Neueste Beiträge

#81
Tja das bringt uns leider hier im Land recht wenig die Starts der Imaxfilme dort in Amerika.
#82
EXTERNE FAKTOREN / Aw: Off Topic
Letzter Beitrag von Apache Apache - 08.04.26, 03:30
Forum besteht in letzter Zeit leider nur aus siebziger und politischen Geschreibe. Nun es gibt auch noch viele andere Threads hier im Forum.
#83
Falls man dies richtig gelesen hat, dann einen Drehanteil vergleichbar mit TENET.

Fast alle Aufnahmen sind auf 65 mm, das meiste wohl in 5 Perf, ausgewählte Szenen in 15 Perf, Szenen mit dem Wüstensand aber werden digital aufgenommen (oder der Wüstensand wurde digital animiert und die real live Sequenzen ebenfalls digital aufgenommen, damit Pixel und Körner nicht in Kollision geraten?).

Es gibt nach wie vor Verteidiger dieser Strategie, Eventsszenen dann für das native IMAX Format vorzubereiten und den Rest konventionell zu drehen.

Beim zweiten Teil wurden die Wüstenszenen mit "Lawrence of Arabia" verglichen, sehen aber so unterschiedlich aus wie es unterschiedlicher gar nicht sein könnte.
Übermäßig klare und scharfe Bilder habe ich leider nicht gesehen. Viele abgekupferte Szehnen aus anderen Klassikern beispielsweise wie aus "Apokalypse now". Letztlich sah "Blade Runner" 2049 von Villeneuve besser aus.
#85
UNBEKANNTE SEITEN VON KLASSIKERN / Aw: Spartacus (1960)
Letzter Beitrag von Filmgärtner - 07.04.26, 00:51
Wie durch ein Wunder offerierte die TV-Ausstrahlung auf Arte am Ostersonntag 2026 die deutsche direktionale Tonmischung (ansonsten noch auf meiner deutschen 70 mm Kopie so zu hören).

Auf der "luxuriösen" Silberscheibe restored version mit 4K und HDR indessen kommen die Stimmen immer aus der Mitte. Hat vielleicht jemand von Dolby so entschieden...

Also sollte man die arte-Austrahlung unbedingt aufzeichnen!
#86
Also bei dem 70 mm-Format gilt: würde man tatsächlich die Hoffnung aufgeben, nicht mehr an das Gute glauben und stattdessen die erschreckende Wahrheit proklamieren, müsste man an jedes Kino folgendes Schild hängen:

"Rot und scharf zu erleben oder bunt und unscharf zu ertragen."

Begründung,:
Das ist deswegen so, weil kaum ein Filmklassiker der 50er und 60er Jahre (diese waren alle scharf fotografiert und direkt vom Originalnegativ kopiert und durch letzteres besonders scharf), noch alle Farben besitzt, also fast immer rotstichig geworden ist.

Weniger als ein Dutzend älterer 70 mm Klassiker wurde noch einmal zur Jahrtausendwende vom Originalnegativ nachkopiert (zumeist nur in ein oder zwei Kopien), aber mangels Korrekturkopien entsprechen diese im Farb- und Lichtausgleich nur eingeschränkt normalen Kopierwerksstandards. Diese Kopien (immerhin wieder scharf und irgendwie bunt) werden aber von den Studios kaum noch ausgeliehen, das geschah nur eine sehr kurze Zeit vor etwa zwei Dekaden.

Die Regel bei den Klassikerreprisen ist: Ein halbes Dutzend älterer Klassiker, die gut laufen und auch nach 6 Jahrzehnten öfter mal mit einer neuen Kopie angefragt werden (Sound of Music, Lawrence of Arabia, Vertigo, 2001, West Side Story, Spartacus) sind - nun international verfügbar - neu gezogen worden, aber allesamt von Duplikatnegativen: also deutlich grokörnuger, beinahe wie 35 mm aussehend. Dennoch hätten wenigstens die Farben auf solchen Dupkopien normalerweise schön sein können, aber auch das hat sich kaum mehr realisiert. Es sind fast Sonderanfertigung, und es gibt hierfür keinen Massenmarkt mehr (ähnlich den Presswerken von Schallplatten unserer Tage).

Manchmal gibt es neue Produktionen, die entweder auf 35 mm, 65 mm oder digital aufgenommen worden sind und dann wie eine Mogelpackung auf 70 mm vermarktet werden.
Auch diese Produktionen haben eines gemeinsam: sie sind allesamt nicht von der Originalquelle direkt auf die Theaterkopie belichtet worden, sondern über den Umweg von Duplikatnegativen (mit Ausnahme von dem Sonderfall "Forever, Forever!"): Also sind sie deutlich grobkörniger als die Originalquellen. Neben der Verschlechterung des Bildes durch die Duplikatkopierung (sie wurde in diesem Format seit den 1970er Jahren leider eingeführt, als die Kopienzahlen anstiegen) sind also auch fast immer die Farben der heutzutage in Burbank entwickelten 70 mm-Kopien sehr schlecht: grün- oder blaustichig, und auch die Kontraste saufen bisweilen ab.
Das sind also bereits zwei zu nennende Faktoren für die Bildverschlechterung gegenüber den einfachen, aber nahezu perfekten Standards der 1960er Jahre.
Jeder dieser Faktoren reicht eigentlich bereits aus, um ein 70 mm-Erlebnis überflüssig zu machen.
Kommen dann noch Filme hinzu (der dritte Faktor) etwa wie die von Christopher Nolan, die allzu spontan und mit verflachter Schärfentiefe fotografiert sind, bleibt eigentlich gar nichts mehr von einem immersiven Bild übrig.

Insofern gilt: Sofern etwas neu in 70 mm auftaucht, ist dies eine vorprogrammierte Katastrophe. Meistens treten auch alle drei Faktoren gleichzeitig inkraft.

Da es aber in der Filmbranche nicht die Todesstrafe gibt, kann man lustigerweise auch niemanden dafür zu Verantwortung ziehen.

Diejenigen, die es noch schön reden, sind schlichtweg nicht ganz richtig im Kopf. Da aber die Filmrolle geworden ist und die Filmrolle einen Mythos darstellt, kann man heute jeden Betrug ohne Widerspruch verkaufen.
#87
Tickets kosteten im Übrigen mitunter $50
#88
Erste Tickets für Dune: Part 3 in IMAX 70mm im Dezember wurden heute 18 Uhr zum Verkauf freigegeben, waren allerdings in wenigen Minuten alle weg.

#89
Zitat von: A-Cinema am 05.04.26, 22:52Bezieht sich das "unscharf" auf das Filmmaterial oder auf den Kopiervorgang?

Kopiervorgang mit Sicherheit weil doch keine Filmkopie unscharf wird durch einen Rotstich.
#90
Zitat von: Filmgärtner am 05.04.26, 08:27Rot und scharf oder bunt und unscharf.

Ist eine Kopie einmal rot geworden so wird diese auch nicht mehr bunt von den Farben! Ist dieser Spruch etwa aus einer seltenen Wikipedia?