filmkopie zu analysieren (es gibt in dieser immerhin zu bewertende 65 mm IMAX-Einstellungen. Ebenfalls die Farbgüte und Lichtbestimmung). Hier fällt besonders unangenehm das Grün-gelbliche Bild auf, zusätzlich durch eine unausgeglichene Lichtbestimmung ergänzt.
Zu bewerten ist auch die Reproduktion der technisch relativ aufwendigen Sound-Mischung über das gegebene Datasat/DTS-Verfahren. Obwohl die Filmmusik von Hans Zimmer fast eintönig depressiv verharrt.
Oder die Schwankungsbreite der Filmfotografie zwischen annehmbaren totalen und unscharfen Nahaufnahmen wäre endlich einmal zu erörtern, eines echten 70 mm-Films nicht würdig.
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/interstellar-2099/
Für OPPENHEIMER (2023) sind zumindest zwei Imax-70mm-Theater in Europa gelistet:
Das BFI IMAX Kino in London und das Flora IMAX Kino in Prag.
https://www.imax.com/news/oppenheimer-in-imax-70mm
Für die normale 70 mm-Auswertung 2 Kinos in Dänemark, das Gentofte und das Imperial in Kopenhagen, des weiteren Arcadia in Mailand, Schauburg in Karlsruhe, und vermutlich kommen ein weiteres Dutzend hinzu.
_
Schauburg Karlsruhe lief ein Technicolor Festival mit 16 Filmtiteln: überwiegend bereits Titel, welche auf Eastmancolor gedreht waren und dann lediglich auf Technicolor kopiert wurden (z.B. JAWS).
Aber immerhin der letzte der in drei Streifen-Technicolor gedrehte Titel, LADYKILLERS, wurde zur Aufführung gebracht.
Das Library of Congress Festival - mit 35mm-Kopien:
https://afisilver.afi.com/
APOCALYPSE NOW in 70mm am 15.Juli in einer Kopie aus dem George Eastman Housd respektive Martins Scorsese Foundation in der American Cinematheque:
https://www.americancinematheque.com/now-showing/apocalypse-now-7-21-23/?fbclid=IwAR2j6s5-zyO5mCkr3qactCK6kvnHr9H2Z6cIFV12FPNOcBh9mZWrWN2Em4I
*
OPPENHEIMER in D in 70 mm im Savoy Hamburg, Delphi Palast Berlin Schauburg Karlsruhe, Lichtburg Essen.
70mm Festival June 24-25 im Somerville:
https://www.facebook.com/groups/162857924442634/permalink/1334821403912941/
24.08.2023: ANDREJ RUBLJOV, 35mm, OmU (von Andrek Tarkowski).
Die neue Leiterin des Forums des Jungen Films befragt und bezweifelt Leitbilder des russischen Films und der Kultur, der Heldenbilder, der russischen Seele und des filmischen Kanons - unter dem frischen Eindruck des Ukraine Krieges.
Im Vorfeld der Filmvorführung führt sie mit dem Gründer des Arsenals und des Forums des Jungen Films, Ulrich Gregor, welcher ein starker Verfechter der russischen Filmkunst ist, ein Interview.
Falls sich hierbei ein Konsens herausstellt oder zur Schau getragen wird, und dies in Anbetracht von Widersprüchen, welche kaum zu überbrücken sind, würde dies sehr verwundern. Schließlich handelt es sich um unterschiedliche Generationen, die jeweils für sich Argumente auf ihrer Seite haben, aber überhaupt nicht zu einem Konsens verpflichtet wären.
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/andrej-rublev-2374/
Eine ambitionierte 35 mm-DEFA-Reihe im Freiluftkino Weißensee:
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/kino-streaming/das-fliegende-auge-wiederentdeckt-ein-frueher-defa-film-aus-berlin-li.364692
Licorice Pizza
Bildstriche sehen aus wie von handgemalt auf diesem Filmstreifen.
Dieser Film ist ja analog umkopiert, und daher sind die Blitzer im Negativschnitt nicht ausretuschiert worden wie beim Digital Intermediate oder - zu generell analogen Zeiten - bei Super 35 Format.
Aber ich erinnere das auch, und das spricht ja nicht gerade dafür, dass man heute noch beim Abziehen des Negativs über die einstige Geschicklichkeit verfügt?
Auch im Gartenbaukino in Wien analoge Vorführungen von Christopher Nolan, darunter Interstellar, Tenet, Dunkirk und Oppenheimer in 70 mm.
Ein Text von Gerhard Midding aus Berlin greift dann doch in der Beschreibung des fotografischen Stils von Christopher Nolan viel zu kurz.
https://www.gartenbaukino.at/programm/specials/nolan-analog/?fbclid=IwAR37jYdy1Npe5B7urLWJ66T04qJrwMLOs_vRvjr_Yw7FWtaRZNB2nytfhk8
Zumindest ein paar analoge Filmkopien spielt nach wie vor das Terza Visione Festival, mitgegründet von Andreas Beil, welcher inzwischen Programm-Kurator des DFF in Frankfurt am Main geworden ist (und aus einem deutschen Mekka des 35 mm-Analogfilms, dem Kommkino in München stammt.)
Ein Interview mit ihm;
Gartenbaukino spielt eine komplette Christopher Nolan-Reihe mit drei Titeln auf Breitfilm:
https://www.gartenbaukino.at/programm/specials/nolan-analog/?fbclid=IwAR0dp5c5yneaKvg75ATwBe111BA7G-Kz9JIwrUI82FucvuM6HWPjAQPkWXA
Drei Titel im Breitfilm von Christopher Nolan am
" Sonntag, 10 September 2023 ab 13 Uhr - Schauburg-Cinerama, Karlsruhe
Triple Feature (70mm in englischer OV): DUNKIRK, TENET + OPPENHEIMER
Genießen Sie in der Schauburg die letzten drei Produktionen von Christopher Nolan auf der großen Cinerama-Bildwand - in analoger 70mm Projektion und im englischen Originalton (ohne Untertitel).
13.00 Uhr DUNKIRK
16.00 Uhr TENET
19.00 Uhr OPPENHEIMER "
Eine komplette Reihe auf 35 mm in den Hackeschen Höfen in Berlin von Juni bis September: https://www.hoefekino.de/filme/interstellar-30410/
Ob die Filmkopienqualität oder die Fotografie der Christopher Nolan Filme tatsächlich einen Genuss darstellt, liegt in der Entscheidung des Zuschauers. Fachvorträge sind nicht angekündigt.
Immerhin handelt es sich um eine kommerzielle Bemühung, die Existenz oder Werthaltigkeit des analogen für Verfahrens einem neuzeitlichen Publikum nahezubringen.
Das Filmkollektiv Frankfurt am Main hat für die Reihe "Deutsche Komödien" das Kino des deutschen Filmmuseum Frankfurt ausgewählt.
Die Filme waren lange Zeit als Kinder der Helmut-Kohl-Ära belächelt worden, mit denen der politische Film durch seichtes Unterhaltungskino abgelöst wurde. Hier bietet sich nun eine filmhistorische Einordnung.
Alle Filme ausschließlich in 35 mm, noch nicht vom Digital Intermediate, sondern voll analog kopiert und somit sehr lobenswert.
Fehlt eigentlich nur eine Kopie des Titels "Der bewegte Mann", um auch anhand einiger technischer
Studien die Tonspur zu verifizieren.
https://www.filmkollektiv-frankfurt.de/veranstaltungen/deutsche-beziehungskomoedien?fbclid=IwAR0J5IBOl2aW6ljJ0fuosC2eaAEmMXc10jiyggPhUT6-rHnMhlDPtwf_eMI
Ab 16. September spielt auch das Kino Gartenbau eine Nolan-Reihe. In 70 mm Dunkirk", "Tenet" und auch "Interstellar":
https://www.gartenbaukino.at/programm/specials/nolan-analog/
Und auch noch den Oppenheimer laut deren Programm.
Einige 35 mm Angebote des kommunalen Zeughauskinos in Berlin:
https://www.dhm.de/zeughauskino/spielplan/
Von den sechs deutschen 70 mm Kopien von "Oppenheimer" befinden sich nur noch drei in einem halbwegs intakten Zustand. Die andere Hälfte ist von Laufstreifen und Filmrissen in Mitleidenschaft gezogen. Auch lässt die Projektionsqualität/Wartung in vier von sechs Theatern wieder sehr zu wünschen übrig.
Gegenüber dem 70 mm-Abspiel in früheren Jahrzehnten ist das eine erschreckende Häufung von Fehlern und Auffälligkeiten.
Filmschaffende stellen ihre Lieblingsfilme vor, eine immer populärer werdende Einrichtung.
Im deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main in diesem Monat die Filme der Alexandra Maria Lara, auf 35 mm unter anderem Haier der Großstadt, Der Dialog, Und täglich grüßt das Murmeltier etc.
https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/aktuelles-kinoprogramm/
Gartenbaukino Wien spielt am 19.11.23 um 12:00 Uhr die deutsche 70 mm Fassung von LORD JIM:
https://www.gartenbaukino.at/programm/programmuebersicht/lord-jim/
Im Berliner Arsenal die Filmreihe zur sowjetischen sog. Tauwetterperiode, die mit Liberalisierungen in Filmschaffen seit Antritt Nikita Chrustschovs einsetzte, zumeist in authentischen 35 mm Kopien:
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/kino-streaming/kino-arsenal-in-berlin-filme-aus-hoffnungsvolleren-phasen-in-der-udssr-und-russland-li.388601?fbclid=IwAR3biuaHRiXUz9Edhq8iZbrECyGcPeIz24GL0q5Neua50Sr18GUtBOccE4Y
8.10.23, Gartenbaukino Wien, 12:00 Uhr:
PLAY TIME
In 6-Kanal Magnetton in der Originalmischung und Direktkopie (daher noch am ehesten mit Todd AO vergleichbar) vom 65mm-Originalnegativ. Die Schärfe ist daher fulminant und unvergleichbar: kopiert bei LTC Saint Claude.
Die spätere, 2001 restaurierte Duplikatkopie mit DTS Ton gibt - wie generell alle Filmkopien seit der Jahrtausendwende - diese Eigenschaften nicht adäquat wieder, besitzt aber mehr Farbe. Die jüngste Fassung leidet an Körnigkeit, ist zu hell kopiert und blau grün blau abgestimmt, ein Farbcharakter und Kontrast, welcher ebenfalls nicht dem Original Eastman Color-Verfahren entsprochen hätte.
https://www.gartenbaukino.at/programm/programmuebersicht/playtime/
Schon einmal gab es den Film im Original während der Viennale vor 5 Jahren zu sehen:
https://www.viennale.at/de/film/playtime-1
Mit ähnlichem Ansatz LORD JIM:
https://www.gartenbaukino.at/programm/programmuebersicht/lord-jim/
Nach 30 Jahren wieder einmal eine Yasujiru Ozu-Reihe im Berliner Arsenal Kino.
(Seinerzeit begleitete sie das letzte Seminar meines Professors Karsten Witte.)
Sicherlich keine "Todd AO"-Qualität, aber der digitale Vorreiter Michael Mann erschien gestern auf einem Filmfestival mit seinem Film MAN HUNTER nicht mit dem angekündigten DCP, sondern mit einer 70 mm-Kopie.
Wusste gar nicht, dass es eine solche gibt. Und ob sie qualitative Vorzüge gegenüber dem DCP hat, kann man aus der Ferne nicht beurteilen.
https://www.facebook.com/100000424885945/posts/pfbid0FZrpWrRzkYeGn78tXF8dsrGFjGRkZ5zajLJbdPvf2Yx21HE94arAE1UTDjmMXnpUl/
MANHUNTER 70MM https://www.in70mm.com/presents/1963_blow_up/titel/m/manhunter/index.htm (https://www.in70mm.com/presents/1963_blow_up/titel/m/manhunter/index.htm)
12. und 28.10.23, 20:00 Uhr, Kino Arsenal Berlin:
NOPE
https://youtu.be/In8fuzj3gck?si=k7OM3-wTWWZfk5Qc
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/nope-2541/8.
Ridley Scotts NAPOLÉON in 70mm & Imax-Formats:
https://www.reddit.com/r/imax/comments/16xzpxi/ridley_scotts_napoleon_will_be_released_in_70mm/
Gibt es nun siebziger Filmkopien oder nicht von diesem Film?
