Die Spielberg-Filme der letzten drei Jahrzehnte sehen ja auch etwas impressionistischer aus: also es ist weniger die Bildplastik, Tiefenschärfe oder Kornlosigkeit das Ziel gewesen wie bei dem sehr alt gewordenen Kameramann Douglas Slocombe.
Gäbe es nun die Möglichkeit einer direkten optischen Umkopierung von 4 perf auf 15 perf (angeblich will FotoKem noch darüber verfügen) und die Produktionsfirma wurde strikte Anweisung geben, ein halbes Dutzendkopien vom Originalnegativ zu ziehen, wäre eine solche Fassung sicher sehr sehenswert und entsprechen den gewohnten Standards der 60er Jahre (damals aber 570).
Halte ich allerdings für so gut wie ausgeschlossen, bedauerlicherweise.
(Mittlerweile kann man es ja mit einem zwinkernden Auge betrachten: anstatt sich zu ärgern über die weit verfehlten Möglichkeiten, werden dann eben Aufträge an den Rohfilmhersteller und an das Kopierwerk am Leben erhalten. Vielleicht kommt ja doch in fünf oder zehn Jahren ein jetzt noch unbekannter Blockbuster-Regisseur mit hinzu, der dann zufällig Ahnung von der Postproduktion hat und seinen Willen durchsetzt, aber dafür auch entsprechend mehr Geld ausgibt. Zu lange haben dann eben die Kopierwerke durchgehalten.