David Lean-Forschung

Begonnen von Filmgärtner, 10.06.22, 19:44

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Zeitzeugen und Produktionsmitarbeiter erinnern sich an seinen letzten Film, der auch der fotografisch schönste ist.
Doch wird er viel zu selten gespielt.


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Gegenüber der zeitgenössischen 35mm-Kopie von Arri zeigt die amerikanische Blu ray-Disc, die auch Grundlage für die arte-Ausstrahlung war, farblich und in den Kontrasten Vorteile.
Nachwievor ist der Titel etwas verwackelt und verschmutzt, und auch winziger Staub liegt die gesamte Spielzeit auf dem Negativ, aber die Bildschärfe und die Lichtbestimmung sind einwandfrei-

Noch virtuoser und eleganter in der Bildgestaltung und auch in der Schauspielerführung als alle früheren Filme Leans.
Ein Diamant in einer Wüste bereits Anfang der 1980er Jahre anödender Blockbuster.

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On location with Ryan's daughter:
Neuere Rezeptionsweisen sehen in einem von Leans persönlichsten und ambitioniertesten Filmen, der zugleich einer seiner größten Kritiker- und Kassenflops wurde, ein Meisterwerk des nichtnarrativen Films, des reinen visuellen Experiments fast ohne Worte:

https://manksjoint.home.blog/2022/06/19/ryans-daughter-david-leans-unfairly-maligned-masterpiece-finds-the-great-british-director-returning-to-his-roots-to-create-his-most-personal-and-ambitious-epic/

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Kurz nach den Dreharbeiten von "Ryan's Daughter" jene Dokumentation:


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Heute um 17:16 #5 Letzte Bearbeitung: Heute um 17:20 von Filmgärtner
Heute jährt sich der 35. Todestag von David Lean.
Durch Zufall oder schon lange in der Pipeline hatten wir 1991 eine 70 mm-Reihe mit seinen Kolossalwerken im Kino International in Berlin lancieren können, zuvor eben dort auf der Berlinale bereits "Ryans Tochter" gezeigt und derartige Vorstellungen auch im In- und Ausland wiederholt: entweder in der Urania in Berlin, und Filmmuseum Frankfurt, auf Retrospektive "70mm: bigger than life" in Mailand, auf den tschechischen Filmfestival krrr! oder Panorama-Weekend u.a.

Dabei sollte auch an seine stilbildenden Frühwerke erinnert werden wie "Begegnungen", "Oliver Twist" oder "Summer madness".
Seine letzte Produktion sollte "Nostromo" werden, erneut sollte der 65/70 mm-Prozess aus der Versenkung geholt werden, welchen zu dieser Zeit weit und breit niemand mehr einsetzte.

Berlin hatten Leans Monumentalfilme nahezu in unendlichen Laufzeiten im Delphi Palast am Zoo und im Royal Palast im Europa Center in die Stadtgeschichte eingeschrieben. Irgendwann vor 10 Jahren verirrte sich auch eine abgespeckte Lean-Reihe in das Kino Arsenal zur Weihnachtszeit, wurde "Weihnachten mit David Lean" benannt, obwohl niemand dort den Regisseur sonderlich schätzte oder gar fromm gewesen wäre.
Auf ihn berufen sich heute noch die Star- und Blockbuster-Regisseure, konnten aber nicht eine  einzigen Titel mit gleichem epischen Atem auf die Beine stellen. Ziel hätte es sein können, ihn zu übertreffen - so aber haben ihn alle nur schlecht kopiert.