Gesehen hat sie in Europa noch keiner.
Zitat von: DCI sr. am 03.10.23, 23:19Gesehen hat sie in Europa noch keiner.
Tja dann bin ich ja mal total gespannt auf siebziger Filmkopien.
Zum einen ist der Film fotografisch sehr durchwachsen. Zum anderen gibt es aber auch keine korrekte Filmentwicklung mehr in den letzten 20 Jahren.
Aus leidiger Erfahrung würde ich meine eigene Erwartungen drastisch herunterschrauben.
Solche Projekte kommen irgendwie 30 Jahre zu spät, denke ich.
70 mm-Festival der American Cinematheque zur Wiedereröffnung des Egyptian Theatre in Hollywood:
https://www.indiewire.com/news/analysis/egyptian-theatre-reopening-date-1234917926/?fbclid=IwAR2ZtvIw_6-4R9aOWPlOEqdbKbugNjQE-zAZ_fBJKO5a2LriVdyYdSjZoK8
Betrieben wird das Haus unter anderem von Netflix.
Zitat von: DCI sr. am 18.10.23, 19:36Betrieben wird das Haus unter anderem von Netflix.
Und genau so ist auch das heutige Bild dort in diesem Saal wie eine leblose Flachbildglotze.
Böse Worte, aber leider trifft es im Vergleich zu, wenn man die Bildwand von 1957 als Panorama mit Curved Screen vergegenwärtigt.
Ich hatte mich darüber schon mit dem ambitionierten Betreiber der Facebook-Seite Los Angeles Theaters unterhalten, und er stimmte zu (er kennt zufälligerweise auch alle klassischen Projektionssysteme en Detail).
Ähnlich ist es ja auch mit dem Zoo Palast in Berlin. Gewaltiger Rundbogen und Panorama-Vorhang und sobald er sich öffnet die eingerahmte Flachbildglotze.
Schuld daran sind nur die Kinobauer denn einer der Ahnung hat gibt dem Kinobetreiber professionelle Auskunft zum Einbau einer gebogenen Bildwand in einem Prachtsaal. Anscheinend hat man nirgendwo mehr so richtig Lust auf diesen Aufwand mit einem gebogenen Bild.
Die letzten zaghaften Versuche gab es vor 30 Jahren mit den aufkommenden Multiplexen in ganz großen Sälen.
Mit Aufkommen der digitalen Projektion und 3D war das dann endgültig verpönt: die Kinotechnikfirmen haben es selbst interessierten Betreibern auszureden gewusst.
Hier in meinem Verleihbezirk gibt es nur diese beiden Kinos mit einer gebogenen Erlebnisbildwand in jedem Saal. (Cinedom Koeln & Cinemaxx Essen )
Wenige Jahre vor deren Eröffnung aber noch Residenz Köln (120 Grad, Vistarama) sowie Europapalast Essen (146 Grad, Cinerama).
Sie wurden zu Opfern der oben genannten neueren Spielstätten mit deutlich weniger geschwungener und auch kleinerer Bildwand.
Wie kommst du beim Residenz auf dieses Vistarama denn geworben wurde dort schon immer mit diesem Bildformat. ( TODD AO )
Für Residenz gab's vor 60 Jahren einen entsprechenden Report.
Die Verwendung dann für Todd AO steht ja lizenzrechtlich nichts im Wege.
Auch im vorderen Schaukasten war ein Schild. ( TODD AO )
Vistarama war hier ja auch nur der Bildwandtyp.
Unabhängig davon gab es ein gleichnamiges Verfahren als Kamerasystem.
https://coolidge.org/films/napoleon-70mm?fbclid=IwAR3OdjiwcqG4qGJ09FrNbbONyvoqViys1toMt1YKtk1GhXmml1P1XXihvnQ
Aufnahmeformate allesamt nur digital.
Da hatte NOPE doch mehr "versammelt" (und versemmelt).
23.11.23, 20:00 Uhr im Kino Arsenal Berlin: DUNKIRK (70mm).
DUNKIRK 70MM
Gesehen damals in der Lichtburg.
Einer der visuell schlimmsten 70 mm Filme, welche jemals die Bildwand erreichten.
Die nonexistente Beleuchtung, stinklangweilige Kadrage, der nervtötende Grünstich diskreditieren jeden Anspruch.
Weltweit aber war die Kritik völlig aus dem Häuschen: nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell einem der angeblich "größten Filme des Jahrhunderts" wurde gehuldigt.
Die Einspielergebnisse waren verhalten, und inzwischen spricht schon kein Mensch mehr von diesem Film.
Aber mit einer perfekten Tonmischung und genial auch von der Laufzeit des gesamten Films.
Bei der Tonmischung.verfolgt der Regisseur ein selbsterklärtes, eigenes Konzept mit einer atmosphärischen Abmischung, wonach die Dialoge ähnlich wie Geräusche behandelt werden: sie gehören demokratisch eher zum Umfeld, sind aber nicht dominant und könnem durchaus auch Hintergrundinformationen, als Geräusche neben anderen, stehen.
Um da überhaupt mitreden zu können, bedürfte es einer überragenden Lautsprecheranlage.
Normale Kinos mit mittleren Budget und Ausstattung haben dann natürlich das Nachsehen.
Genial ist tatsächlich die Laufzeit des Films: schön kurz.
Zack Sniders Netflix-Produktion REBEL MOON startet in drei ausgewählten Theatern in 70 mm:
https://variety.com/2023/film/news/zack-snyder-rebel-moon-theatrical-release-netflix-1235782366/
Zitat von: DCI sr. am 07.11.23, 15:18Um da überhaupt mitreden zu können, bedürfte es einer überragenden Lautsprecheranlage.
Ja so eine perfekte Tonanlage wie zum Beispiel das alte Empire in London.
Vorhin ein Video über die Vorführanlage des Empire mit Trailering von FAR AND AWAY gesehen, das wäre ja mit DP70 identisch zum International.
Die JBL THX-Wand wurde aber nicht gezeigt.
FAR AND AWAY 70MM
Bild ist etwas zu dunkel aber eine perfekte Tonmischung auf der siebziger Filmkopie.
Also zu dunkel waren die Filmkopien nicht, aber die Dupkopien von schlechter Qualität.
Zumindest zwei Kopien (70mm) in Deutschland hat es gegeben, die direkt vom Original gezogen worden waren (insgesamt gab es 11 Kopien), und diese hatten eine traumhafte Farbe und Lichtbestimmung (wenn auch Probleme in der optischen Titelbearbeitung).
*
Nach dem Erfolg von "Oppenheimer" im 70 mm-Format werden nun auch digitale Produktionen auf 70 mm ausbelichtet, so "Dune 2":
https://collider.com/dune-part-two-imax-70mm/?fbclid=IwAR3ZkPWkSC5Kq5MjhPrGSAdfmVnCQpajyUVgSDHpA_CSr5MX1bDBNLniHRI
Zitat von: DCI sr. am 21.11.23, 18:21Also zu dunkel waren die Filmkopien nicht, aber die Dupkopien von schlechter Qualität.
Ich meine die Ausleuchtung der Gesichter bei den Grossaufnahmen!
Zitat von: DCI sr. am 21.11.23, 18:21Zumindest zwei Kopien (70mm) in Deutschland hat es gegeben, die direkt vom Original gezogen worden waren (insgesamt gab es 11 Kopien), und diese hatten eine traumhafte Farbe und Lichtbestimmung (wenn auch Probleme in der optischen Titelbearbeitung).
Wo hast du einen bildlichen Vergleich gesehen dieser unterschiedlichen Kopien?
Zum einen in Berlin, dort liefen drei verschiedene Kopien. Eine englische Kopie im Odeon, sowie zwei deutschsprachige Kopien, die die eine im City im Europa Center die andere in Zoo Palast.
Eine weitere Kopie lag auch längere Zeit im CinemaxX Essen oder Braunschweig, da hat man sich intern immer an einer Rolle delektiert "wie toll Kino doch sein könnte".
Sechs Jahre später bekam ich eine eigene Kopie auf 70 mm.
Es gibt eine sehr schlechte Blu-ray Disc, aber in einer etwas besseren Fassung ist der Film neulich auf ARTE ausgestrahlt worden.
In Einem Fernen Land 70MM
Von diesen elf deutschen siebziger Filmkopien wurde eine im Cinedom komplett ruiniert mit einem dicken Laufstreifen auf der Schichtseite durch einen Abtastschalter des Projektors von Century. Sah den Film noch dort im Kino als siebziger Filmkopie einen Tag vorher in der Abendvorstellung.
Und in einem weiteren Kino wurde er bereits in der Pressevorstellung kaputtgefahren und ausrangiert. Vielleicht war das die 12. Kopie.
Cinedom bekam nach dieser Panne auch keine neue siebziger Kopie mehr ins Programm.
In meinen ganzen Jahren als Projektionist hier im Westen und Osten habe ich nie eine Filmkopie ruiniert in den Kinos. Es gab ja hier im Westen diesen idiotischen Spruch von einigen Banausen.
Wer nie eine Filmkopie kaputtgefahren hat der sei kein Filmvorführer. ( Ha, Ha, Ha, Ha, )
(https://i.ibb.co/8Mc7kCW/Picture-Facepalm-Forum.jpg)
Zitat von: DCI sr. am 21.11.23, 23:30Und in einem weiteren Kino wurde er bereits in der Pressevorstellung kaputtgefahren und ausrangiert. Vielleicht war das die 12. Kopie.
Es passierte in der Graf-Adolf-Straße in Düsseldorf.
Zitat von: DCI sr. am 23.11.23, 09:16Zitat von: DCI sr. am 21.11.23, 23:30Und in einem weiteren Kino wurde er bereits in der Pressevorstellung kaputtgefahren und ausrangiert. Vielleicht war das die 12. Kopie.
Es passierte in der Graf-Adolf-Straße in Düsseldorf.
Düsseldorf Europa
Düsseldorf Europa Saal 1
Projektor DP70
Telleranlage Kinoton
Dolby Prozessor CP200
Lautsprechersystem JBL
Endstufen Dynacord PAA990
Frequenzweichen Altec Lansing
RYAN'S DAUGHTER - Dezember in Paris:
https://www.cinematheque.fr/film/45736.html?fbclid=IwAR18BXfO2oY0_qW41HsUzHRuSiT4uDQ2jw6TO7NpiH5phXq2zKV-H40vBWo
Black Box Düsseldorf
(https://i.ibb.co/THjV1vm/XXXX.jpg)
https://35mm-retrofilmmagazin.de/2016/02/bfi-bringt-abel-gances-napoleon-zurueck-auf-die-leinwand/ (https://35mm-retrofilmmagazin.de/2016/02/bfi-bringt-abel-gances-napoleon-zurueck-auf-die-leinwand/)
Klassiker Napoleon
Ist das mit drei Bildern verkleinert in Letterbox oder Scope auf dem chemischen Film?
Die letzte 35mm-Rolle wird mit Anamorphot 2x vorgeführt. Also wurden die drei Streifen auf einen verkleinert.
Die o.g. Kopie kenne ich, ist sehenswert.
*
Es gibt aber eine 70mm-Version: dort ist dann die letzte Rolle in Letterbox.
Gerade läuft die beste Szene eines ansonsten durch und durch peinlichen Films:
https://www.facebook.com/groups/ReelProjectionists/permalink/3472252752920756/
Im Dezember 35mm-Klassiker in der Music Box Chicago, "Hitchcock & Friends":
https://musicboxtheatre.com/series-and-festivals/hitchcock-and-friends?fbclid=IwAR2p5al13ctTww9BG3NpjXlQ39Wq5vYC2wB9nuAx7wGk-J4OA5HcLXmwz1E
NAPOLEON auch im Vista, Tarantinos neuem Art Deco-Kino auf 70mm.
Wohl der erste Film dort in diesem Format.
Flammendes Inferno 35MM
Film ist doch ganz bestimmt total rot vom Bild.
TechniColor? https://www.hoefekino.de/filme/flammendes-inferno-32734/
DeLuxe! https://www.imdb.com/title/tt0072308/technical/?ref_=tt_spec_sm
Besuche ich nicht.
Weil über die zum Kauf angebotene Ware selten ordnungsgemäß informiert wird.
Es sind ja per se "Filmkopien-Festivals, also müsste man auch erklären können, wie die Ware genau entstanden ist und wie sie sich verändert hat.
