Heute jährt sich der 35. Todestag von David Lean.
Durch Zufall oder schon lange in der Pipeline hatten wir 1991 eine 70 mm-Reihe mit seinen Kolossalwerken im Kino International in Berlin lancieren können, zuvor eben dort auf der Berlinale bereits "Ryans Tochter" gezeigt und derartige Vorstellungen auch im In- und Ausland wiederholt: entweder in der Urania in Berlin, und Filmmuseum Frankfurt, auf Retrospektive "70mm: bigger than life" in Mailand, auf den tschechischen Filmfestival krrr! oder Panorama-Weekend u.a.
Dabei sollte auch an seine stilbildenden Frühwerke erinnert werden wie "Begegnungen", "Oliver Twist" oder "Summer madness".
Seine letzte Produktion sollte "Nostromo" werden, erneut sollte der 65/70 mm-Prozess aus der Versenkung geholt werden, welchen zu dieser Zeit weit und breit niemand mehr einsetzte.
Berlin hatten Leans Monumentalfilme nahezu in unendlichen Laufzeiten im Delphi Palast am Zoo und im Royal Palast im Europa Center in die Stadtgeschichte eingeschrieben. Irgendwann vor 10 Jahren verirrte sich auch eine abgespeckte Lean-Reihe in das Kino Arsenal zur Weihnachtszeit, wurde "Weihnachten mit David Lean" benannt, obwohl niemand dort den Regisseur sonderlich schätzte oder gar fromm gewesen wäre.
Auf ihn berufen sich heute noch die Star- und Blockbuster-Regisseure, konnten aber nicht eine einzigen Titel mit gleichem epischen Atem auf die Beine stellen. Ziel hätte es sein können, ihn zu übertreffen - so aber haben ihn alle nur schlecht kopiert.