The Odyssey (2026)

Begonnen von Filmgärtner, 24.12.24, 10:45

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Filmgärtner


Filmgärtner

17.06.26, 12:39 #32 Letzte Bearbeitung: 17.06.26, 12:45 von Filmgärtner
Höchst erfolgreiches Marketing für eine Produktion, mit der (fast) alle die Zukunft des 70 mm Films oder gar des Kinos verbinden:

https://www.digitalfernsehen.de/df-tech/imax-statt-liemax-hier-laeuft-das-neue-kino-epos-im-gigantischen-originalformat-1183001/

https://www.facebook.com/share/r/1EC3AkEQcM/

Eines hat Nolan (nach Jahrzehnten der Irrläufe) verstanden: 70mm ist nur authentisch in der Direktkopierung vom Originalnegativ (was ich seit 35 Jahren gebetsmühlartig wiederhole, wird aber dumm-dreist von den Filmvorführern abgestritten).



Technicallyrama

Zitat von: Filmgärtner am 17.06.26, 12:39Eines hat Nolan (nach Jahrzehnten der Irrläufe) verstanden: 70mm ist nur authentisch in der Direktkopierung vom Originalnegativ (was ich seit 35 Jahren gebetsmühlartig wiederhole, wird aber dumm-dreist von den Filmvorführern abgestritten).
Der Großteil der IMAX Kopien waren doch bei all seinen Filmen (außer pandemiebedingt Tenet?) OCN-Kopien, sowie eine handvoll der 5-perf.

Filmgärtner

Leider nicht, bei "Interstellar" wurde gemischt kopiert.
Die 5-perf-Kopien leider alle generell vom Duplikatnegativ: deswegen ist ja seit 55 Jahren keinen wie echt ist 70 mm mehr aussehenden Breitfilm gegeben hat (von einer Handvoll Kopien von baraka oder Hamlet oder dem Cinespace Mercedes Film oder ein paar kurzfilmen abgesehen).

Das ist genau die Crux und der Grundfehler der Branche seit Jahrzehnten.

Allerdings war "The Dark Knight" auf 70mm bei den IMAX Szenen vom Original kopiert, in 35 mm scope kopierten Teile wurden dann über DMR und Duplikatnegativ aufgeblasen.
Deswegen war ich auch von "Interstellar" in Prag enttäuscht. Eventuell in London oder in USA sollen dann aber auch eine Handvoll Direktkopien gelaufen sein.

Technicallyrama

Zitat von: Filmgärtner am 17.06.26, 23:48Die 5-perf-Kopien leider alle generell vom Duplikatnegativ: deswegen ist ja seit 55 Jahren keinen wie echt ist 70 mm mehr aussehenden Breitfilm gegeben hat
Oppenheimer hatte (laut in70mm.com) in den USA 8 5-perf 70mm "showprints", bloß halt alle in NYC und LA. In dem Fall waren dann die 5-perf Szenen direkt kopiert und die IMAX Szenen als Internegativ oder wie würde überhaupt funktionieren? Bei Odyssey dürfte das ja wohl einfacher sein

Filmgärtner

Genau, so wäre das, und so war es auch mal beabsichtigt bereits bei BRAINSTORM. In der Weise aber ist Oppenheimer aber in Deutschland nicht gelaufen. Sind wohl immer nur eine Handvoll-Kopien, wenn vom Original gezogen.
Wenn die dann in USA oder vielleicht in England im Einsatz waren und keiner den Unterschied zu den anderen Kopien sah, dann gute Nacht...

Filmgärtner

18.06.26, 00:52 #37 Letzte Bearbeitung: 18.06.26, 12:56 von Filmgärtner
Nicht nur Baraka und Hamlet,  sondern auch bei Far and away gab es eine Hand Originalkopien, mindestens auch eine für Deutschland bei Far and away..
(Die wenigsten
Festival-Betreiber wissen darüber Bescheid und recherchieren noch gar nicht danach. Weil auch keiner was der Unterschied weiß, habe ich schon an früheren Diskussionen mit Karlsruhe gemerkt, wo die Direktkopierung sogar völlig abgestritten wurde.)

Apache Apache

In Einem Fernen Land - 70MM

Tja eine deutsche siebziger Kopie von diesem Film wurde leider schon in der ersten Spielwoche weiter unspielbar total ruiniert bei der Projektion im Kino vier des Cinedom.

Filmgärtner

Auch im Europa Düsseldorf passiert?

Apache Apache

Nein dort lief der Film in siebzig durch bis zum Absetzen des Films! Du bist ja recht gut informiert und besitzt Karlsruhe eine ganz neue siebziger Kopie von diesem Film?