In den dortigen Anzeigen ist jedoch fast alles schöngefärbt.
Glücklich gemacht hätte die ehrliche Auskunft "wir machen eine Nostalgieveranstaltung, dabei kommt es auch zu Alterungserscheinungen, aber auch zu positiven Entdeckungen".
Diese intellektuelle Integrität liegt nicht vor. Auch kaum anderswo. Weil das Wissen über die Filmkopien nicht existiert.
Daher poetologische Einstiegr und marketingprosaische Texte "am Fließband". (Auch wenn dort die Projektionsqualität sauber ist, was ja auch immerhin etwas wert ist.)
Am 29.12.23 22:00 bewirbt Filmtheater Hackesche Höfe in Berlin "Pearl Harbor" (USA 2001) als 35mm-Event.
Zugleich wird zu einer Neubewertung des Teams Bay/Bruckheimer aufgerufen.
https://www.hoefekino.de/filme/pearl-harbor-33495/
In der seit drei Jahrzehnten bestehenden studentischen Filmreihe "magical history tour" des Arsenal in Berlin finden sich ebenfalls 35 mm Aufführungen, hier vornehmlich älterer Klassiker: https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmreihe/magical-history-tour-schwindel-taumel-wanken/
Im eye Amsterdam "2001", 70mm, und leider die gedupte Warner-Version von 2018 (gelb-grünlich, in den Schatten absaufend).
Besser, man würde die Dup-Kopie von 2000/2001 spielen, hat aber vermutlich keiner weiter recherchiert.
Das eye hat auch Pech mit einer eigenen 70 mm-Kopie von "West Side Story", vor etwa 15 Jahren neu gezogen und unerträglich (möglicherweise zweimal nach Karlsruhe ausgeliehen):
https://www.eyefilm.nl/en/whats-on/2001-a-space-odyssey/1178846
Zitat von: Filmgärtner am 30.12.23, 00:30(möglicherweise zweimal nach Karlsruhe ausgeliehen)
Dort werden aber keine siebziger Filmkopien kaputtgefahren in diesem Kino.
Die Ritz Cinemas in Randwick zeigen das Jahr über Filme auf 35 mm und auch ein wenig 70 mm.
Hauptsächlich bekanntere Filme und auch Klassiker, da es sich um ein gewerbliches Kino und nicht um einen rund um die Uhr auf Film spielendes kommunales oder Museumskino handelt.
Es ist daher immer schwierig, ein Thema herauszufinden, und das betrifft alle Veranstaltungen dieser Art. Bei einem Thema mit Direktbezug zu "35mm" müßte ja auf ein spezielles Kopierwerk fokussiert werden, auf ein bestimmtes Land, auf einen bestimmten Kameramenschen, auf eine bestimmte Epoche oder gar auf Material-Typen, sofern man 35 mm oder 70 mm verstehen möchte.
Ein solcher Ansatz ist nicht mehr zu erwarten und kaum noch zu leisten.
Also es ist ein Überraschungsprogramm, bei dem jeder sich über 35mm und andere Formate denken kann, was ihm gerade einfällt.
https://www.ritzcinemas.com.au/events/this-is-celluloid-a-year-of-35mm-and-70mm-screenings-1281?fbclid=IwAR2xGx6Q0J781sKDsjPu91uqBr0QQ8HGD5n-UCTG7SfAWZjunE-srCKnC-U
*
REBEL MOON in 70mm:
Tja wie ist da wohl bildlich diese siebziger Filmkopie?
Ich habe es ja noch nicht komplett studiert, aber irgendwie im anamorphotischen Ultra Panavision, und hatte von der entsprechenden Umrüstung in dem Kino gehört vom Vorführer.
Bei der Ausbelichtung kann man ja in jedem Format variieren.
Trotz der katastrophalen Kritik, sicherlich berechtigt, werde ich trotzdem versuchen, das zu schauen (hatte aber seinerzeit auf der Berlinale Riesenprobleme mit Snyders "300": war mir alles zu nationalsozialistisch.
Aber in REBEL MOON sind jetzt die Nationalsozialisten wieder das Böse, liest man.
Snyder dreht es sich so hin, wie es ihm gefällt.
Heute 19.1.24 und 25.1.24 20:00 im Berliner Kino ARSENAL
VERTIGO
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/vertigo-2968/
(Anm.: Die derzeit in Berlin liegende Kopie ist aber nicht die Beste, die ich sah. Bessere Farben, Farb- und Lichtausgleich und auch Schärfe hatte die von James C. Katz und Robert Harris 1997 zur Berlinale mitgebrachte eigene 70 mm-Version, die noch kurz vor der Aufführung aus zwei Kopien zusammengesetzt worden war.
Sie wirkte beinahe so, als sei sie vom Originalnegativ gezogen worden.
So gut hatte man den Film seither nicht mehr sehen können.)
70 mm Festival im Berliner Zoopalast, das eigentlich auch als Christopher Nolan-Festival deklariert ist und die Vorzüge des 70mm-Films beschreibt:
https://zoopalast.premiumkino.de/veranstaltung/masters-of-cinema
Zitat:
"Christopher Nolans Blockbuster ,,Oppenheimer" ist nach der Auszeichnung zum ,,Besten Film" bei der diesjährigen Golden Globes Verleihung großer Oscar®- Aspirant. Der Film, der vom ,,Vater der Atombombe" Robert Oppenheimer handelt, gehört zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 2023.
Der bekennende Kinofan Nolan ist derzeit einer der beliebtesten und wegweisendsten Filmemacher Hollywoods und hat mit Filmen wie INCEPTION, INTERSTELLAR oder der BATMAN-Trilogie neue Maßstäbe gesetzt. Während die meisten Produktionsfirmen und Regisseure ihre Filme nach der ersten Coronawelle 2020 zurückhielten, brachte Nolan seinen Blockbuster ,,TENET" in die deutschen Kinos und hauchte so den Kinosälen neues Leben ein.
Zeit, dem Ausnahme-Regisseur eine eigene Filmreihe zu widmen.
Fans können täglich wechselnd die Meisterwerke des Regisseurs in der besonderen Kinoatmosphäre genießen und erleben.
Als besonderes Special werden ausgewählte Filme so gezeigt, wie Nolan sie sich gedacht hat: im 70mm Format - ein besonderes visuelle Erlebnis, das die Details, Farbtiefe und Klarheit der Bilder hervorhebt."
Kommentar zum zweiten Absatz: Marketing ohne Wahrheitsgehalt. Details, Farbtiefe oder Klarheit der Bilder sind bei diesen Filmtiteln, diesen Filmkopien und in der vorhandenen Güte der Projektion kaum gegeben.
Bist du auch dort als Gast?
Alle Kopien bereits in besserer Projektion in anderen Kinos gesehen, dort waren sie bereits Anlaß für eine tiefe Depression über den völligen Niedergang des 70 mm-Formats.
Die dreimal schärferen und farbigeren Highlights in diesem Haus waren vor 60 Jahren "Untergang des Römischen Reiches" oder "Zirkus Welt".
Was genau bringen denn bitte diese siebziger Vorstellungen dort im Zoopalast mit diesen miserablen Lautsprechern da in deren grossen Saal.
Sonntag, 18.2., 19:45, Savoy Hamburg in englischer Originalfassung und in Ultra Panavision 70 (auf dann dort deutlich verkleinerter Leinwand):
"The Hateful 8":
https://savoy.premiumkino.de/vorstellung/the-hateful-8/20240218/1945/dusKDbTYgF79OipGmQO0Q4P5K02rclkjIV9At8qKfOA~
*
Ab übermorgen, 26.1.24, im Gentofte-Kino Kopenhagen u.a. "Dune", "Where Eagles dare", "Out of Africa" oder auch "The Abyss" (Kameramann Mikael Salomon anwesend):
https://gentoftekino.dk/
Also 35 mm-Blow up-Kopien.
Zitat von: Apache Apache am 23.01.24, 19:26Was genau bringen denn bitte diese siebziger Vorstellungen dort im Zoopalast mit diesen miserablen Lautsprechern da in deren grossen Saal.
Dort sehr wenig, denn auch die Leinwand ist kleiner als früher bei diesem Format seit 1960.
Und die von Christopher Nolan fotografierten Filme und von FotoKem gezogene Kopien lassen wirklich wenig an Güte hoffen: die absolut falschen Beispiele, wenn man nur das Format beleben möchte.
Aber das Hauptzugpferd ist nun einmal Christopher Nolan als Oscar-Anwärter.
Ich habe gestern dort TENET gesehen und gegenüber der Delphi-Vorführung nicht wieder erkannt. Ohnehin ist der Film unterbelichtet und dann auch noch digital ausgelistet von einer 4k Quelle, aber voll als würde der Gesamteindruck durch die (für 3D benötigte) Metallweltwand des Zoo Palastes zerstört.
Was das hier angesprochene Thema also angeht, ist das Kino nur noch ein Schatten seiner selbst.
Aber das mitspielende Schwesterkino in Hannover, Astor Grand Cinema, verspricht vollmundig:
Wir sind eines von wenigen Kinos in Deutschland, die noch (oder wieder) 70mm-Filme abspielen können. Die 70mm-Filmkopien sind qualitativ hochwertige Versionen des analogen Filmzeitalters.
Damit Sie etwas über die Technik und der Kopie erfahren, haben wir hier die wichtigsten Unterschiede zur digitalen Projektion für Sie zusammengefasst:
Mehr Farbvielfalt und Farbtiefe, da die Chemie auf dem analogen Film mehr Farben abbilden kann.
Das Bild ist besser gezeichnet, unterschiedliche Schwarztöne werden besser abgebildet.
Das analoge Bild ist weicher.
Die Fläche und damit die Möglichkeiten der Detailabbildung sind fast dreimal so groß wie bei einem analogen 35mm Film, die Projektion nähert sich an 4K digital an.
Natürlich haben sich die Sehgewohnheiten durch die digitale Projektion verändert, trotz der Qualitäten einer 70mm-Kopie gibt es deutliche Unterschiede zur digitalen Projektion. Wie Vinyl erlebt deshalb diese Art der analogen Projektion auch ein Revival in der Filmproduktion. So sind verschiedene Filme auf 70mm in die Kinos gekommen.
Quentin Tarantinos "The Hateful Eight" hatte im großen Saal vom Berliner ZOO PALAST seine Deutschlandpremiere. Christopher Nolans "Interstellar" und "Dunkirk" sowie "Mord im Orient Express" im Jahr 2017 und "Joker" im Jahr 2019. Nolans Film "Tenet" wurde als erster großer Blockbuster in der Corona-Pandemie in den deutschen Kinos ein großer Erfolg.
Zitat von: Filmgärtner am 25.01.24, 22:31Dort sehr wenig, denn auch die Leinwand ist kleiner als früher bei diesem Format seit 1960.
Aus welchem Grund verkleinerte man die Bildwand dort in diesem Saal oder auch im Royalpalast?
Beworben wird die Bildwand im Zoo Palast größer als vorher, aber an den Falten im Wolken-Store konnten wir abzählen, dass sie kleiner ist.
Auch der subjektive Eindruck trübt nicht, da etliche Branchenprofis seit 1960 dort ständig zu Gast waren.
Es verliert aber 70 mm nennenswert an Bildhöhe, aber auch an Breite.
Früher war dort die Projektion noch vor 3D-Zeiten stets auf akzeptablem Niveau mit ruhigem Bildstand und ohne Flimmern. Sogar Anfang der 1960er Jahre für ein ganzes Jahrzehnt selbst mit alten T-Kiptagonen gestochen scharf und der Ton mit den Klangfilm-Magnetton-Verstärkern einfach herausragend!
Davon ist leider wenig oder gar nichts geblieben.
Auch im Royal Palast ging es bereits Anfang der 1970er Jahre bergab. Ein Teil der festen Höhe.kaschierung ging aber erst Anfang der 1990er Jahre kaputt und hing um 1 m zu tief im Bild, während zumindest die Bildbreite erhalten blieb.
Intakt blieb aber dort nach dem Prinzip der D-150 Grad-Kinos die seitliche und in der Höhe verstellbare mobile Kaschierung für die dann kleiner projizierten 35 mm-Formate.
Vom Grundeinsatz war dieses Haus in allen Belangen dem Zoo-Palast und weltweit auch anderen Häusern um Lichtjahre voraus.
