Zur häufigsten 140. Geburtstag des KP- und Arbeiterführer Ernst Thälmann ein Rückblick auf die beiden Filme der frühen DDR.
Ein Zeitdokument zweifels ohne, aber auch staatliches Auftragswerk mit affirmativer Zielsetzung.
Regisseur Kurt Maetzig war damit auch mit fast 100 Jahren nicht sehr zufrieden und glücklich geworden, die Vereinfachungen, Legendenbildungen würde er heute nicht mehr verteidigen (er schlägt sich auf die Seite Chrustchevs). Und so wirkt dieser Film auch etwas holzschnittartig und nicht differenziert wie man es von Filmkunst erwartet. Der erste Teil hieß "Sohn seiner Klasse", der zweite "Führer seiner Klasse".
Themen verteidigte eine autoritäre Partei-Disziplin, stand Stalin näher als Trotzki, hat sich aber auch verdient gemacht durch Einsatz gegen Krieg und Monopole.
Ab 1933 saß er 11 Jahre in Gefängnissen und Konzentrationslagern, bis auf direkten Befehl Hitlers in der auslaufenden Phase des Zweiten Weltkrieges seine Hinrichtung erfolgte.
Bemerkenswert auch, dass bei diesem Film erstmalig in Kontinentaleuropa mit echtem Stereolichtton ein neues Tonverfahren eingeführt werden sollte. Vorher hatte aber 1935 Alan Blumlein in England einen Testfilm in Stereo vorgestellt.
https://m.ok.ru/video/229549214290Kurt Maetzig über diesen Monumentalfilm der DDR:
https://youtu.be/rPsXvgr4rGo?is=Mw_zPl508ZqAcwOfhttps://youtu.be/MOCEZvA30HU?is=Xn-MCRe0sRvfxVuG__
Und 1986 entsteht ein weiterer Thälmann-Film unter Regie von Georg Schiemann - diesmal für das Fernsehen der DDR:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Th%C3%A4lmann_(Film)