Glaube, es macht unter diesem Umständen der Produktion aber auch der Postproduktion keinen Sinn, eine 70mm-"Todd AO"-Kopie in ihrer heutigen Entartung erleiden zu müssen, die 35 mm Variante soll noch grausamer sein (obwohl auch das postproduktionstechnisch wenn dieser Differenz eigentlich keinen Sinn macht).
Also gibt es in Frankreich, England und Tschechien mittlerweile vier Imax-Spielstätten für die Direktkopie, wo man sich, wenn sich der Sturm gelegt hat, vielleicht in zwei Wochen etwas anschauen kann.
Man könnte auch sagen, dass einem die Filme diese Regisseurs wenig bedeuten: und dann fährt man sowieso nirgendwohin.
Der oben zitierte Herr sturges hatten Imitation meiner (sich gebetsmühlenartig wiederholenden) Ausführungen den Film, den er gerade spielt, fulminant beschrieben.
Hier steht das vorausschauende Marketingbereich an einem Wendepunkt: dass man seinen langjährigen Stammgästen oder auch Filmfreunden schon gar nicht mehr erklären kann, was gut an der fotografierten und kopierten Filmen sein sollen, ganze schweigen von völligen Verdrehungen der literarischen Vorlage zugunsten einer gefälligen, ökoliberalen Botschaft.
Um die Anhänger zu halten kann man also nur noch Augenzwinkern vorgehen oder mit der entsprechenden Ironie, die der Herr sturges nun walten lässt.
Das globale Problem mit dem 70 mm-Erbe wird damit (mit lustigen Zeilen) natürlich nicht gelöst.