No Time To Die

Begonnen von Sioux Indy, 22.01.22, 22:29

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Sioux Indy

Film hat eine perfekte Tonmischung nur ist das Ende des Films eine total unpassende Katastrophe.

Filmgärtner

Tonmischung war war eher zurückhaltend, auch hinsichtlich des Subwoofer Einsatzes, aber das kann ein Qualitätsmerkmal sein.
Im Berliner IMAX kam die Direktionalität des Films nicht zur Geltung und auch kaum die Subwoofer Einsätze. In zwei anderen Kinos, etwa im Titania Palast Kino 2, klang das besser.

Ich habe immer nur technisch reingeschaut und mich gar nicht auf den Inhalt konzentriert, vielleicht ein Fehler.
Das Konstrukt des Films war irgendwie kalkuliert, als müssten besonders emotionale und psychologische Momente stark gemacht werden, weil das bereits im Klassiker "Im Geheimnis ihrer Majestät" gelungen war.
Hier eher nicht, und auch die Adaption der Musik des Klassikers von 1969 wirkte penetrant und deplatziert.

Auch für die Freunde des fotochemischen Films kam keine wirkliche Freude auf, weil durch das Digital Intermediate der filmische Look weitgehend ausgetrieben wurde.
Etwa die 65mm IMAX Aufnahmen waren im Digisat kaum detektierbar, abgesehen dass die zu unruhige Kameraführung eher für Smartphones geeignet gewesen wäre.

Am geschlossendsten und überzeugendsten scheint daher "Casino Royale" von 2004 gewesen zu sein.

Sioux Indy

Also hier bei mir viel der Schluessel aus der Tuer vor lauter Bass.
Nur bei keinem einzigen Schuss zuckt man zusammen im Film.
Und im hinteren Effektbereich eine totale Vollkatastrophe.
Was perfekt klingt ist die Mischung der Musik.
Diese erklingt so genial wie in einem Konzertsaal.
Und auch der Titelsong klingt ganz perfekt vom Ton.
Farben sind auch leider total leblos und bildlich absolut keine Wirkung in CinemaScope.

Filmgärtner

13.02.22, 10:20 #3 Letzte Bearbeitung: 13.02.22, 10:22 von Admin
Wenn schon mal die Musik wie im Konzertsaal klingt, werte ich das angesichts der heutigen Mischungen als Erfolg.
Sollte der Back-Surround neuerlich schwach ausgeprägt gewesen sein, war das auch schon in der Kinoaufführung so.
Stellt sich jetzt der Subwoofer stark in den Vordergrund, war dies in der Kinoabmischung noch nicht gegeben, könnte also auf eine Veränderung hindeuten.

Der Hinweis auf leblose Farben indessen deutet darauf hin, dass die unzureichende Digitalisierung des Bildes schon zur Premiere beibehalten wurde, da der Film über ganz normal belichtete, ungefilterte Außenaufnahmen auf 50 ASA verfügt, bei denen Film per se seine Stärken normalerweise ausspielt.
Nicht aber im Zeitalter der Digital Intermediates.

Sioux Indy

Dunkirk und Joker haben beide eine perfekte Tonmischung.
Also da sitzt wirklich jeder Schuss.

Filmgärtner