"Tenet" (heute), "Interstellar", "Oppenheimer" etc.:
https://hannover.premiumkino.de/70mmprogramm
Dort im kleineren Saal, aber auf der aus Alhambra Wedding/Filmpalast Berlin/Astor Berlin stammenden Philips DP70, welche immerhin (im Gegensatz zu Arsenal Berlin oder Zoo Palast Berlin) über einen guten Bildstand verfügt. (Wir hatten dort von 2009-2011 etwas veranstaltet: https://www.in70mm.com/news/2009/astor_lounge/index.htm )
Tarantinos VistaTheatre in L.A. hat das "erste" Technicolor-Film-Filmfestival begonnen.
Recht unterhaltsame Filme, wenngleich der Anteil älterer, tatsächlich in Technicolor gedrehter Filme vielleicht in der Balance etwas höher hätte sein können:
https://www.vistatheaterhollywood.com/ib-tech-fest?fbclid=IwAR0R6PLTYlLmB6LDXcUIhp53Fkd6fc-zFq72nwi5bG0a6J22CXI-m9xVknQ
Eine ambitionierte Filmkomponisten Reihe im Metropolis Hamburg mit vielen 35mm-Kopien:
https://www.metropoliskino.de/themen?theme=107
Bruce Lee
Der ist doch ganz bestimmt total rot vom Bild.
Ein Einsatztermin "2001: A Space Odyssey" im Capitol Lausanne sieht zeitgleich im zweiten Saal eine DCP-Ausspielung vor: https://lausanne-musees.ch/de_CH/museen/cinematheque-suisse-3
Zeitlich versetzt wären Vergleiche möglich gewesen. (Es geht vermutlich um die Auslastung der Platzkapazitäten des Hauses oder eine demokratische Wahl, zwei gegensätzliche Versionen zu kennenzulernen?)
Gemeinsam ist beiden Versionen, dass sie in unterschiedlchster Weise Bearbeitungsfehler offerieren: "Pest oder Cholera".
Meine Anmerkung steht in Bezug zu am Freitag von @filmempire (er ist ja auch zeitzeuge der Erstaufführung) gemachten richtigen Feststellungen, wobei es sich weltweit immer um dieselbe 70mm-5 perf-Version seit 2018 handelt.
Zu dieser meinte einer der wichtigsten Mitarbeiter des Filmemachers, Douglas Trumbull, den man respektieren sollte, kurz vor seinem Tode:
"...I was kind of flabbergasted because I had a previous intimate relationship with Warner Bros. about 2001 because I was developing [a] documentary [about that film] for them. At the time, I said, 'I know where the original negative is of everything. I'm a guy who was on the set, working with Kubrick, and I'd love to contribute to any restoration you want to do.' Instead, they called Christopher Nolan and they did not call me. Go figure. It's all corporate. All about money."
Quelle:
https://www.slashfilm.com/580883/douglas-trumbull-and-christopher-nolan/
Abgesehen von totalen Verfremdungen in Farbe und Kontrast befindet sich die neue Kopie bereits zwei Kopien-Generationen - also zwei weitere Umkopierungsschritte - entfernt vom Originalnegativ (welches
von Anbeginn bereits zur Hälfte aus einem Dup bestand, anderenfalls hätte man etliche Visual effects nicht kopieren können).
Also weiter entfernt vom Originalnegativ als 2018 geht schon nicht mehr - es sei denn, hymnisches Marketing zaubert ganz neue Wahrheiten:
https://www.arsenal-berlin.de/kino/programmarchiv/2018/filmreihe/70-mm-2001-a-space-odyssey/
Man schaut sich in manchen Film- und Kinoredaktionen einen Film vorher schon gar nicht mehr an - die Textbausteine des Marketings sind zu Selbstläufern geworden.
Was ist besonders bemerkenswert in der 70mm-Kopie von 2018?
Das Filmkorn hat sich bei sechsfachen Dups beachtlich vergrößert. Hinzu kommt: vormals strahlend weiße Raumschiffe erscheinen in trüber anderer Farbe, DTS avanciert gar zur Special Venue-Roadshow-Mischung, die Direktionalität des Tons ist teilweise verloren gegangen.
Polaroid- und Belichtungstests bei diesem Film hatte es bei dieser Produktion nie gegeben?
Egal: wo kein Kläger ist, da ist kein Richter.
Projektionisten bekommen aus einem 70mm-Kopierwerk nunmehr seit zwei Jahrzehnten etwas geliefert, was Ihnen hilft, wieder einmal die Hausanlage anzuwerfen.
Ist damit aber auch dem Filmkunstwerk genüge getan?
Da in Karlsruher Anzeigen zu lesen ist, Spezialeffekte: Stanley Kubrick
(dieser hat m.E. Spezial Effekte nicht erschaffen https://faroutmagazine.co.uk/stanley-kubrick-didnt-deserve-oscar-2001-douglas-trumbull/
, aber dennoch dafür den Oscar bekommen), verschieben sich die Zuschreibungen in Produktionszusammenhängen.
Man begegnet gerade im world-wide-web Szenenausschnitten des Films, die eigentlich identisch aussehen könnten, stattdessen in dutzend verschiedenen Versionen mäandern (von welchen nicht eine einzige verwendbar ist).
Schwarze Monolithen und graue Mondgesteine... auch sie erstrahlen mittlerweile in vielen Farben:
Farb-Palette
Digitale Versionen Versionen purzeln dann auf andere Weise durcheinander (blaue Sterne, braunes Star Child, orangene Korridore und die gewittrig dahindämmernde letzte Rolle im Hotelzimmer u.v.m.):
In allen Formaten wäre wünschenswert, das Grading zu wiederholen, da der Film nur noch in einer Blu Ray Disc von 2008 und dort sehr wenigen Ausschnitten ansatzweise erkennen lässt, was man vom Eastman Color-Kaltprozeß-Material 5251 50T zwischen 1962 und 1968 näherungsweise erwarten sollte.
In nur 12 Städten wird die 70 mm IMAX Fassung von "Dune 2" gezeigt. Daher auch anzunehmen, das es auch nicht mehr funktionable auf der Welt gibt:
https://ymcinema.com/2024/01/31/dune-part-two-imax-70mm-screening-at-only-12-theaters-worldwide/?fbclid=IwAR1fEdOYuT_ueQrEq6ALT05OGo1sbTG5gMfmndeJK7E_plSu2omCIl738lc
"Viel passiert - der BAP-Film", ein 20 Jahre alter Wim Wenders-Film in der Lichtburg Essen:
https://filmspiegel-essen.de/veranstaltungen/2024-03-24_17-30_viel-passiert-der-bap-film/
Mit zwei Kontinentalpremieren trumpft in diesem Jahr das 70 mm Festival in Krnov auf: darunter "Napoleon" und "The Aeoronauts":
TOP GUN 70MM
Woher stammt diese Filmkopie?
Warum bitte gelangen die in Tschechien immer an sehenswerte blowup siebziger Filmkopien und ist man eigentlich hier in Deutschland etwa zu doof um diese auch zu bekommen im Festival oder besteht da absolut kein Interesse?
Die in Tschechien/Krnov aufgeführten Blowup-Kopien sind in der Tat selten, ob sie qualitativ auf der höchsten Stufe von 70 mm stehen, sei erst mal zweitrangig.
Da bei einem anderen Festival, in Karlsruhe, die beiden Kuratoren vermutlich auch stark westlich geprägt sind, haben solche Entdeckungen m.E. geringere Chancen: das letzte Festival hatte ja nicht einen einzigen Todd-AO-Film dabei, aber andererseits auch keinen osteuropäischen Titel. Vermutlich wird auch das Publikum in die Programmplanung nicht mit einbezogen.
Bei der derzeitigen politischen Stimmung traut man sich da offenbar nicht an die osteuropäischen Filme heran, könnte ich mir vorstellen.
*
Relevant ist, dass u.a. "Salomon und die Königin von Saba" wegen der fehlenden Technirama-Kopiermöglichkeit auf konventionellem Wege heute nicht mehr auf 70 mm replizierbar wäre (es sei denn, durch digitale Ausbelichtung)
22.3.24, 20:00 Uhr: THE RIGHT STUFF (Kino Arsenal, Berlin)
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/the-right-stuff-3445/
Aufgenommen auf 35 mm war die Blowup-Kopie vom Duplikatnegativ auf 1:1.85 nicht die allerschärfste, sehr wohl aber der Dolby A-Magnetton
-
DUNE 2
(Korrektur in70mm.com: Münchener Einsatz nicht ab 21.3.24, sondern bereits ab 15.3.24)
https://muenchen.premiumkino.de/70mmprogramm
Ausbelichtet vom digitalen Intermediate, nicht mit der besten Schärfe, aber mit einer gleichmäßigen Lichtbestimmung (eines ansonsten die saturierten Films)
*
THE SEARCHERS
Weltpremiere TCM Film Festival, April 2024:
https://filmfestival.tcm.com/programs/films/the-searchers/
Wie wurde dieser Film kopiert? Wohl kaum als Direktkopie vom Originalnegativ wie es sich gehört. Vermutlich eher ausbelichtet von digitalen Daten ähnlich wie bei der neuen Kopie "Lawrence of Arabia"
Zitat von: Filmgärtner am 09.03.24, 02:05Da bei einem anderen Festival, in Karlsruhe, die beiden Kuratoren vermutlich auch stark westlich geprägt sind, haben solche Entdeckungen m.E. geringere Chancen:
Also da vermute ich aber eher man richtet sich nur diesem generationsbedingten dort bekannten nostalgischen Festivalpublikum und es gab ja nach einem Festival auch schon etliche Beschwerden von diesen Genossen aufgrund zu vieler blowup Filmkopien im Programm.
Generationenbedingt ist möglich, da ja auch ich noch mit den alten Schinken von Large Format-Negativen aufgewachsen bin und dann durch die zunehmenden Blow ups irritiert war.
Hier glaube ich aber eher an eine Verwestlichung: einige der dortigen Stammgäste kenne ich ja seit Jahren oder Jahrzehnten, und mir war schon immer aufgefallen, dass praktisch keine Beziehung zu den osteuropäischen oder sowjetischen Filmen besteht, obwohl diese in der Mehrzahl sind.
Von dieser Ignoranz ist ausnahmsweise der Betreiber auszunehmen, da dieser den sowjetischen "Krieg und Frieden" zu einem seiner Lieblingsfilme erklärte, bei mir wäre es "Die Befreiung". Möglicherweise würde er solche Lieblingsfilme heute nicht mehr propagieren, ich aber bleibe dabei.
Grundsätzlich aber ist in Krnov ein stärkerer Bezug zu den Quellen der osteuropäischen Filme vorhanden. Wegen der tschechischen Erfahrungen aber mit der Sowjet-Armee 1968 und erst recht der jetzigen Risse inmitten von Europa ist es in diesem Jahr gerade zu verpönt, auch nur einen einzigen russischen Dialog anhören zu wollen oder russische Schrift lesen zu wollen.
Einige Festivalbesucher haben sich bereits schon im Vorfeld beschwert: es dürfe nichts russisch sein.
Wenn dann auch noch ein Studium der Filmkopierung ebenfalls nicht von Interesse ist, dann wüsste ich auch nicht, wie ich mich dort jemals noch mal vorstellen sollte.
Russland selber hat es die letzten 30 Jahre verabsäumt, WideScreen-Festivals zu machen, trotz der hervorragenden Archivlage im Gosfilmofond. Ein offenbar zerbrochenes Verhältnis zur sowjetischen Geschichte seit der Jelzin-Ära.
Ich könnte es einmal anregen bei Moskauer Bekannten, fürchte aber, dass dort der amerikanische Lebensstil zu tiefgreifend Fuß gefasst hat, um nochmals auf die Filmgeschichte zurückzugreifen. Und die dortigen 70 mm fähigen Häuser sind von der Platzkapazität einfach zu groß, um sie mit alten Filmen oder Reprisen zu füllen.
Es gilt also noch eine Aufgabe zu lösen.
Wiedereinsatz der 70mm-"Interstellar"-Kopien zum 10. Jahrestag.
Erstaunlich, dass noch welche existieren oder so lange aufbewahrt werden.
