Berlinale

Begonnen von Filmgärtner, 11.02.22, 14:11

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Wegfall der Pressevorführungen beim Forum des jungen Films und eine Rundschau über die Misere der Berliner Kinosituation von Thomas Groh - außerordentlich treffend und gelungen:

https://www.critic.de/special/trockengelegte-oasen-berlinale-grohlumne-2-4823/?fbclid=IwdGRjcAQAPpxjbGNrBAA9gGV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHgjeFbXo_cG1Nx3xSvsPrJqqxMM8hnmXlHJxQUvMcjNATxCF1YEwX47Ct2tY_aem_WLyrFSTuEScq3SEk8i_QqQ

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GEHEIMNISSE EINER SEELE (DR 1927) - 4k-Restaurierung im Haus der Kulturen der Welt:


Die Materiallage mit zwei Dupnegativen war wohl eher dürftig, das gesamte Ergebnis zu stark kompiliert aus überwiegend schlechten Quellen.
Wenn nun das Originalnegativ verloren ist, aber seitens der Direktorin der Murnaustiftung die Rede davon war, das Ganze stamme noch von 35 mm-Theaterkopien und eben von 16 mm Material, dann fragt sich, warum nicht direkt von dem Theaterkopien gescannt wurde?
Hierzu fehlte jegliche Information, was mutmaßen lässt, was eigentlich mit den Theaterkopien, von denen die dürftigen Internegative in Schwarz-Weiß gezogen wurden, passiert ist oder ob kassiert worden ist?

Das musikalische Experiment war legitim, jedoch existierte vor 100 Jahren eine Musik von Heymann unter der Leitung von Giuseppe Becce. Diese hätte man lieber gehört und dafür das musikalische Experiment des jungen koreanischen Komponisten (mit der sensorischen Gehirnübertragung der Bratschistin auf Lichtpalisaden) auf Sonderveranstaltungen über das Jahr verlagert gesehen.
Bei den Seitenplätzen störten auch die Lichtpalisaden teilweise im Leinwandbild, und der Digitalprojektor war offenbar nur noch in einem etwas rotstichigen Modus abspielbar.

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Beschwerden intellektueller Filmschaffender auf der Berlinale bzgl. Gaza-kritischer Stimmen (sie setzen sich also ein für die Rechte der Palästinenser):

https://www.welt.de/kultur/kino/article6991ea85f4d0b8d94ca1d433/berlinale-bardem-swinton-co-beweisen-dass-richtig-ist-was-sie-kritisieren.html

Filmgärtner

25.02.26, 15:36 #33 Letzte Bearbeitung: 25.02.26, 21:33 von Filmgärtner
Deswegen soll nach Angaben der BILD-Zeitung die Berlinale-Chefin schon wieder abgelöst werden, nachdem bereits ihr hervorragender Vorgänger nach nur zwei Amtsjahren weggemobbt wurde:

https://m.bild.de/politik/inland/druck-von-merz-minister-weimer-berlinale-chefin-wird-nach-skandal-foto-abgeloest-699eb62dd7de5a808f60c60b

Vielleicht wird dann der (unter Korruptionsverdacht stehende) Medienunternehmer Weimer, derzeit Bundesbeauftragter für Kultur und Medien, der neue Berlinale-Chef?


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Gestern um 13:47 #35 Letzte Bearbeitung: Gestern um 14:04 von Filmgärtner
Es wurde gestern als Folge des BILD-Artikels kolportiert, dass heute, am Donnerstag, dem geplanten Gespräch zwischen Tuttle und Weimer ein gegenseitiges Einverständnis vorausgegangen sei, wonach Tuttle auf den Posten verzichte. Es klingt wie einen vorauseilendes Schuldeingeständnis?
Dann würde Tuttles Amtszeit enden.
Anzunehmen und zu erhoffen ist eher, dass sie eine kämpferische Position einnimmt wie bereits
Chatrian, welcher sich seinerzeit gegen einen Opportunismus des Kulturbetriebs wehrte (leider erfolglos, nachdem sjch die filmfachlich nicht sehr sattelfeste Kulturbeauftragte für Kultur und Medien, Frau Roth, auf Chatrian eingeschossen hatte).

