Welche denn? (Bei den neueren ist ja die Auswahl irgendwie überschaubar. Und man hat ja auch keine andere Wahl, außer dies zu spielen, nachdem bei den Klassiker-Titeln kaum noch Druck auf Seiten des Publikum ausgeübt wird, jene permanent zu spielen - was ich allerdings weltweit befürworten würde oder zeitweise in Varnsdorf durchgezogen hatte). Oder beim dankenswerten Einsatz älterer Klassiker wird über den Rotstich gemeckert.
Also treten die heutigen Filme und Neuerscheinungen in den Vordergrund (obwohl das Marketing dieses Festivals im letzten Jahr glücklicherweise noch mit dem wichtigsten Film geworben hatte, einem sehr alten 70 mm-Film, "Die schwarze Tulpe", was man dem Betreiber tatsächlich positiv anrechnen könnte)
In Bradford ist man bereits seit einigen Jahren einige Schritte "weitergegangen", und das in einem Museum: die Mehrheit der Klassiker nicht mehr von Film, sondern digital zu spielen.
In Varnsdorf eine andere Variante: 35 mm-Klassiker rückten vor.
-> Also ich würde die immerselben Filme spielen aus mindestens 100 westlichen 65mm und Technirama-Klassikern und 200 sowjetischen 70 mm Klassikern (die Filmbreitenangaben sind hier bezogen auf den Aufnahmeprozess.) Das war 12 Jahre lang so in Berlin im Delphi oder im Royal bei den Reprisen von 1970 bis 1982. Und die Titel der letzten 55 Jahre könnte man anderen Festivals überlassen, vorausgesetzt, man ist bereit, auf Einnahmen durch die neuen Filme zu verzichten wie auch auf die Wiederholungen der neuen (schlimmen) "2001"-Kopie, an der man zwar gut verdient, aber damit eine Schule des falschen Sehens befeuert.
Leider jedoch sind die neuen Titel gut besucht, sie machen Geld, obwohl ein Teil des heute ziemlich aufgeklärten Publikums mittlerweile weiß, dass von der Bildqualität und Bildkomposition kaum noch Gutes zu erwarten ist.