Der Film hatte ich im Imax Prag gesehen und fand die Kopienqualität und auch die fotografische Qualität des Films eher bescheiden.
https://fandomwire.com/interstellar-sets-course-for-imax-theaters-on-films-10th-anniversary-after-tenet-re-release-rakes-in-an-impressive-box-office-collection/?fbclid=IwAR2fSYUBv5NyyB5SCFl3q5lTqJzZnKH0VSDc1yD7OFnXb7YiFBHziyVLP2U
Einige 3D-Filme in 35 mm sowie fünf 70 mm Kopien in diesem Jahr im Centrum Panorama Varnsdorf.
FB_IMG_1711652396563.jpg
Filmklassiker in englischer Originalfassung im Arsenal Berlin am 09.04.2024 um 19 Uhr als gute 70mm-Blowup-Kopie (scharf, aber bräunlich gefadet):
FIRST OMEN (2024):
in USA auch in einer 35mm-Fassung kopiert.
Bildquelle: https://www.facebook.com/share/p/d94nY1TTdGFGqnKd/
In der Werkschau "Werner Nekes" im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main gibt es auch 35mm-Filmbandoriginale zu sehen:
https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/filmreihen-specials-mai-2024/werner-nekes/?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3-QHQt80aH_Ru2PbZ3WwT721PXcPFdOxCFwCryq47WF1CIwa9x0DHkTks_aem_Ae9QPh7SR_Ee-2h6zZIwizGJ_IutK-3IQ-IaOUpKQ4IJBOAcEc4PVGQGgm3ic0Bue5XM8TWZvILyrft9bMWY8M2Q
Auf dem Tribeca Festival in New York am 14. Juni 2024 eine 70 mm Kopie von NORTH BY NORTHWEST (ebenfalls wie schon THE SEARCHERS gescannt mit 13K)
*
Am 23.05.25 um 20 Uhr im Kino Arsenal Berlin wieder einmal TENET
https://www.arsenal-berlin.de/kino/film/tenet/
(welcher kurze vor bereits im Zoo Palast das gelaufen war in der bildlich deutlich besseren Wiedergabe)
Zu Pfingsten ein weiteres Technicolor-Festival in Karlsruhe (Schauburg), mit einigen anregenden Klassikern, die durchaus imstande sind, das Gefühl einer früheren Kinoepoche anhand von 35mm-Originalfilmkopien zu vermitteln.
Oftmals gab es auf Mehrschichtenfilm umkopierte 35mm-Kopien, in denen dann der Technicolor-Charakter verloren ging. Es gibt auch in den letzten Jahren einige Digitalversionen mit Fehlerkorrekturen (für's Heimkino), aber die Authentizität der Erfahrung sollte in einem passenden Filmtheater mit zeitgenössischen Kopien und Schaukastenkunst verkoppelt werden.
Die Bewerbung ist soweit seriös und läuft nicht Gefahr, falsche Superlative zu insinuieren oder Alleinstellungsmerkmale zu betonen, sondern lebt vom Spielplan und der Entdeckerfreue.
https://in70mm.com/schauburg/library/technicolor/2024/index.htm
Sa, 18.05. 11.00 Uhr 6. Technicolor Filmfestival 2024 Stardust (OV)
13.15 Uhr 6. Technicolor Filmfestival 2024 Schwere Colts in zarter Hand
15.30 Uhr 6. Technicolor Filmfestival 2024 Des Königs Admiral
18.00 Uhr 6. Technicolor Filmfestival 2024 Der Mann am Draht
21.00 Uhr 6. Technicolor Filmfestival 2024 Niagara (Originalfassung mit schwedischen & finnischen Untertiteln)
So, 19.05. 11.00 Uhr 2024 Rummelplatz der Liebe
13.00 Uhr Let it be (OmU)
15.00 Uhr Rear Window (deutsche Fassung in 35mm Projektion)
18.00 Uhr Die drei Gesichter der Furcht
21.00 Uhr Tschaikowsky – Genie und Wahnsinn
Mo, 20.05. 11.00 Uhr Spiegelbild im goldenen Auge
13.15 Uhr Auge um Auge
16.00 Uhr Die Degenerierten
19.30 Uhr Abgerechnet wird zum Schluss
(Angaben hier ohne Gewähr - daher Website klicken)
70mm-Festival Oslo vom 7.-16.6.24:
und hat doch mit Fokus auf gutaussehende Filme nachgelassen.
Einzige scharfe Kopie: GRAND PRIX (natürlich aus den 60ern):
https://www.cinemateket.no/70mm
Und T2 in einer eher schwammigen 70mm-Kopie;
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/terminator-2-judgment-day-3744/
Lord Jim und 2001 in 70 mm, Grand Prix und Ben Hur jedoch in 35 mm, aber auch in 35 mm Technicolor Raintree County - ein geeignetes Festival, mit den geeigneten Klassikern zusammengestellt:
https://www.somervilletheatre.com/repertory-programs/70mm-and-widescreen-fest
ULTRA CINEMATHEQUE 70MM FEST 2024
https://www.americancinematheque.com/series/ultra-cinematheque-70-fest-2024/
Viele sehenswerte siebziger Blowups sind ja doch noch erhalten dort in den Staaten.
HOOK 70MM
TOP GUN 70MM
THE DOORS 70MM
IN THE LINE OF FIRE 70MM
Drei Titel davon habe ich aber gesehen und fand sie sehr unscharf.
Zitat von: Apache Apache am 21.06.24, 20:02HOOK 70MM
TOP GUN 70MM
THE DOORS 70MM
IN THE LINE OF FIRE 70MM
Da bin ich ja total gespannt ob es Karlsruhe nach so vielen Jahren endlich schafft diese Filme einzusetzen in den kommenden Festivals.
Darauf bin ich nicht gespannt, sodass ich nach Karlsruhe höchstens dann fahren würde, wenn überwiegend Todd-AO-Filme dort laufen, weil die Veranstaltung ja so heißt.
Was jedoch nie stattfindet.
*
Das Festival in Los Angeles enthält schon nicht mehr die 1960er Jahre Klassiker (allenfalls die über Duplikatnegative nachkopierten Fassungen von '2001" und "Unsichtbare Dritte".
Ähnlich auch hier, wobei eventuell die Triacetat Kopie von "Far and away" noch schöne Farben haben könnte und, wenn sie vom Originalnegativ kopiert ist, sogar eine betörende Schärfe:
https://movingimage.org/series/see-it-big-70mm-2024/?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR2zI8A1Fxy6fj4oVpyIhMOop3cz4uXM4u1qZ8-qvCr2XZF4EumQXp5RKLc_aem_V9ahcuZdoJMt7kuGU864Dg
(In jener Veranstaltung ist auch ein Clip der grauenhaften Kopie von "2001" abgebildet. Wie ahnungslos kann man nur sein, dies als Anti-Werbung zu veröffentlichen?)
Zitat von: Filmgärtner am 22.06.24, 00:20Darauf bin ich nicht gespannt, sodass ich nach Karlsruhe höchstens dann fahren würde, wenn überwiegend Todd-AO-Filme dort laufen, weil die Veranstaltung ja so heißt.
Was jedoch nie stattfindet.
TODD AOAirport ist aber in diesem Bildformat und wurde dort auch mit beiden siebziger Kopien gezeigt ausserdem gibt es ja auch nur eine handvoll dieser Filme.
https://de.wikipedia.org/wiki/Todd-AO
Dann kann man das auch nicht Todd A0-Festival nennen, wenn dort nur alle paar Jahre mal ein Todd AO-Film läuft.
Es ist das beste Format, und so wird insinuiert, dass alles auf diesem Niveau liefe - besser als alle anderen Festivals (die sich ja "nur" >70 mm Festival< nennen).
(Varnsdorf hat sich ja auch nicht Todd AO-Festival genannt, obwohl dort in den letzten Jahren auf die Anzahl der Vorstellungen bezogen mehr Todd AO- und 65mm-Filme liefen als in Karlsruhe.)
TODD AO
Das richtet sich aber dort im Kino in Karlsruhe wohl eher dieser gebogenen Bildwand und weniger diesem Bildformat.
Kann ich auch nicht glauben, weil explizit nur die Cinerama-Bildwand beworben wird.
Entweder das eine oder das andere.
Eigentlich gar nichts von beiden...
Ein anspruchsvolles Open Air 35 mm-Programm macht seit Jahren die Open Air Bühne in Weißensee (die ehemalige Konzertbühne der Puhdys).
In diesem Jahr ebenfalls, und im Vorjahr natürlich auch:
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/kino-streaming/das-fliegende-auge-wiederentdeckt-ein-frueher-defa-film-aus-berlin-li.364692
Unter technisch bester Betreuung!
Satyajit Ray:
Werkschau eines der größten Regisseure in Berlin der Arsenal, auch mit einigen sehr wichtigen 35 mm Kopien:
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmreihe/hommage-satyajit-ray/
Die alten Star Trek-Kinofilme laufen jetzt als Paket in einer 70 mm Blow up-Reihe!
(Ich sah davon nur die Teile 2 und 3 in 70 mm, das waren leider keine Direktkopien in Deutschland).
Auffallender Weise fehlt der erste (und meines Erachtens beste) Teil, der von Robert Wise inszeniert wurde.
Zeigt man nicht wegen des Rotstichs? Oder weil es keine Kopie mehr gibt? Oder wegen der Dominanz des jüngeren Director's Cut?
https://in70mm.com/news/2024/star_trek/index.htm
Also wirklich erlebnisvoll sind bildlich nur diese vier Teile aber leider keiner davon auf siebziger Filmkopien.
STAR TREK GENERATIONS - STAR TREK FIRST CONTACT - STAR TREK INSURRECTION - STAR TREK NEMESIS
FINE ARTS JBL https://losangelestheatres.blogspot.com/2017/03/fine-arts-theatre.html (https://losangelestheatres.blogspot.com/2017/03/fine-arts-theatre.html)
Kinosaal hat ein perfektes Lautsprechersystem hinter der Bildwand aber dieses leblos gerade Bild zeigt leider absolut keine cineastische Wirkung von Breitfilmen und das schon mal gar nicht auf siebziger Filmkopien.
Das kann unser Spezialist aus Karlsruhe dann auch zeigen dort in seiner beliebten Schauburg und da haben diese Filme wenigstens eine ganz perfekte Wirkung auf seinem gebogenen Panoramabild.
Auf dem Widescreen Festival in Bradford im September laufen in 35 mm Cinerama mit 3 Streifen How the west was was win, in 70 mm the Searchers sowie Amadeus.
Leider digital: Lafayette, North by Northwest und einige in VistaVision gedrehte Filme.
https://www.scienceandmediamuseum.org.uk/cinema/widescreen-weekend?fbclid=IwY2xjawEwytJleHRuA2FlbQIxMQABHbwiNAJvIIjH-XE3k2oUxYOK9VvYN_dmcWLekrdJhsw46hANUMAreLbAFg_aem_BDvh6ufgCUwFNiRXt26NsQ#full-programme
Spektakulär ist die Auswahl der Medien oder Filmkopien oder digitalen Kopien in dieser Mischung nicht.
Möglicherweise doch eine analoge Verführung in Venedig?
Der Ritzen sind der Welt beschreibt eine Vorführung des neuen Brody-Films "the brutalist", der "in 70 mm aufgenommen sei mit irritierender Tiefenschärfe".
Wahrscheinlich hat der Journalist zum ersten Mal in seinem Leben einen gutaussehenden Film gesehen?
Jedenfalls ist er in 35mm 8-perf VistaVision gedreht, und wenn plötzlich von 70 mm die Rede ist, vermute ich die Aufführung einer 70 mm-Filmkopie.
"Tiefenscharfer" Film hört sich schon mal gut an, sehr gut an, nach 30 Jahren gescheiterter Christopher-Nolan-Bemühungen.
https://www.welt.de/kultur/kino/article253366640/Filmfestspiele-Warum-in-Venedig-der-schlechteste-Film-gewinnt.html
Hier bei den filmstars eine Bestätigung, wenn auch einige Bilder Eigenschaften kritisiert werden und nicht immer auf fachlicher Beurteilung fussen:
Wie ,,Die zehn Gebote", ,,Krieg und Frieden" und ,,Vertigo" im eigentlich schon 1963 weitestgehend ausgestorbenen VistaVision-Format auf analogem Filmmaterial gedreht, wurde ,,The Brutalist" bei seiner Weltpremiere beim Filmfest in Venedig als analoge 70mm-Kopie präsentiert. Und es sollte fortan – einer cinephilen Pilgerfahrt gleich – die Aufgabe jedes echten Kinofans sein, eine der vermutlich viel zu seltenen 70mm-Vorführungen zu besuchen: ,,The Brutalist" wird zwar auch in digitalen Projektionen mit Sicherheit zu den am besten aussehenden Filmen des Jahrzehnts zählen, aber die Farben, die Körnigkeit, das Spiel mit Licht und Schatten, mit Schärfen und Unschärfen, einfach die pure haptische Qualität wird sich niemals perfekt in Einsen und Nullen übertragen lassen. Ganz offensichtlich ist Corbet ähnlich getrieben vom Streben nach absoluter Schönheit wie sein Protagonist.