Apache Apache

THE ODYSSEY

Passt eigentlich die gesamte siebziger Filmkopie auf den Teller? ( 180 Minuten = 10 Akte )

Filmgärtner

Zitat von: Apache Apache am 19.06.26, 02:40Nein dort lief der Film in siebzig durch bis zum Absetzen des Films! Du bist ja recht gut informiert und besitzt Karlsruhe eine ganz neue siebziger Kopie von diesem Film?
Zitat von: Apache Apache am 19.06.26, 04:04THE ODYSSEY

Passt eigentlich die gesamte siebziger Filmkopie auf den Teller? ( 180 Minuten = 10 Akte )

Kein Problem. Bei Polyester bis zu 240 Min.

Kein Problem.       

Filmgärtner


Filmgärtner

02.07.26, 09:47 #44 Letzte Bearbeitung: 02.07.26, 10:35 von Filmgärtner
Blutleere Weltstars und abgeschaute Transformers- Ritter - das läßt einiges befürchten.

Letzter gut fotografierter Film des Mr. Nolan war "Batman begins" (bereits voller seelenloser Langeweile), ansatzweise noch "Inception".
Der Regisseur selber ist farbenblind, so wundert auch nicht solche Art der Fotografie. Wenn man dann auch nicht ausleuchten kann und noch nie von David Lean und Stanley Kubrick gehört hat (Verzeihung, diese sind ja Nolans Idole), dann konvertiert man zu einem matschigen, unterbelichteten, desaturierten und uninspirierten Bild mit dröhnendem Hans Zimmer-Verschnitt (welcher schon für sich stehend der schlimmste Filmkomponist ist): die klagende, orientalische Sängerstimme im Hintergrund kennt man doch von irgendwoher.
Und wenn man sich nichts traut, gibt es eben Abkupfern von "Gladiator" (der für sich genommen gepixelter Abglanz von "Untergang des römischen Reiches" gewesen war) .
Das einzig  Hoffnungserweckende hier ist die Verwendung der 70 mm-Technik: sie war in den 1960er Jahren auf dem einsamen Höhepunkt naturrealistischer Bilder angelangt: bei Nolan erlöst durch trübe Nebel und diffuse Schatten (bei anderen blockbustern wie "Disclosure Day" dito: beide Regisseure bewerben sich auch gegenseitig - für Ergebnisse, für die sie sich doppelt schämen müssten).
"Gladiator" hatte es mit der Tiefenschärfe bei Super 35 noch einfach, bei "Odyssee" auf 65mm verlängerten sich bei gleichen Einstellungsgrößen die Objektivbrennweiten um ein Mehrfaches: selbst Tag- und Panoramaaufnahmen können sich auf diese Weise nicht entfalten.


Filmgärtner


Technicallyrama

Gestern um 21:26 #46 Letzte Bearbeitung: Gestern um 21:29 von Technicallyrama
"The interesting thing with IMAX is it prompts a kind of filmmaking where you're not looking at the proscenium, not looking at the frame so much as the proximity of the camera to the action. And what that means is you actually don't change lenses that often. you're doing a lot with a 50 and 80, because those lenses take on very different characteristics depending on how close you are to the subject, whether you're shooting a face or whether you're shooting a landscape. And so we have a broad set of lenses. We're sort of just in case, but for the most part, we're tending to shoot things on on the 50 or the 80. And a lot of that, as I say, is because we're really just trying not to think in two-dimensional terms. We're trying to think in three-dimensional terms. So, Hoyte [van Hoytema] and myself were really trying to move the camera to where it needs to be to feel you're close to the action, because on that giant IMAX screen the proscenium kind of disappears. It's really designed, as is the 5-perf 70mm version. It's your peripheral vision that's being filled in by those areas. So you really try and just move the camera in such a way that the audience feels they feel the proximity to the action. They feel that they're on the deck of the ship or close to the actors."

"What we realized is that the way I like to block the action, [...] it's about protecting the action for a 1:2.40 frame. We always started off mixing the 1:2.40 with the IMAX originally. So we had to protect for that that frame area and keeping the action relatively centered and using the the greater frame area more for the peripheral vision, more for the idea of being immersed in the action and moving the camera closer and further away rather than for example zooming in or look at things in two-dimensional terms. Really trying to you know orient the viewer where you need in terms of the action and that becomes very adaptable for different aspect ratios. So we're then able to take our IMAX image, show it on 70mm full frame but also adapt it to their 1:1.90 digital screens very effectively and other film formats like the 1:2.21, 1:1.85 presentations, on the DCPs and and laser projectors and everything. It's a robust image. It's a very very strong negative and so you can adapt it to any different format and really get the most out of it. And so what we're doing with the Odyssey is we're making sure that in every theater that it goes to, it's playing on the largest screen possible."