Neu sind politische Zerwürfnisse auf den IFB nicht, zumal seinerzeit Wolf Donner seinem Rauswurf zuvor kam, als im Zeitalter der damals noch gewollten Entspannung die RGW-Staaten vom Festival abzogen, wobei der eigentlich links stehende Donner nichtsdestotrotz und völlig zurecht die künstlerische Freiheit auch für Cimino proklamierte (obwohl dessen Film tatsächlich gegen die Völkerverständigung verstiess).

So komplex vermag Weimer gar nicht zu denken, der als Galionsfigur des Cancel Culture auf windigen Symposien (mit Anklang an die Bilderberger?) meines Erachtens in der Kulturförderung nicht zu suchen hat.

Ganz neu scheint das Intervenieren nicht zu sein, da sich seinerzeit auch Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann die Invektive gegenüber Achternbuschs "Gespenst" herausnahm, dieser sei "gotteslästerlich und pervers".
Dies führte aber noch lange nicht zur Abberufung der Berlinale-Leitung, was erst in den letzten Jahren (seit Corona?) in Mode gekommen zu sein scheint, um sich eines Virus zu entledigen.
Offenbar wird ein Teil des palästinensischen Freiheitskampfes  als terroristische Epidemie begriffen, während das rechtsstaatliche Israel doch immerhin der uns vertrauten Gewaltenteilung und Demokratie zugeneigt sei. Aber die Bundesrepublik lebt ja auch von Waffengeschäften, und mit einem Volk der Dritten Welt, mit Palästinensern, lassen sich keine nachhaltigen Geschäfte machen.

Es wurde bereits als Folge des BILD-Artikels kolportiert, dass heute, am Donnerstag, dem geplanten Gespräch zwischen Tuttle und Weimer ein gegenseitiges Einverständnis vorausgegangen sei, wonach Tuttle auf den Posten verzichte. Es klingt wie einen vorauseilendes Schuldeingeständnis?
Dann würde Tuttles Amtszeit enden.
Anzunehmen und zu erhoffen ist eher, dass sie eine kämpferische Position einnimmt wie bereits Chatrian, welcher sich seinerzeit gegen den Opportunismus des Kulturbetriebs wehrte (leider erfolglos, nachdem sich die filmfachlich nicht sattelfeste Kulturbeauftragte für Kultur und Medien, Frau Roth, auf Chatrian eingeschossen hatte).

Neu sind politische Zerwürfnisse auf den IFB nicht, zumal seinerzeit Wolf Donner seinem Rauswurf zuvor kam, als im Zeitalter der damals noch gewollten Entspannung die RGW-Staaten vom Festival abzogen, wobei der eigentlich links stehende Donner trotzig und zurecht die künstlerische Freiheit auch für Cimino in Anspruch nahm (obwohl dessen Film tatsächlich gegen die Völkerverständigung verstiess).

So komplex vermag Weimer nicht zu denken, der als Galionsfigur des Cancel Culture auf windigen Symposien (mit Anklang an die Bilderberger?) in der Kulturförderung nichts zu suchen hat.

Ganz neu scheint das Intervenieren nicht zu sein, da sich seinerzeit auch Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann die Invektive gegenüber Achternbuschs "Gespenst" herausnahm, dieser sei "gotteslästerlich und pervers".
Dies führte aber noch lange nicht zur Abberufung der Berlinale-Leitung, was erst in den letzten Jahren (seit Corona?) in Mode gekommen zu sein scheint, um sich eines Virus zu entledigen.
Offenbar wird ein Teil des palästinensischen Freiheitskampfes  als terroristische Epidemie begriffen, während das rechtsstaatliche Israel doch immerhin der uns vertrauten Gewaltenteilung und Demokratie zugeneigt sei. Aber die Bundesrepublik lebt ja auch von Waffengeschäften, und mit einem Volk der Dritten Welt, mit Palästinensern, lassen sich keine nachhaltigen Geschäfte machen.

Dem zuletzt auf der Jahresversammlung der BKM-Preisträger von Schauburg Karlsruhe eifrig komplimentierten Weimer wird nun nachgesagt, die Berlinale in Trümmern zu legen:

https://www.monopol-magazin.de/nicht-tuttle-sondern-weimer-muss-gehen?fbclid=IwdGRjcAQNH09jbGNrBA0e-mV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHr5M1lc_h6LQVmZevNj_VXy9N1TbvKsZOIe4SqMVXvE94TLinlMHoAjxhy9n_aem_xv59HUUuY3V3gjOObIk65g

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