Quelle: https://www.filmstarts.de/kritiken/269838/kritik.html
John-Boorman-Retrospektive im österreichischen Filmmuseum:
https://ray-magazin.at/praezisionsarbeit/?fbclid=IwY2xjawFNkzxleHRuA2FlbQIxMQABHU5WMYyBXlZQ9oh82pKbxJySAsrSjTlmMm7E21Cn7rNCzL7yzZotFUez5A_aem_RVTJ-NRBo2rI0ld1z-8cVg
Morgen, 25.09.2024 im Kino Arsenal in Berlin um 20 Uhr: "Apocalypse Now", 70 mm, englische Originalfassung 153 Minuten.
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/apocalypse-now-4041/
https://youtu.be/hn37QfXw1-E?si=EoTRFCkM9EvpxJhQ
W. Murch, Sounddesigner berichtete darüber:
That's partly because we took those realistic sounds and deconstructed them on synthesizers. One more wonderful thing about the way a helicopter sounds is that it has a different articulation as it passes by. You'll hear five or six different things going on when you get into different spatial relationships to it — sometimes you'll hear just the rotor, then you'll hear just the turbine, then you'll hear just the tail rotor, then you'll hear some clanking piece of machinery, then you'll hear low thuds. The helicopter provides you with the sound equivalent of shining a white light through a prism — you get the hidden colors of the rainbow. So we would hear a real helicopter at any point and say — listen to that! Let's see if we can synthesize just that! And using a synthesizer we created artificial sounds to mimic the real sound.
We formed what became known as "the ghost helicopter" out of this, which was sort of an aural Lego kit. You could put the helicopters all together and they'd sound very realistic. But then you could take them apart and play any one of them individually, a single helicopter on multiple tracks, and that's what the film begins with. That sound — that whoop-whoop-whoop-whoop-whoop sound — is the synthesized blade sound. And in isolation it had this dream-like quality.
We used lots of isolated sounds in various places, wherever we felt we needed to color the realistic sound and make it hyper-real. Throughout the movie, the helicopter is positioned between realism and hyper-realism and surrealism. It can slide anywhere on the spectrum. In musical terms, we thought of the helicopters as our string section.
Small arms fire would be the woodwinds, I guess. The "Valkyrie" scene has the Wagner music in it. It has choppers in it. And it also has the small-arms fire, which occupies a different region. Then there are the artillery sounds — the mortar fire — and a vocal part of the sandwich, from the sounds the people are making. Another layer is the clinkity-clink sounds of people moving around. Then there's a layer of winds and fire and leaves blowing.
There were a lot of instruments in the film. The soldiers we talked to said that anywhere you went in Vietnam you could hear some low artillery going on. Thunk-a-thunk-thunk-thunk. That has a kind of timpani quality to it. But it also sounds like a heartbeat. We positioned it "way over in the next valley," so to speak. We put it in when Willard and Chef [Frederic Forrest] were coming in on the tiger. Before you know that there's a tiger in the jungle, you hear naturalistic sounds of the jungle. But underneath it is this thunk-a-thunk-thunk, thunk-thunk-thunk. [...]
Quelle:
https://designingsound.org/2009/10/09/walter-murch-special-apocalypse-now/
Tonformat dieser siebziger Filmkopie ist welcher also bitte auch dazuschreiben im Beitrag und ganz bestimmt kein Atmos auf Datasat.
Berlin Kino Arsenal
Bildwand ist da von deren Wirkung leider genauso katastrophal wie auch dort im Filmmuseum in Frankfurt! Also was bitte genau soll diese Vorstellung jetzt nun beweisen etwa perfektes siebziger Kinoerlebnis?
Und welche Technik sowie Lautsprechersysteme sind dort verbaut im Arsenal?
Die Lautsprecheranlage wurde vor knapp einem Jahr generalüberholt nach modernsten Prinzipien.
Wüßte nicht, wo sich im Moment der Ton besser anhört.
Das neue Arsenal 2026 bekommt dann auch eine Atmos-Anlage.
Ja welches Lautsprechersystem genau etwa auch so ein total zum Filmton unpassendes Zeug aus der Musikbranche?
Auf einem Bild aus dem Internet erkennt man die Lautsprecher dort im grossen Saal! Stehen dort im grossen Saal die Lautsprecher etwa nicht hinter der Bildwand?
Du bist doch heute Abend ganz bestimmt dort bei dieser siebziger Vorstellung. Dann schau doch bitte auf die Lautsprechermarke dort im Saal.
Ich erwarte schon mit grosser Spannung den Bericht aus Berlin aber nicht vom Bundestag sondern dem Arsenalkino.
Brechend ausverkauft die Vorstellung.
Für die Freunde des Dolbytons wurde dann also der "Heilige Gral" vorgeführt: die amerikanische Dolby 6 Kanal Magnet und Kopie von "Apokalypse now".
Sounddesign vom andern Stern, ausgeklügelt in der Verbindung zwischen der elektronischen Musik von Carmine Coppola und korrespondierenden Handlungselementen (etwa die manischen Trippeleien des früheren Schlagzeugers auf dem Boot, der sich mit Metallstäben und einem kochtopf zu helfen weiß: da fließen unterschiedliche Klangdimensionen ineinander).
Warum der Ton noch einmal für die UHD neu abgemischt werden musste, liegt vielleicht in einer Verkaufsentscheidung seitens des Regisseurs: irgendetwas Neues muss es ja geben mit jeder neuen Auflage.
*
Tontechnik Arsenal: https://tme-group.eu/arsenal-berlin/
Bildentwürfe gibt es im Foyer zum neuen Arsenal Kino - 2026 in Wedding: die Bildwand wird ein wenig kleiner werden, aber man wirbt mit noch mehr Formaten (mit Dolby Atmos und auch mit Super-8).
Zitat von: Filmgärtner am 26.09.24, 01:25Warum der Ton noch einmal für die UHD neu abgemischt werden musste.
Um diesen mit Atmos so richtig dreidimensional zersplitten also das richtige Klangspielzeug in asozialen Wohnklos mancher Consumerbasteler ohne jegliche Ahnung von der Materie.
Zitat von: Filmgärtner am 26.09.24, 01:25Tontechnik Arsenal: https://tme-group.eu/arsenal-berlin/
Danke aber es steht da gar nichts zum dort verbauten Lautsprechersystem.
Hier auf dieser Fassung ist auch das original Tonformat des Kinos.
https://www.ofdb.de/fassung/168,488653,Apocalypse-Now/ (https://www.ofdb.de/fassung/168,488653,Apocalypse-Now/)
APOCALYPSE NOW 70MM
https://www.instagram.com/am_cinematheque/p/Cu2SK7fPtf7/ (https://www.instagram.com/am_cinematheque/p/Cu2SK7fPtf7/)
https://www.instagram.com/am_cinematheque/p/C9iqZA6SBHz/ (https://www.instagram.com/am_cinematheque/p/C9iqZA6SBHz/)
Zitat von: Apache Apache am 26.09.24, 01:51Hier auf dieser Fassung ist auch das original Tonformat des Kinos.
https://www.ofdb.de/fassung/168,488653,Apocalypse-Now/ (https://www.ofdb.de/fassung/168,488653,Apocalypse-Now/)
Vermutlich nicht: wird dort als Dolby Atmos-Neumischung angegeben, und diese Fassung ist auch verlängert worden (an den betreffenden Stellen nachsynchronisiert?)
Da steht doch ganz klar deutsch Kinofassung. ( Dolby Stereo A )
Unter diesem Link sehr icb Dolby Atmos vermerkt, nicht Dolby Stereo.
Du schriebst ja zu diesem Thema dazu auch etwas dort im anderen Forum. Da man deine Posts dort zensiert melde dich an mit einem neuen Account.
( NEUANMELDUNG )
Das ist wohl die einzig richtige Lektion gegen Zensur der freien Meinung dort auf diesem anderen Kanal und verbannen ohne einen Grund kenne ich ja noch von einem bekannten ehemaligen Moderatorschwachmaten aus deren Plattform.
(https://i.ibb.co/FsbB9c0/XXXX.jpg)
LICHTBURG ESSEN INTERSTELLAR 70MM https://filmspiegel-essen.de/filme/2023-interstellar/ (https://filmspiegel-essen.de/filme/2023-interstellar/)
17.10.24, Arsenal Berlin, 20 Uhr: THE SEARCHERS
(Digital restauriertes, stark gefadetes VistaVision-Originalnegativ mit Ausbelichtung auf 65 mm-Duplikatnegativ)
USA 1956 (restored version, 2024: 35mm 8perf -> 4K D.I. -> 65mm I.N. -> 70mm print (window boxed)
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/the-searchers-4214/
THE SEARCHERS 70MM
Ist das jetzt etwa dieselbe siebziger Kopie aus Karlsruhe? Und wer genau ist nun der Besitzer dieses Films?
THE SEARCHERS 70MM
https://www.facebook.com/photo/?fbid=877271787767544&set=a.617653650396027 (https://www.facebook.com/photo/?fbid=877271787767544&set=a.617653650396027)
THE SEARCHERS 70MM OPEN AIR
https://cinepages.wordpress.com/2024/07/18/the-searchers-usa-1956-in-70mm/ (https://cinepages.wordpress.com/2024/07/18/the-searchers-usa-1956-in-70mm/)
THE SEARCHERS 70MM
https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224 (https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224)
Leider etwas recht blass vom Bild und der Himmel ist viel zu azurblau statt hellblau auf diesem Filmstreifen.
Zitat von: Apache Apache am 05.10.24, 03:10THE SEARCHERS 70MM
https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224 (https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224)
Leider etwas recht blass vom Bild und der Himmel ist viel zu azurblau statt hellblau auf diesem Filmstreifen.
Ja, den Clip habe ich auch gesehen heute, sieht wirklich furchtbar aus!
Aber ich hoffe doch dass dies der digitalen Kamera und dem Abfotografieren des Clips geschuldet ist.
Fürchterlich, und die meisten Filmvorführer oder Kinobetreiber schämen sich auch gar nicht, solche Clips abzubilden: keinerlei Sensibilität und Grundlagenwissen.
Zitat von: Filmgärtner am 05.10.24, 07:25Zitat von: Apache Apache am 05.10.24, 03:10THE SEARCHERS 70MM
https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224 (https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224)
Leider etwas recht blass vom Bild und der Himmel ist viel zu azurblau statt hellblau auf diesem Filmstreifen.
Aber ich hoffe doch dass dies der digitalen Kamera und dem Abfotografieren des Clips geschuldet ist.
Nein ganz bestimmt nicht was gilt die Wette aber Du bist ja mit absoluter sicherheit zu Gast bei dieser Vorstellung.
"Analog ist Pop" - Die Workshops und Schnupperkurse im Wiener Gartenbaukino:
https://www.gartenbaukino.at/das-kino/workshops/
Zitat von: Apache Apache am 05.10.24, 03:10THE SEARCHERS 70MM
https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224 (https://www.facebook.com/story.php/?story_fbid=877273884434001&id=100064541930224)
Leider etwas recht blass vom Bild und der Himmel ist viel zu azurblau statt hellblau auf diesem Filmstreifen.
Tja, das stimmt vieles nicht, ich hätte eine 35 mm Technicolor Kopie vorgezogen.
Gestrige Aufführung in Berlin zeigte Spuren früherer Einsätze in anderen Kinos.
Die ersten fünf Minuten der flammenneuen Kopie auf Teller zerfahren: die typische Sprungscharme, wenn der Abwickelteller nicht das richtige Anlaufmoment erreicht hat oder der Fühler das Mikroschalters an der Einsteckeinheit verbogen ist. (ST270?).
Das Kino war ausverkauft.
Zitat von: Filmgärtner am 18.10.24, 10:08Gestrige Aufführung in Berlin zeigte Spuren früherer Einsätze in anderen Kinos.
Aber ganz bestimmt nicht von der Schauburg aus Karlsruhe.
Zitat von: Filmgärtner am 18.10.24, 10:08Das Kino war ausverkauft.
Aber leider ein total generationsbedingter Film.
Und die Kopie THE SEARCHERS zieht weiter zum Gartenbaukino in Wien, 17.11.24, 12:00 Uhr:
https://www.gartenbaukino.at/programm/programmuebersicht/the-searchers/
THE BRUTALIST - 23. und 26.10.24 um 20:30 Uhr im Gartenbaukino Wien:
https://www.viennale.at/de/film/brutalist
Aus welchem Grund wirbst du im anderen Forum dort immer mit diesem Gartenbaukino? Ausserdem braucht doch wirklich kein Mensch diese beiden Filme trotz siebziger Kopien!
Das ist der von mir aufgebaute und verantwortete Thread, den ich nicht verwaisen lassen kann.
Trotz Abschied vom Filmvorführerforum teile ich noch immer Treffpunkte mit: eben auch für Freunde, Kollegen und Bekannte oder Kunden von mir aus früheren Jahren, die ich nicht mehr alle vollständig erreiche.
Und entschieden bin ich anderer Auffassung, dass diese Filme nicht gebraucht werden: die allerdings hier in Kürze vorgestellt und diskutiert werden (ja, auch kritisch, denn den Look und die Erzählweise heutiger Filme auseinanderzunehmen, lohnt immer. Ignorieren kann man sie leider nicht, weil man sich auf einem neuen, noch nicht vollständig informiertem, offenem und gutherzigem Publikum zuwenden möchte. Welches oft auf Werbeversprechen hereinfällt. Aber diese Filme "ignorieren", wie es auch ältere Filmprofikollegen mittlerweile tun, derart negativ bin ich noch nicht eingestellt.)
Zitat von: Filmgärtner am 22.10.24, 11:30Das ist der von mir aufgebaute und verantwortete Thread, den ich nicht verwaisen lassen kann.
Tja es ist ein riesen Wunder das er bis heute nicht entfernt wurde da aus dieser Rubrik nach so viel Nostalgiekrieg zwischen euch dort im Forum.
"North by Northwest" -
Gartenbaukino, 19.01.2025, 12 Uhr:
https://www.gartenbaukino.at/programm/programmuebersicht/north-by-northwest/
Wie bei "The Searchers" war auch hier das Negativ gefadet, man konnte es an leicht matten Farbtönen in der alten Blu-ray Disc erkennen.
In Diskussion, ob der Verein Kinomuseum Berlin (in Kooperation) 2025 eine Sonderveranstaltung zum kommenden 70. Geburtstag von Todd AO anberaumt. Das Ziel wäre neben der Vorführung betreffender Filme eine grundlegende Analyse der Licht- und Schattenseiten des legendären Filmverfahrens eben so wie die interdisziplinäre Verschränkung mit filmwissenschaftlicher, politologischer, filmkopierwerkstechnischer, musikologischer und bildanalyrischer Theoriebildung aufgrund neuer Erkenntnisse.
Ausschließlich Repertoire auf analogem Film zeigt der Filmclub 813 in Köln: erhielt für dieses Engagement sogar noch den aktuellen Kinemathekenpreis 2024 (vorbildlich und vorwärtsweisend, auch hinsichtlich der Preis-Juroren):
https://filmclub-813.de/
Ein toller Preis für den Filmclub 813 (https://filmclub-813.de/)
Für sich für den Preis interessierende Kinos zu beachten ist:
Als Kino muss man sich bewerben.
Kinopreis des Kinematheksverbundes (https://www.kinematheksverbund.de/kinopreis-des-kinematheksverbundes/)
Ab Februar 2025 reinschauen.
Abschiedsmonat im alten Arsenal am Potsdamer Platz, u.a. mit "Barry Lyndon", 11.12.24, 20:00 Uhr, 35mm:
https://www.arsenal-berlin.de/kino/filmvorfuehrung/kino-kann-opulenz-barry-lyndon-4443?fbclid=IwY2xjawGtEDFleHRuA2FlbQIxMQABHWl9hgM85VN8rEc3WWYL6AFU-AxqpRLdbRC5wZmYw_monFf2V6feG1tNFA_aem_pg5os8Mx2vbZPgwgMRDpVQ
Das Rokkoko-Fresko war einmal der schönste Film der Welt und der beste, den Kubrick je gemacht hat:
04.12.2024, 20:00 Uhr: bis zum Jahr 2026 der letzte 70 mm-Film im Arsenal, Berlin. Unter dem Motto "Kino kann 70 mm".
Wichtiger wäre die Frage: "Was kann 70 mm?", das wäre aber intellektuell zu hoch gegriffen.
Daher einer der unschärfsten Filme auf Filmrollenbandoriginal, die es die gegeben hat:
Aliens ist doch auf der siebziger Filmkopie in Pillarbox also wieso denn bitte ein unscharfes Bild?
Pillarbox ist dafür nicht ausschlaggebend (nur von Vorteil im Falle der Projektion in solchen Kinos, in denen ein 70 mm-Bild nicht randscharf zu bekommen ist bei 1: 2.2, dann erleichtert natürlich 1: 1.85 die Schärfeeinstellung).
Ursächlich für die Unschärfe der 70 mm-Kopie von "Aliens" war bereits das etwas unscharf hergestellte 35 mm-Interpositiv, von welchem dann das 65 mm-Duplikatnegativ (also das Kopiernegativ für die Serienkopierung) erstellt wurde.
-> Man hätte also bereits im ersten Kopierschritt, bei Herstellung des Interpositivs, auf das 65 mm-Format gehen sollen.
Derartige Tatsachen wurden aber noch nie in Repertoire-Kinos angeschnitten, sondern weggelächelt.
Man steht "über diesen Dingen".
Die 70 mm Kopie ALIENS gestern aus dem schwedischen Institut war die schlechteste, die ich je gesehen habe: wechselweise zwischen 8 und 16 mm schwankend in der Körnung und Schärfe, mehr Grau als Schwarz, viel zu hell, wechselnde Farben (obwohl das Interpositiv bereits perfekt lichtbestimmt war) und, projektionsbedingt, schwerste rotationssymmetrische Bildschirmschwankungen.
ALIENS
Aus welchem internationalen Kopierwerk stammen denn bitte alle siebziger Filmkopien dieses Films?
Auch das ist die zunächst wichtigste Frage überhaupt, ohne die man kaum weiterkommt.
Ich weiß es nicht oder habe es vergessen, nehme aber an, das von Fox auch als hauseigene Kopierwerk betriebene, die DeLuxe Laboratories.
Der besagte Action-Regisseur hatte auch selber seine berufliche Erstausbildung in den DeLuxe Labs., allerdings Toronto, absolviert.
Anfang der 1960er Jahre war das Werk in Los Angeles das modernste Kopierwerk, führte als erstes das additive printing-Prozessverfahren für 65/70 mm ein ("Cleopatra" in absoluter Perfektion!).
Es gibt aber eine deutlich bessere Kopie, die damals im Royal Palasr Europa Center liegt, von der ich noch einen Clip habe. Aber für die Analysten der 70mm Blow up-Kopiem und des Dolby Stereo Msgnettons ist das ein absoluter Höhepunkt!
Zur Minute lasse ich gerade auf dem Sony R 515 die UHD laufen. In Kontrast, Farbe und Auflösung perfekt. Wahrscheinlich wurde auch interpoliert. Weil der Film in Super 35 gedreht ist (nein, kein Irrtum, keine Verwechslung), müsste man in jedem Fall Korn erkennen, es ist auch erahnbar.
Von allen auf dem Markt existierenden Cameron-Filmen die beste Version.
Zitat von: Filmgärtner am 06.12.24, 00:19Es gibt aber eine deutlich bessere Kopie, die damals im Royal Palasr Europa Center lief, von der ich noch einen Clip habe.
Ja dann bitte unbedingt scannen diesen Filmstreifen und als Bild reinstellen hier in diesem Thread.
Den Clip wollen noch andere sehen, und ich habe ihn aus dem Archiv bestellt, liegt morgen im Kinomuseum-Store um 14:00 Uhr kurz im Alexa vor. (Dummerweise habe ich keinen Diascanner für Mittelformat parat. Wenn diesen mir jemand über Ex-ebay Kleinanzeigen noch heute abend vermittelt, könnte ich morgen scannen. Oder das Ganze verschieben.)
Der Clip beweist, dass es nicht nur schlechte Kopien von "Aliens - Die Rückkehr" gab: die Szene ist vom Kontrast, in der Farbe und der Helligkeit identisch zur UHD, auf dem Startband befinden sich noch als Referenz die Graukeile.
Schnappfoto vom abgelegten Startband der 70mm-Kopie ALIENS (Royal Palast Europacenter, 13.11.1986).
Die Hauttöne und der Kontrast sind rund zufriedenstellend,identisch zur damaligen Berliner 35mm-Kopie auf dem Niveau der damaligen erst sechs Jahre alten Highspeed-Materialien, wobei die Internetmaterialien noch nicht so weit fortgeschritten waren wie mit dem neuen Prozess und neuer Maskierung von 1993.
Was wohl 1986 in USA bei der 2024 aus Stockholm entliehehen Kopie passiert sein könnte?
THE BRUTALIST: 35mm 8 perf VistaVision blown up to 70mm 5 perf.
Dem Bericht nach ein "höherauflösendes Filmformat" -einverstanden.
Zugleich mit einem "größeren Besichtswinkel" - und diese Beschreibung wundert, denn den Filmausschnitten ist eher das Gegenteil anzumerken.
https://www.indiewire.com/news/breaking-news/the-brutalist-70mm-screenings-1235073209/?utm_campaign=trueanthem&utm_medium=social&utm_source=facebook&fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3UqkXIHwS6r4VzK2TXAyoXWs26ryZ1x4TkemK0DqjOjzALYTrEygQchP4_aem_r_nSJF0FE7CS2CqI288Bs
ALIENS
Danke und dieser Scan einer siebziger Filmkopie ist doch bildlich total in Ordnung.
Ein Scan folgt demnächst.
*
Würde gerne zum 70. Jahrestag von "Todd AO" eine fünftägige Filmreihe in Berlin machen, einiges vielleicht auch von DTS, weil mit diesem Format eben auch einige Neukopierungen von vor 25 Jahren verbunden sind (bekomme heute meinen zweiten DTS 70mm reader)
Eine Reihe, die Pflicht für jede Cineasten-Gruppe sein sollte, hat endlich das Filmkollektiv Frankfurt realisiert und in das Januar-Programm des DIF-Kinos am Schaumainkai, so wie in die Harmonie heute in das Cinéma gebracht.
Darunter abgelehnte (oder ausgetauschte) Filmmusik von Alex North, Henry Mancini oder Franz Waxman:
FRENZY 35mm
2001: A SPACE ODYSSEY (digital)
DIE RATTE VON SOHO 35mm
https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/filmreihen-specials-januar-2025/alternative-und-abgelehnte-filmmusik-aus-hollywood/
Die Wahl des Medienformats hätte ich anders getroffen: "2001" ist besser auf Film. Während bei FRENZY das Digisat noch ungesehene Güten hervorholte (Verweis auf meine Sichtung im Berliner Arsenal, 2020.)
Am 26.01 und am 27.01.25 im Delphi Filmpalast am Zoo THE BRUTALIST: in 70 mm projiziert, gedreht auf VistaVision.
THE BRUTALIST PILLARBOX 70MM
https://www.imdb.com/title/tt8999762/technical/?ref_=tt_spec_sm (https://www.imdb.com/title/tt8999762/technical/?ref_=tt_spec_sm)
https://x.com/CentralPictureH/status/1864695679517438190?mx=2 (https://x.com/CentralPictureH/status/1864695679517438190?mx=2)
VistaVision
https://www.instagram.com/afisilvertheatre/p/DDpofyLRJpI/?img_index=3 (https://www.instagram.com/afisilvertheatre/p/DDpofyLRJpI/?img_index=3)
THE BRUTALIST 70MM
Tja diesen Film zeigt wohl kein anderes Kino hier in Deutschland als siebziger Kopie! Und wie bitte gelangt Delphi an eine siebziger Kopie von diesem Film?
Ich knüpfe erst einmal an die anderen Vorbemerkungen mit den Verlinkungen auf das eigentliche Format des Films.
Zwar kennen wir noch nicht Meisterschaft dieser Fotografie oder Inszenierung - falls sie es denn ist - aber allein den Filmclip einmal zu kommentieren ist sicherlich kein Verbrechen.
Schaut man in andere Medienportale oder auch in das Parallel-Forum, scheinen bei dem Jubel der fanboys solche Fragen überhaupt keine Rolle mehr zu spielen.
Das Delphi in Berlin hat eine große Platzkapazität mit einem auch relativ großen Einzugsbereich. Für einige Filmverleiher ist das entscheidend. (Und Zoo Palast, trotz einiger Plätze mehr, bekam keine 70 mm-Kopie, aus welchen Gründen auch immer.)
https://the-spot-mediafilm.com/news/kinonews/brutalist-previews-im-delphi-filmpalast-am-zoo-in-70-mm/
https://in70mm.com/presents/1954_vistavision/2024_brutalist/engagements/index.htm
Wird viel herumgereicht. Der Verleiher scheint sehr sparsam zu sein, dass er keine Kopie für den Dauereinsatz zur Verfügung stellt?
https://www.filmstarts.de/kritiken/269838/kritik.html
Aber es gibt doch weltweit bestimmt mindestens hundert siebziger Kopien von diesem Film.
Zitat von: Apache Apache am 07.01.25, 05:45VistaVision
https://www.instagram.com/afisilvertheatre/p/DDpofyLRJpI/?img_index=3 (https://www.instagram.com/afisilvertheatre/p/DDpofyLRJpI/?img_index=3)
Da müssten eigentlich einige Sturm laufen!
Zitat von: Filmgärtner am 07.01.25, 12:29Zitat von: Apache Apache am 07.01.25, 05:45VistaVision
https://www.instagram.com/afisilvertheatre/p/DDpofyLRJpI/?img_index=3 (https://www.instagram.com/afisilvertheatre/p/DDpofyLRJpI/?img_index=3)
Da müssten eigentlich einige Sturm laufen!
Und aus welchem Grund?
Du selber dürftest so etwas zurecht kritisieren.
Zitat von: Filmgärtner am 07.01.25, 12:35Du selber dürftest so etwas zurecht kritisieren.
Ich verstehe nicht was du mit kritisieren meinst an diesem Foto.
Das hattest Du selber kritisiert wegen völligem Unfug dieser Art von Filmkopierung:
Window boxed, und nicht nur pillar boxed, wie manche schreiben.
Ein total verschenktes Format.
Eben nicht nur wegen 1,66:1 und den dicken Balken links und rechts zur Auslöschung des Breitwandbildes, sondern sie haben auch noch den Bildstrich erweitert für die vielen Kinos mit falscher Projektionsoptik und falscher 70 mm-Bildwand.
Die dusseligen Filmemacher (zum Zitieren geeignet) hätten wenigstens den annahmephotischen Faktor des Technirama-Formats mit Vorsatz 0,5x einsetzen sollen, und das ganze Bildfeld das 70 mm-Filmstreifen zu füllen wie einst bei "El Cid" oder "Custer of the West".
Ist nicht nur breiter und Bikldwandfüllender sondern auch von den parallaxen des Bildes her attraktiver.
Stattdessen haben wir ein fernseh-ähnliches Format, mit 1.66 sogar noch unter der Breite von 1.78 liegend.
Und das Allerschlimmste: wieder mal eine digital ausbelichtete Kopie über das digital intermediate.
Wie dumm kann man nur auf der Filmemacherseite sein und wie naiv und leichtgläubig auf der Zuschauerseite?
Also ist das Bildformat in VistaVision nicht so wie bei Vertigo.
Leider, da war es nämlich gut und richtig.
https://x.com/johnsant87/status/931281999481929728
The Brutalist (70mm);
26.1.-3.3.25 Zoo Palast Berlin
5.2.25 Savoy Hamburg
21.-26.2. Astor Hannover
Das ist mir leider viel zu weit aber vielleicht besteht auch noch Hoffnung in der Lichtburg aus Essen.
In Essen nicht annonciert.
*
Unter den vorführtechisch akzeptablen Kinos wäre noch Delphi Berlin. (Sie spielten ja auch in den 50er 60er Jahren, damals auf 35 mm, einige heute als Klassiker geltende Titel.
Allerdings wäre die Proportion der Bildwand in Lichtburg Essen (1.85?) für das Format VV prädestiniert.
Essen hatte ja schon mit dem letzten siebziger Film keine Lust mehr auf eine Vorstellung.
"Dune 2"?
Ansonsten hatte man noch einmal einen Repertoire-Einsatz vor ein paar Jahren im "Eulenspiegel" mit einem Sondereinsatz der deutschen Airport-Kopie und überholter DP70 gewagt: ohne Folgeveranstaltungen leider.
Nur wenige haben den langen Atem und auch die Fähigkeit, es glaubwürdig aufzubauen.
Correction:
The Brutalist (70mm)
26. + 27.2.25: Delphi Filmpalast, Berlin
26.1. - 3.2.25: Zoo Palast, Berlin
5. + 6.2.25: Savoy Filmtheater, Hamburg
21.- 26.2.25: Astor Grand Cinema, Hannover
(Außerhalb dieser Zeitangaben erfolgen Einsätze dieses Films als DCP)
North by Northwest (70mm)
19. + 30.1.25: Gartenbaukino, Wien
Dune zweiter Teil leider keine siebziger analoge Filmkopie im Programm der Lichtburg in Essen.
Eulenspiegel dort in Steele zeigt leider Scope verkleinert mit schwarzen Balken auf deren Bildwand also definitiv kein Vorbild eines siebziger Kinos.
THE BRUTALIST 70MM
Karlsruhe zeigt den Film als siebziger Kopie und ist wohl einzigartig in ganz Europa von der Wirkung des Bildes.
Für Ende November geplant:
70 Jahre Todd AO - Glanz- und Schattenseiten des 70 mm-Films
Mögliche Themen:
- Prozessveränderungen/Format-Alternativen der klassischen Filmrolle seit 1894.
- Tonkomposition oder Jahrmarktseffekt: zur Tonphilosophie.
- Restaurierungsgeschichte 1987-2025.
Filmtheorie und Bildwissenschaft, "Differenz und Wiederholung":
- Bildmagie, ästhetische Normalität. Trivialität?
- Sinnbilder des Way of Life.
- Systemkonfrontation/Politisches in Monumentalfilmen.
- Kino der Kognition oder Überwältigungsmaschine? Wer und was untergrub Studio-Macht, Marketing und Profit?
Für und Wider existierender Kinotechnik:
Bildwandtypologie und Immersion, Apparat und Feineinstellung, Projektionsexperimente.
Perspektiven/Aussichten der Lauffilmrolle:
Was bleibt erhaltenswert? Und was entwickelte sich möglicherweise unvorteilhaft?
____________
Obwohl etliche kaum noch gezeigte, originale Todd A0-Filme der USA/GB eingesetzt werden sollen, ist ein weiterer Schwerpunkt gewollt mit osteuropäischer, sowjetischer oder ukrainischer Filmproduktion, mit einstigen Bollwerken zur Hollywood-Kommerzialität und zur Illusionsmaschinerie.
- Mehr Informationen im Herbst -
(Archivalische und wissenschaftliche Mitarbeiter erwünscht)
"The Brutalist" in Bradford:
https://www.facebook.com/share/189PA5k2pZ/
Bradford Brutalist
Aber dann bitte hoffentlich nicht auf dieser grausamen heruntergefahrenen flachen Matschbildwand.
Sun Theatre in Australien bringt ein Festival in 70mm, darunter die einzige "bunte" (aber ansonsten furchtbare) Kopie von "Ben Hur":
https://suntheatre.com.au/70mmfilmfestival/?fbclid=IwY2xjawII7xtleHRuA2FlbQIxMQABHWy_h5-wT-r6wR0mJvODk9IOXSlEIJkGYY1CQ1K6nzxRQOEd-66Y85NrCQ_aem_JHOowbUlCn62o3Rk5ZUS_w
Das 18."70 mm Festival" zeigt einige neuere Kopien wie DUNE 2 oder READY PLAYER ONE, aber auch einige 60er Jahre Filme wie zuvorderst sehenswert DIE SCHWARZE TULPE, DOKTOR SCHIWAGO aber auch CAN CAN. Desweiteren die 1970er Jahre Produktion aus Polen DIE SINTFLUT in zwei Teilen.
Jeweils in den originalsprachigen Versionen.
CLIFFHANGER 70MM
Bestehe unbedingt auf eine Vorstellung in Karlsruhe.
Karlsruhe spielt doch sowieso Filme von Krnov nach. Dort wirst Du 2025 vorauss. sehen: Brutalist, Northwest, Can Can.
Zitat von: Filmgärtner am 09.03.25, 23:51Karlsruhe spielt doch sowieso Filme von Krnov nach.
Anscheinend nicht da zum Beispiel diese siebziger Filme dort nie gezeigt wurden bei einem Festival.
OLD SHATTERHAND - BLACK RAIN - CLIFFHANGER- EL CID
Glaube, bei "El Cid" weiss der Betreiber aus Karlsruhe (Schauburg) selber nicht wie lang der Film ist, was auf mäßige Wertschätzung schliessen lässt. Und auch sonst kann ja keiner mehr Bild- und Tonqualitäten einschätzen, wie den folgenden Spekulationen zu entnehmen ist:
https://www.filmvorfuehrer.de/topic/2573-el-cid-1961/
EL CID 70MM https://www.imdb.com/title/tt0054847/technical/?ref_=tt_spec_sm (https://www.imdb.com/title/tt0054847/technical/?ref_=tt_spec_sm)
Also bei uns im Land gab es nur diese eine Fassung als siebziger Kopie von diesem Film.
Neuer 35 mm Start in (selbst-)ausgewählten Kinos.
Farben und Kontraste so ähnlich wie bei "Joker"?
Zit. von der geschätzten Facebook-Seite "Los Angeles Theaters": nach meinem Dafürhalten die Sensation des Jahrhunderts.
Der Oberhammer.
Horizontal VistaVision to go into the Chinese -- TCM is planning to install 8 perf horizontal VistaVision projectors for April screenings of vintage prints of the Paramount releases "We're No Angels" (1955) and "Gunfight at the OK Corral" (1957). https://filmfestival.tcm.com/programs/vistavision/
The films never had theatrical screenings in the 8 perf format. Sound will be Perspecta, a process favored by Paramount using a mono optical track with low frequency control tones to direct the sound to the left, center or right stage speakers. Our page on projection and sound at the Chinese: https://losangelestheatres.blogspot.com/2017/02/chinese-booth.html
See our Warner Beverly Hills page for more about the process and photos. It had the horizontal machines installed for "White Christmas" in 1954. https://losangelestheatres.blogspot.com/2017/03/warner-beverly-hills.html
The image of a Century VV projector comes from the "The Horizontal VistaVision Projector," a 1955 article by Larry Davee of Century Projector Corporation: https://www.widescreenmuseum.com/widescreen/vvproj.htm
Don't miss the VistaVision section of Martin Hart's great site American Widescreen Museum: https://www.widescreenmuseum.com/widescreen/wingvv1.htm
Warner Bros. is planning to do a few VistaVision screenings of Paul Thomas Anderson's new epic "One Battle After Another" but theatres and dates haven't been announced. The film was shot in VistaVision and stars Leonardo DiCaprio, Benicio Del Toro, Sean Penn, Teyana Taylor and Regina Hall.
https://www.facebook.com/share/p/1915K3MJzV/
27. April 2025 während des TCM Festivals im Eyptian Theater, Los Angeles: eine offenbar noch farbige Kopie, 70 mm, von "Apocalypse Now" aus dem George Eastman House aus der Privatsammlung von Martin Scorsese.
https://filmfestival.tcm.com/programs/films/apocalypse-now/?fbclid=IwY2xjawJdn_xleHRuA2FlbQIxMQABHpPBMiHEEJr4WkyFBxnKW7V95SFxpytyX4y6QQBOWLnbDjc5mFd6zCytduom_aem_oYau8pHWznkSSo1a4tvREg